Teilnehmer berichten

Folgenschwerer Scherz: Darüber lachte Armin Laschet während der Flutkatastrophe

Das Bild hatte Empörung ausgelöst: Armin Laschet lacht während einer Rede des Bundespräsidenten im Flutgebiet in NRW. Jetzt ist bekannt, wieso er lachte.

Erftstadt - Es war eine Szene, wie sie unpassender nicht hätte sein können: Im Juli 2021 werden viele Regionen von Nordrhein-Westfalen von einem katastrophalen Hochwasser heimgesucht. Menschen sterben, Städte und Gemeinden werden durch die Flut verwüstet. Ganz Deutschland blickt auf die betroffenen Flutgebiete, spendet und hilft. Und während eines gemeinsamen Besuchs mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Erftstadt steht der damalige NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Hintergrund - und lacht. Das Bild geht durch die sozialen Medien, die Empörung ist groß. Jetzt ist wohl der Grund für den Lacher bekannt.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Folgenschwerer Scherz: Darüber lachte Armin Laschet während der Flutkatastrophe

Armin Laschet stand in einer kleinen Gruppe aus Begleitern und CDU-Politikern aus der Region hinter dem Bundespräsidenten, während dieser vor Kameras über die Flutkatastrophe sprach. Neben ihm stand auch der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Frank Rock. Teilnehmer des Pressetermins am 17. Juli 2021 berichteten jetzt dem Kölner Stadtanzeiger (Ksta), weshalb die Gruppe und somit auch Armin Laschet anfingen, zu lachen.

Das Bild, das viel Empörung auslöste: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, lacht während Bundespräsident Steinmeier (nicht im Bild) ein Pressestatement gibt.

Demnach habe sich der frühere NRW-Ministerpräsident an Frank Rock gewandt und ihn scherzhaft für seine Begrüßung des Bundespräsidenten kritisiert - der Landrat habe ihn nur mit „Herr Steinmeier“ und nicht als „Herr Bundespräsident“ begrüßt. Rock habe daraufhin geantwortet, dass er überrascht gewesen sei, dass Steinmeier „auch so klein ist wie Du“.

Armin Laschet lacht während Termin im Flutgebiet - Wendepunkt im Wahlkampf

Armin Laschet hatte sich nach der massiven Kritik an dem Lacher während der Flutkatastrophe mehrmals entschuldigt. Das Bild vom Kanzlerkandidat, wie er lachend im Flutgebiet steht, kann als wichtiger Wendepunkt im Bundestagswahlkampf 2021 gesehen werden. Die Umfragewerte der CDU brachen in den nachfolgenden Tagen ein - und erholten sich nicht wieder.

Die Stadt Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis wurde von der Flutkatastrophe im Juli 2021 schwer getroffen. Besonders schlimm war die Lage im Ortsteil Blessem. Dort hatte ein Erdrutscht mehrere Häuser mit in den Abgrund gerissen. Wie durch ein Wunder überlebten alle Bewohner diese Katastrophe. Im benachbarten Kreis Euskirchen starben hingegen 26 Menschen bei der Flut.

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare