Planungen
Großbaustelle am Westhofener Kreuz: Abriss und Neubau der A1-Brücke über der A45
Baustelle an Baustelle auf Autobahnen in NRW: Autofahrer auf der A1 müssen sich am Westhofener Kreuz über Jahre auf Einschränkungen einstellen. Die Brücke wird abgerissen.
Hamm - Autobahnbrücken halten nicht bis in alle Ewigkeit - das wissen wir nicht erst, seit im Dezember 2021 die marode Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid von einem Tag auf den anderen gesperrt wurde und eine ganze Region ins Verkehrschaos stürzte. Auch auf der A1 drohen in den kommenden Jahren Verkehrseinschränkungen. Die Brücke über die A45 im Westhofener Kreuz wird abgerissen und neu gebaut.
Großbaustelle Westhofener Kreuz: Abriss und Neubau der A1-Brücke über der A45
Die Stelle ist nicht ohne: Zigtausende Autos und schwere Lkw fahren Tag für Tag über die Brücke im Westhofener Kreuz, das die beiden wichtigen NRW-Autobahnen A1 und A45 miteinander verbindet. „Die Brücke“ ist nicht ganz korrekt, denn tatsächlich besteht das Gebilde aus vier parallel laufenden Einzelbauwerken.
Der seit Jahrzehnten zunehmende Verkehr hat seine Spuren hinterlassen. „Die Teilbauwerke sind den Belastungen nicht mehr gewachsen und müssen erneuert werden“, teilt Autobahn Westfalen mit. Autofahrer auf der A1 müssen sich auf Einschränkungen gefasst machen. Einen Vorgeschmack darauf gab es zuletzt bei Sperrungen für vorbereitende Maßnahmen.
Zunächst wird nämlich eine Behelfsbrücke errichtet und dann erst mit dem Abriss des ersten Brückenbauwerks begonnen. Um die Folgen für den Verkehrsfluss möglichst gering zu halten, erfolgt der Abriss der einzelnen Teile nach und nach. „Der Verkehr im Kreuz wird mit den auch jetzt vorhandenen Spuren aufrechterhalten, wenn auch mit verengten Fahrstreifen“, teilt eine Sprecherin von Autobahn Westfalen auf Nachfrage von wa.de mit.
Baustelle Westhofener Kreuz: „Längerfristige Sperrungen wird es nicht geben“
„Längerfristige Sperrungen wird es nicht geben, kurzzeitige Sperrungen sind im Laufe der Arbeiten möglich. Zum Beispiel zum Auflegen von Brückenträgern“, heißt es weiter. Dabei werde der Verkehr im Kreuz oder über die nahegelegenen Anschlussstellen umgeleitet.
„Wie bei vielen anderen Baumaßnahmen auch, werden notwendige Sperrungen nach Möglichkeit an Wochenenden oder nachts vorgenommen“, so die Sprecherin. Der Ersatzneubau aller vier Bauwerke könnte bereits 2025 starten und wird „mehrere Jahre dauern“.
Rubriklistenbild: © Axel Heimken/dpa