Kreis Wesel
Bundestagswahl-Panne: 70.000 Wahlzettel in Kreis in NRW eingestampft
Ein Druckfehler macht 70.000 Wahlzettel im Kreis Wesel ungültig. Die Korrektur erfolgt zügig, Wähler müssen allerdings erneut abstimmen.
Wesel - Im Kreis Wesel am Niederrhein müssen fast 70.000 Stimmzettel für die Bundestagswahl wegen eines falsch geschriebenen Namens vernichtet und neu gedruckt werden. Betroffen seien laut Mitteilung des Kreises die Zettel des Wahlkreises 112 (dazu gehören Alpen, Hamminkeln, Hünxe, Kamp-Lintfort, Rheinberg, Schermbeck, Sonsbeck, Voerde, Wesel, Xanten).
Bundestagswahl-Panne: 70.000 Wahlzettel in NRW-Kreis eingestampft
Die erste Lieferung der korrigierten Wahlzettel soll noch am Wochenende erfolgen und anschließend an die betroffenen Gemeinden im Kreis verteilt werden, wurde am Freitag, 7. Februar in einer Mitteilung bekannt gegeben.
Der reguläre Ablauf der Wahl sei nicht in Gefahr. Bereits versendete Wahlbriefe oder direkt abgegebene Stimmen mit den fehlerhaften Stimmzetteln seien jedoch ungültig.
Fehler durch Sonderzeichen: 70.000 Wahlzettel betroffen
„Einzelne Kommunen des Kreises (Hamminkeln, Hünxe, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Wesel) haben bereits direkt nach der Auslieferung der ersten Stimmzettel mit dem Versand der Briefwahlunterlagen begonnen. Nach aktuellem Stand betrifft das rund 2.200 Briefwahlanträge, davon 40 Direktwahlen“, erklärt der Kreis. Die Wählerinnen und Wähler müssten ihre Stimmen mit den korrigierten Unterlagen erneut abgeben. Nach Rücksprache mit der Landeswahlleitung in Düsseldorf sollen diese Unterlagen dann mit den korrekten Stimmzetteln erneut versandt werden. Wer Briefwahlunterlagen beantragt oder bereits eine Direktwahl vorgenommen hat, soll die aktualisierten Wahlunterlagen per Post erhalten.
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Der Fehler sei laut Kreis dadurch entstanden, dass der Computer ein Sonderzeichen im Namen nicht erkannt und stattdessen ein kleines Fragezeichen gedruckt habe. „Es tut uns leid, dass hierdurch für alle Beteiligten ein nicht unerheblicher Mehraufwand entsteht. Wir danken allen Wählerinnen und Wählern für ihr Verständnis und ihre Geduld“, schreibt der Kreis.
Auch in Ennepetal hat es einen großen Fehler auf den Wahlbenachrichtigungen gegeben. Das Datum des Wahltags war falsch. Die Bürger waren verunsichert. Einige NRW-Städte haben mit Blick auf die Wahl eine Bitte: Bürger sollen besser auf die Briefwahl verzichten. (ak/ mit dpa)
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