Viel Nutzfläche in Münster
Büros statt Lost Place: Auf Brachfläche werden Hochhäuser gebaut
Der Bedarf an Bürogebäuden wird offenbar größer. Eine frühere Brachfläche in Münster verwandelt sich daher nach und nach. Sonst wäre sie ein Lost Place.
Münster/Hamm – Für Jahrzehnte war das 20.000 Quadratmeter große Gelände in Münster (NRW) an der Robert-Bosch-Straße, unweit des Dortmund-Ems-Kanals, eine Brache und drohte zu einem Lost Plane zu verwahrlosen. Seit einigen Jahren aber tut sich etwas auf dem Areal, das einst zum Betonmischwerk Pebüso gehörte.
Bürogebäude in Münster beherbergt sogar eine Kita
Seit 2021 steht dort das sogenannte „rob17a“. Das Gebäude bietet mit seinen rund 6350 Quadratmetern Nutzfläche, verteilt auf sechs Stockwerke, Platz für viele Büros und beherbergt im Erdgeschoss sogar eine Kita. Im Anschluss wurde 2023 das „rob17b“ fertiggestellt. Dieses Bürogebäude ist zwar etwas kleiner als sein großer Bruder, bietet mit rund 2950 Quadratmetern Nutzfläche aber immer ebenfalls ziemlich viel Platz. Das ist noch nicht alles.
Wie der Stadtentwicklung-Blog Münster-Blick berichtet, entstand zwischen diesen beiden Gebäuden auf der einstigen Brachfläche auch noch ein Parkhaus mit ungefähr 500 Stellplätzen. Der Clou daran: An Spieltagen hat es auch für Besucher des Preußenstadions geöffnet. Das Gelände in Münster, das fast zum Lost Place – von denen es in NRW einige gibt – verkümmert wäre, wächst dabei noch weiter.
Drittes Gebäude entsteht auf einstigem Brachgelände in Münster
Mittlerweile laufen nämlich auch schon die Arbeiten am dritten Gebäude auf Hochtouren – dem sogenannten „rob17k“. Das soll nach Fertigstellung ein schmaler Bau mit Klinkerfassade und sieben Geschossen sein. Wie Münster-Blick weiter berichtet, liegt der dritte Neubau „direkt neben dem ‚rob17a‘, allerdings leicht seitlich versetzt“. Allein die Bürofläche soll knapp 2.000 Quadratmeter betragen. Die Fertigstellung sei für das 1. Quartal 2025 geplant. Der Investor zeigt sich bislang zufrieden.
Das münsterische Unternehmen CM Immobilien investiert laut WN mehr als 100 Millionen Euro in das Grundstück. Ende des Jahrzehnts sollen hier auf mehr als 30.000 Quadratmeter Bürofläche bis zu 1500 Menschen arbeiten, erklärt CM-Geschäftsführer Michael Lüke in dem Bericht. Die Nachfrage an Büroflächen scheint hoch zu sein. Ab Frühjahr soll daher wohl auch noch ein viertes Gebäude gebaut werden – das einstige Brachgelände in Münster, wo auch ein Bunker mittlerweile in ein Wohnhaus umgebaut wurde, verändert sich also noch weiter.