Köln, Dortmund, Münster

Großdemos gegen Rechts in NRW am Wochenende: „Setzt ein Zeichen“

Am Wochenenden sind mehrere Demos gegen Rechtsextremismus in mehreren Großstädten von Nordrhein-Westfalen geplant.

Köln – Unter dem Motto „Demonstration gegen die Massenabschiebungen von AfD und Co. und steigende rassistische Hetze von Rechts“ versammelten sich am Dienstag (16. Januar) 30.000 Menschen in Köln. Am Sonntag sollen drei weitere Demos in der Kölner Innenstadt folgen. Aber auch in vielen weiteren Städten in NRW sind am Wochenende Versammlungen gegen Rechtsextremismus geplant – unter anderem in Bochum, Dortmund, Münster und Bielefeld. Anlass für die bundesweiten Demos war ein kürzlich bekannt gewordenes Treffen von Rechtsradikalen mit Politikern von AfD und CDU in einer Villa in Potsdam.

Demos gegen Rechts in NRW: Zahlreiche Menschen gehen am Freitag auf die Straßen

Nachdem am Freitag bereits 13.000 Menschen durch Bochum gezogen waren, um „ein Zechen gegen Rechts und für die Demokratie und Menschlichkeit“ gesetzt haben, so die Stadt Bochum, gibt es am Wochenende auch in vielen weiteren Städten eine Demo. Darunter unter anderem in Bottrop, Dortmund und Köln. Auch in Münster gab es eine große Demo und Kundgebung auf dem Domplatz, berichtet wa.de.

Hier gab es bereits am Freitag Demos gegen Rechts

  • Bielefeld
  • Bochum
  • Münster

Protest gegen AfD: Auch am Wochenende viele Demos in NRW geplant

Am Samstag (19. Januar) wollen mehrere tausend Menschen in der Dortmunder Innenstadt demonstrieren, wie wa.de berichtet. Bis zu 15.000 Teilnehmer nehmen an der Dortmunder Demo teil. „Aktuelle Teilnehmendenzahl: 15.000. Der Wall ist ab sofort auf Höhe des Bahnhofs gesperrt - angesichts der hohen TN-Zahl wird der Wall zum Kundgebungsort“, teilt die Polizei um 15:30 Uhr mit. In Wuppertal zogen ebenfalls rund 10.000 auf die Straße, „um ein Zeichen zu setzen“. „Der Aufzugsweg wurde friedlich und aus polizeilicher Sicht störungsfrei zurückgelegt. Beim Fahrzeugverkehr kam es zu temporären Behinderungen“, so die Polizei.

Auch in Bottrop wird demonstriert. Dort wird auch der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler (SPD) teilnehmen. Laut Stadt nahmen an der Kundgebung 2400 Menschen teil. Zeitweise mussten Straßen und der Busverkehr am ZOB gesperrt beziehungsweise eingestellt werden.

Tausende Menschen demonstrierten in Bottrop gegen Rechts.

„Es ist traurig und schlimm genug, dass wir überhaupt eine Zeit erleben, in der dies nötig ist“, so Tischler unter anderem in seier Rede. „Aber was uns in jüngster Vergangenheit über die demokratiefeindlichen Bestrebungen in Deutschland bekanntgeworden ist, zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, dass die vermeintlich schweigende Mehrheit sich nun bemerkbar macht und auch über das Private hinaus, in aller Öffentlichkeit und aller Deutlichkeit klarmacht, dass wir mehr sind, dass wir lauter sind und dass wir vor allem stärker sind, als alle Kräfte, die unsere Freiheit, unsere Demokratie und unsere offene Gesellschaft angreifen, mit dem klaren und unmissverständlichen Ziel, sie abzuschaffen.“

Demos in Köln am Sonntag – Polizei rechnet wieder mit zehntausenden Menschen

Für die drei Demos in Köln am Sonntag (21. Januar) rechnet die Polizei mehr mehreren zehntausend Menschen. "Das Bündnis „Köln stellt sich quer“ hat für den Zeitraum 12 bis 14 Uhr eine Versammlung zum Thema „Demokratie schützen, AfD bekämpfen“ mit 10.000 Teilnehmenden angemeldet. Die Kundgebung soll nach Gesprächen mit der Polizei auf der Deutzer Werft in Köln-Deutz stattfinden“, erklärt die Polizei am Freitag (19. Januar).

Bei der Demo am Dienstag in Köln haben 30.000 Menschen teilgenommen. Am Wochenenden finden auch in anderen NRW-Städten Demos statt. (IDZRNRW-Montage)

Zudem hat eine Privatperson im Zeitraum 11:15 bis 13 Uhr eine Versammlung zum Thema „Breiter Protest zu den aktuellen Enthüllungen zum Treffen rechtsextremer Politiker*innen“ mit 10.000 bis 15.000 Teilnehmenden angemeldet. Nach einer Auftaktkundgebung in Höhe des Deutzer Bahnhofs ist ein Aufzug über die Deutzer Brücke, die Cäcilienstraße bis zum Neumarkt geplant. Auf dem gleichen Weg soll es dann zurück zur Deutzer Werft gehen. Eine weitere Versammlung ist durch eine Privatperson unter dem Motto „Demokratie schützen, AfD bekämpfen“ zwischen 11 und 12:30 Uhr mit 500 Teilnehmenden angemeldet. (spo)

Rubriklistenbild: © Thomas Gödde/Imago

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