Tarifstreit
Wieder Bahnstreik in NRW: Welche Alternativen es für Fahrgäste gibt
Der nächste Bahnstreik stellt Reisende und Pendler in NRW vor große Probleme. Aber es gibt Alternativen zur Deutschen Bahn. Alle Infos.
Hamm - Bahnstreik, der nächste. Wieder schauen Millionen Pendler und Reisende in die Röhre, wenn in der Nacht zu Dienstag, 12. März, ab 2 Uhr die Züge und Bahnen still stehen. Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat zu einem 24-stündigen Warnstreik im Personenverkehr der Deutschen Bahn aufgerufen. Besonders hart trifft es die Menschen im einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo viele auf Züge angewiesen sind. Wer nicht auf ein Auto zurückgreifen kann, braucht daher Alternativen.
- Was? Bahnstreik im Personenverkehr der DB
- Wann? Dienstag, 12. März, 2 Uhr, bis Mittwoch, 13. März, 2 Uhr
- Wer? Gewerkschaft der Lokführer (GDL)
Wie bei vorangegangenen Arbeitskämpfen hält die DB ein Grundangebot im Fern- und Regionalverkehr aufrecht, wie eine Übersicht über die während des Streiks fahrenden Regionalzüge in NRW zeigt. Nicht direkt vom Streik betroffen sind dagegen private Unternehmen wie Eurobahn, National Express, Westfalenbahn oder Flixtrain und Flixbus. Ein Überblick über die Alternativen zur DB.
Alternativen zur Deutschen Bahn: Flixbus und Flixtrain
Die „Flix“-Unternehmensfamilie ist nicht vom Streik der DB-Lokführer betroffen. „Flixbusse und Flixtrains werden wie gewohnt unterwegs sein“, heißt auf der Seite des Unternehmens mit Sitz in München in Bezug auf den Bahnstreik am 12. März. Auf den meisten Strecken seien noch Tickets verfügbar, heißt es dort weiter.
Kunden sollten wegen der steigenden Ticket-Nachfrage dennoch möglichst schnell buchen, das ist eine Lehre aus den zurückliegenden Bahnstreiks. Flixtrain fährt in NRW zahlreiche Großstädte an, darunter Aachen, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Mülheim, Essen, Dortmund, Münster und Bielefeld. Ähnliches gilt auch für den Flixbus. Dort ist das Netz an angefahrenen NRW-Städten noch dichter.
Alternativen zur Deutschen Bahn: National Express, Eurobahn und andere
Der aktuelle Streikaufruf der GDL bezieht sich auf die Lokführer bei der Deutschen Bahn. Andere Anbieter wie Eurobahn, Westfalenbahn, Rhein-Ruhr-Bahn oder National Express, die in NRW auf vielen wichtigen Strecken etwa durch das Ruhrgebiet unterwegs sind, sind damit nicht vom Streik betroffen – zumindest nicht direkt. Sie sind damit eine Alternative, denn auf ihren Linien sollten die Züge also grundsätzlich rollen.
Diese wichtigen Regionalexpress-Linien und Regionalbahnen werden trotz Streiks grundsätzlich bedient:
- National Express: RE1 (RRX), RE4, RE5 (RRX), RE6 (RRX), RE7, RE11 (RRX), RB48
- Eurobahn: RE3, RE13, RE78, RE82, RB50, RB59, RB61, RB65, RB66, RB67, RB69, RB71, RB72, RB73, RB89
- Rhein-Ruhr-Bahn: RE10, RE14, RE44, RB31, RB36, S7
- Westfalenbahn: RE15, RE70
Wie bei den zurückliegenden Streiks, etwa beim mehrtägigen Rekordausstand Ende Januar, kann der Zugverkehr jedoch beeinträchtigt werden. Wegen des Streiks beim Infrastrukturbetreiber DB InfraGo AG sei mit „Einschränkungen auf die Leistungen der Westfalenbahn“ zu rechnen, teilt die Westfalenbahn mit. Ähnlich äußern sich Eurobahn und Rhein-Ruhr-Bahn. In jedem Fall dürfte bei allen privaten Zugunternehmen mit einer hohen Auslastung zu rechnen sein.
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