GDL Streik am Mittwoch

Bahnstreik im Ruhrgebiet – welche Züge fahren und welche nicht

Drei Tage streiken die Lokführer in ganz Deutschland. Etliche Zugverbindungen fallen aus. Davon ist auch das Streckennetz im Ruhrgebiet betroffen.

Essen – Jetzt steht es fest: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wird drei Tage lang die Deutsche Bahn bestreiken. Von Mittwoch, 10. Januar (2 Uhr), bis Freitag, 12. Januar (18 Uhr), liegen in ganz Deutschland etliche Zuglinien still. Reisende müssen wegen des Streiks mit massiven Einschränkungen im Zugverkehr rechnen. Auch im Ruhrgebiet (NRW) sollen einige Zugverbindungen ausfallen.

GDL-Streik im Ruhrgebiet – diese Linien sind betroffen

Auch auf das Ruhrgebiet hat der GDL-Streik massive Auswirkungen. Die Bahn hat eine Liste der Linien veröffentlicht, die vom Streik betroffen sind. Dabei sind auch einige Züge, die im Ruhrgebiet verkehren:

  • RB32 Dortmund Hbf–Duisburg Hbf: Die Züge fallen aus.
  • RB33 Aachen Hbf–Heinsberg(Rheinl)/Essen: Die Züge fahren bis 20 Uhr nur im 120-Minuten-Takt zwischen Aachen und Mönchengladbach, zwischen Heinsberg und Linderen fahren alle 60 Minuten Ersatzbusse.
  • RB40 Essen–Witten–Hagen: Die Züge fallen aus, Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Bochum Hbf und Witten Hbf.
  • RB43 Dortmund–Wanne-Eickel–Dorsten: Die Züge fallen aus; Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Wanne-Eickel Hbf und Gladbeck West.
  • RB51 Dortmund–Lünen–Coesfeld–Gronau–Enschede: Die Züge fahren im 120-Minuten-Takt zwischen Lünen Hbf und Enschede.
  • RB52 Dortmund–Hagen–Lüdenscheid: Die Züge fallen aus. Es fahren Busse zwischen Dortmund Hbf und Hagen Hbf sowie zwischen Hagen/Rummenohl und Lüdenscheid.
  • RE2 Düsseldorf–Duisburg–Essen–Gelsenkirchen–Münster–Osnabrück: Die Züge fahren nur zwischen Münster und Osnabrück.
  • RE41 Bochum–Haltern am See: Die Züge fallen aus.
  • RE42 Münster–Recklinghausen Süd: Die Züge fallen aus.
  • RE49 Wesel–Wuppertal Hbf: Die Züge fallen aus.
  • RE57 Winterberg/Brilon–Dortmud: Die Züge fallen aus.
  • S2 Dortmund–Herne–Essen/Recklinghausen: Die Züge fallen aus.
  • S3 Oberhausen–Mülheim–Essen–Hattingen: Die Züge fallen aus. Zwischen Hattingen (Ruhr) Mitte und Essen Hbf gibt es Schienenersatzverkehr mit Bussen.
  • S9 Haltern/Recklinghausen–Gladbeck-West–Bottrop–Essen–Wuppertal–Hagen: Die Züge fallen aus. Zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Essen Hbf sowie zwischen Gladbeck West und Haltern am See/Recklinghausen Hbf gibt es Schienenersatzverkehr mit Bussen.
  • Quelle: Zuginfo.nrw, Stand: 8. Januar

Streik hat Einfluss auf Verbindungen, die nicht von der Bahn betrieben werden

Nicht alle Züge, die ans Streckennetz in NRW eingebunden sind, werden von der Deutschen Bahn betrieben. Auch private Unternehmen wie National Express oder die Eurobahn setzen Züge im ÖPNV ein. Einige von ihnen geben offiziell bekannt, dass sie nicht am GDL-Streik teilnehmen werden, so etwa National Express.

