Kuscheln, Streicheln oder Nähe unerwünscht
Mutter und Kitten bei Ikea gefunden: Neues Zuhause muss bestimmte Kriterien erfüllen
Anfang Oktober wurde eine Mutter mit drei Kitten auf dem Ikea-Parkplatz gefunden. Während es für die Baby-Katzen nun ein Happy End gab, sucht die Mama weiterhin nach einem Zuhause.
Kamen – Parkende Autos, Menschen mit überfüllten Einkaufswagen voller großer und kleiner Pakete, einem Haufen Kerzen und Teelichtern und rangierende Anhänger – solche Bilder sind auf einem Ikea-Parkplatz nichts Ungewöhnliches. Für eine Katzen-Mutter mit kleinen, scheuen Kitten ist es ein gefährlicher Ort.
Anfang Oktober erhielten die Tierfreunde Kamen mehrere Meldungen von Kitten in der Nähe des Ikea-Parkplatzes in Kamen. Sofort machten sich die Tierschützer an die Rettung der Tiere. Keine einfache Aufgabe. Auf Facebook dokumentierte der Verein die tagelange Suche nach den Kitten. Durch eine eingerichtete Futterstelle und genug Geduld konnten sie schließlich die Mutter und drei Kitten in Sicherheit bringen.
Bei Ikea gefunden: Katze Luna sucht ein neues Zuhause
Seitdem suchten die Ikea-Kitten Gunnar, Knut und Hedda nach einem neuen Zuhause. Mit Erfolg: „Die drei Kleinen haben ein Zuhause gefunden. Die zwei Kater sind zu einer erfahrenen Katzenstelle gekommen, Katze Hedda kommt zu einer gleichaltrigen Katze in eine andere Familie“, berichtet Ellen Heckmann von den Tierfreunden Kamen.
Deutlich schwieriger gestalte sich die Vermittlung von Mama Luna. Die etwa zweijährige Katze hat besondere Anforderungen an ihr neues Zuhause. Im Gegensatz zu ihren Kitten ist sie eine Freigängerin. „Kuscheln, Streicheln oder Nähe stehen bei ihr einfach nicht auf dem Wunschzettel – dafür aber Freiheit, Ruhe und ein Platz, an dem sie einfach Katze sein darf“, so die Tierschützer.
„Wir können sie nicht zu Ikea zurückbringen, ein Zuhause auf einem Bauern- oder Reiterhof wäre ideal“, sagt Heckmann. Dort würde sie sich ihren Lebensunterhalt auch mit Mäusefangen verdienen. Mehr als einen wetterfesten Rückzugsort und zusätzliches Futter brauche sie nicht. „Ganz allein von Mäusen können sich Katzen heute nicht mehr ernähren. Das Geschick und die Instinkte sind nicht mehr so ausgeprägt“, erklärt die Tierschützerin. Wichtig wäre es jedoch, dass Luna an ihrem neuen Zuhause für sechs Wochen festgesetzt werden kann – damit sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnt.
Dass Luna von ihren Kitten getrennt vermittelt wird, sei kein Problem. „Ab einem Alter von etwa drei Monaten gehen Katzen ihre eigenen Wege“, sagt Heckmann. Weiteren Nachwuchs kann die Katze nicht mehr bekommen. Als Freigängerin gilt für sie die Kastrationspflicht, die die Tierschützer erfüllt haben. Zudem ist Luna gechippt und frisch entwurmt.
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