Suche mit Spürhunden

Schrecklicher Verdacht: Dalmatiner seit Silvester verzweifelt gesucht

Loki wird seit Silvester vermisst. Bisher blieb die Suche ohne Erfolg.
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Loki wird seit Silvester vermisst. Bisher blieb die Suche ohne Erfolg.

Von Dalmatiner „Loki“ fehlt jede Spur. Als Silvester die ersten Böller explodierten, rannte der Hund weg. Die Suchexpertin hat einen schlimmen Verdacht.

Bielefeld/Steinhagen - Was als eine gewöhnliche Gassirunde vor dem Silvesterfeuerwerk begann, entwickelte sich für die Besitzer von Dalmatiner Loki zum Vermisstenfall. Durch einen frühzeitigen Böller schreckte der eineinhalb Jahre alte Rüde auf, geriet in Panik und riss sich von der Leine los. Der Vierbeiner rannte in den Wald am Hasbachtal bei Bielefeld (NRW) und wird seitdem vermisst.

Seit Silvester verschwunden: Dalmatiner Loki verzweifelt gesucht - es gibt einen Verdacht

Sofort mobilisierten die Besitzer die Nachbarschaft, um Loki zu finden — bisher jedoch ohne Erfolg. In ihrer Verzweiflung hat sich das junge Paar an die ehrenamtliche Hundesucherin Daniela Teschner gewendet. Schon in der Vergangenheit hat die Steinhagerin viele verschwundene Hunde wieder aufgespürt und ihren Familien zurückgebracht. „In fast allen Fällen ist die Suche bisher auch von Erfolg gekrönt“, bestätigt Teschner.

Sie setzt dabei auf die Suche durch Freiwillige, Lebendfallen, Drohnen, Vermisstenmeldungen im Netz oder auch durch Hundestaffeln. Eigentlich seien die eingesetzten Suchhunde auf das Aufspüren von Menschen geschult worden, inzwischen habe sie den Tieren aber das Suchen ihrer Artgenossen antrainiert. Die Tiere stammen aus ihrem Netzwerk, dass sich die Steinhagenerin in den vergangenen zehn Jahren aufgebaut hat.

Belohnung in Höhe von 3000 Euro versprochen

Im Fall von Loki geht Teschner jedoch von mehr als nur einem entlaufenen Hund aus, sondern vermutet Schlimmeres: Da fast alle Suchhunde an derselben Stelle an einer Straße abbrachen, sei der Hund entweder von einem Auto angefahren und mitgenommen worden oder von Unbekannten entführt. „Meistens hat irgendwer den entlaufenen Hund zeitnah gesehen. Hier gab es aber gar keine Sichtungen, also muss ihn jemand an der Straße eingesackt haben“, sagt Teschner auf Nachfrage von wa.de.

Deshalb bitten die Besitzer in ihrer Vermisstenmeldung bei Facebook auch um anonyme Rückgaben von Loki: „Hast du ihn mitgenommen und hast Angst vor den Konsequenzen? Dir wird nichts passieren, wir wollen nur, dass Loki zurück zu seiner Familie kommt“, heißt es. Inzwischen hat das Paar einen Finderlohn, für den entscheidenden Hinweis zum Auffinden von Loki, in Höhe von 3000 Euro versprochen. „Die Familie ist mit den Nerven am Ende“, weiß Teschner.

Polizei wurde eingeschaltet: Wurde Loki in Lüdge gesehen?

Loki lässt sich an seiner komplett weißen rechten Vorderpfote und bei genauem Hinsehen durch schwarze Flecke auf seiner Stirn, die wie eine Sieben aussehen, erkennen. Einer Meldung bei Teschner zufolge, wurde der Hund zuletzt im Raum Lügde (Kreis Lippe) gesehen. Ob es sich tatsächlich um Loki handelt, konnte aber bisher nicht geklärt werden. „Ich erhalte so oft Anrufe von Leuten, die Dalmatiner gesehen haben. Loki war aber bisher noch nicht dabei“, erzählt Teschner.

Loki ist gut durch seine Punkte auf der Stirn, die bei genauerem Hinsehen wie eine sieben aussehen, zu erkennen.

Der Hund ist gechippt und registriert. Zudem ist das Tier bei Tasso — einer Datenbank für Hunde — gemeldet und lässt sich so einfacher finden. Die Halter hatten schon im Januar bei der Polizei in Bielefeld Anzeige erstattet. Fundtiere einfach zu behalten, ist eine Fundunterschlagung und damit strafbar.

Sichtungen können bei Daniela Teschner gemeldet werden

Wer glaubt, den Hund zu erkennen, kann die Sichtung an Daniela Teschner weiterleiten — am besten mit Bild. Sie ist unter der Handynummer 0173/5360097 zu erreichen. Finder können den Hund auch im nächsten Tierheim oder bei der Polizei abgegeben.

Im Tierheim Bielefeld sitzt hingegen der Border Collie Echo. Im Heim ist er unterfordert und leidet unter der Situation. Deshalb sucht Echo ein neues Zuhause. Und auch Cookie hat eine traurige Vergangenheit: Tierschützer retteten einen blinden Hund aus seiner Kettenhaltung in Rumänien. Jetzt ist der kleine Hund im Tierheim Ahaus.

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