Vom 10. bis 12. Januar 2024 sollen die Bahnen in NRW streiken. (Symbolbild)

In einer Mitteilung heißt es, dass die Linien von National Express zwar grundsätzlich fahren, „jedoch muss aufgrund des Streikgeschehens und den damit verbunden weitreichenden Zugausfällen im gesamten Nah- und Fernverkehr mit hohen Auslastungen gerechnet werden“. Davon betroffen sind etwa folgende Verbindungen:

  • RE1 Aachen-Köln-Düsseldorf-Duisburg-Essen-Dortmund-Hamm
  • RE4 Aachen-Erkelenz-Mönchengladbach-Neuss-Düsseldorf-Wuppertal-Hagen-Witten-Dortmund
  • RE5 Koblenz-Bonn-Köln-Düsseldorf-Duisburg-Oberhausen-Wesel
  • RE6 Köln/Bonn Flughafen-Neuss-Düsseldorf-Duisburg-Essen-Dortmund-Hamm-Bielefeld-Minden
  • RE7 Rheine–Münster–Hamm–Hagen–Wuppertal–Köln–Neuss–Krefeld
  • RE11 Düsseldorf–Duisburg–Essen–Dortmund–Hamm–Paderborn–Kassel-Wilhelmshöhe
  • RB48 Wuppertal-Oberbarmen–Solingen–Köln–Bonn–Bonn-Mehlem

Wie National Express mitteilt, sei es möglich, dass sich Mitarbeiter des Infrastrukturbetreibers DB Netz dem Streikaufruf anschließen. Das könne dazu führen, dass einzelne Stellwerke nicht besetzt sein werden. Dadurch komme es möglicherweise auch bei den National Express-Linien zu Verspätungen und betrieblichen Einschränkungen, wie Teil- und Streckenausfällen.

ÖPNV-Netz im Ruhrgebiet massiv vom Streik betroffen

Ähnliches berichtet auch das Unternehmen der Eurobahn. Die Linien werden zwar nicht direkt bestreikt, können aber von den Auswirkungen betroffen sein. Im Ruhrgebiet gilt das für die Linien:

  • RE3 Düsseldorf-Duisburg-Oberhausen-Gelsenkirchen-Dortmund-Hamm
  • RE13 Hamm–Hagen–Wuppertal–Düsseldorf–Mönchengladbach–Venlo
  • RB50  Dortmund–Lünen–Münster
  • RB59 Dortmund–Unna–Soest
  • RB69 Bielefeld–Hamm–Münster

Weitere Unternehmen, die im Ruhrgebiet Zuglinien betreiben und nicht zur Deutschen Bahn gehören, sind etwa die RheinRuhrBahn und VIAS Rail. Sie betreiben folgende Linien im Ruhrgebiet, die auch von den Streikauswirkungen betroffen sein könnten:

  • RE14 Coesfeld/Borken–Dorsten–Bottrop–Essen
  • RE16  Iserlohn–Hagen–Witten–Bochum–Essen
  • RE19  Düsseldorf–Duisburg–Oberhausen–Wesel–Arnhem/Bocholt
  • RE35 Gelsenkirchen – Essen-Altenessen – Oberhausen – Duisburg – Krefeld – Viersen – Mönchengladbach
  • RB36 Duisburg-Ruhrort – Oberhausen
  • RE44 Moers–Duisburg–Oberhausen–Bottrop

Einige Verbindungen sollen trotz GDL-Streik fahren

Zwischen all den Ausfällen, Verspätungen und dem Schienenersatzverkehr gibt es aber auch gute Nachrichten. In einer Mitteilung der Bahn sind auch die Züge gelistet, die auf jeden Fall fahren sollen. Für das Ruhrgebiet sind das etwa:

  • RE17 Hagen-Kassel
  • RE34 Dortmund-Siegen
  • RE42 Mönchengladbach - Duisburg - Essen - Gelsenkirchen - Recklinghausen - Haltern - Münster
  • RB53 Dortmund-Iserlohn

Wie genau sich die Abfahrten in der Zeit des GDL-Streiks verändern, bleibt abzusehen. Der Streik beginnt am Mittwoch (10. Januar) um 2 Uhr und endet am Freitag (12. Januar) um 18 Uhr. Es kommt zu massiven Einschränkungen im Fern- und Nahverkehr. „Die Fahrgäste werden gebeten, während des Streiks auf nicht unbedingt notwendige Reisen mit der DB zu verzichten oder die Reise zu verschieben“, heißt es bei der Bahn. (ebu)

Rubriklistenbild: © Bastian Haumann/Funke Foto Services/imago

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