Polizei zieht Bilanz

Schlägereien am Rosenmontag in Werne: Tritte gegen einen Hammer

Während des Umzugs blieb es noch ruhig in Werne.
+
Während des Umzugs blieb es noch ruhig in Werne.

[Update 16.36 Uhr] Werne - Beim Umzug blieb es ruhig am Rosenmontag, aber danach gab es dann doch einige Schlägereien.

Die Polizei zieht Bilanz zur Narrenzeit in Werne: Insgesamt sei es nicht so schlimm wie im letzten Jahr gewesen.

Bis zum Ende der Veranstaltung des Rosenmontags, also etwa 19 Uhr, sei es zum größtenteils friedlich geblieben, sagte der Pressesprecher der Polizei Kreis Unna. Danach habe der ein oder andere Karnevalist jedoch "ein wenig zu viel getrunken".

Bei der Veranstaltung auf dem Marktplatz stellten die Beamten fest, dass ein Jugendlicher ein Messer dabei hatte. Der 19-Jährige aus Schwerte wurde entwaffnet und angezeigt.

Insgesamt sei es zu acht Schlägereien mit Körperverletzung in Werne gekommen, dazu kam ein Widerstand gegen Polizeibeamte. Auch Platzverweise mussten ausgesprochen werden. 

Sechs Personen vorläufig in Gewahrsam genommen

Ein Mann habe sich nicht abführen lassen wollen und wehrte sich dann gegen die Polizisten. Auch er wurde in Gewahrsam genommen.

Die Polizei musste am Rosenmontag sechs Männer in Gewahrsam nehmen. Die Bilanz sei jedoch trotzdem positiver als im Jahr davor.

"Es war nicht so schlimm wie letztes Jahr", sagte ein Polizeisprecher. Diesmal hätten sich in den meisten Fällen immer nur zwei Personen geprügelt. 

Die meisten Schlägereien gab es am Kolpingsaal, in dem sich viele Karnevalisten nach dem Umzug zum Weiterfeiern trafen. Hier sei die Situation unangenehmer gewesen, da es oftmals nicht als positiv empfunden worden wäre, dass die Polizei anrückte.

Diese Vorfälle gab es in Werne:

Bei einer Veranstaltung auf dem Konrad-Adenauer-Platz schlug ein 23-jähriger auf einen 38-jährigen Mann des Sicherheitsdienstes ein. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige.

Gegen 19 Uhr pöbelte ein 19-jähriger alkoholisierter Werner in der Straße Heckgeist umstehende Passanten an. Einem Platzverweis leistete er nicht Folge, so dass er den Rest des Abends in der Zelle verbrachte.

Am Kolpingsaal schlugen sich zwei Männer, ein Beteiligter wurde im Gesicht verletzt. Der verletzte 27-Jährige rief seinen Bruder zur Unterstützung, der mit Freunden zum Lokal kam. Er beleidigte die Beamten und wehrte sich gegen diese. Die Polizei meldet, dass er "alkoholisiert war" und in Gewahrsam genommen wurde. 

Zwei weitere Männer störten wiederholt die Maßnahmen der Beamten. Auch auf mehrfache Aufforderung sich zu entfernen reagierten sie nicht, so dass auch sie bis zum Ende der Veranstaltung in polizeiliches Gewahrsam genommen wurden. 

Randale in der Kneipe / Hammer wird von Ascheberger getreten

Gegen 23.45 Uhr randalierte eine 19-jährige Frau aus Werne in der Gaststätte. Sie wurde der Kneipe verwiesen, zeigte sich aber laut der Polizei uneinsichtig und aggressiv, sodass auch sie in Gewahrsam genommen wurde.

Gegen 21.30 Uhr kam es zu einer Schlägerei auf dem Marktplatz. Ein Beteiligter wollte seinem Platzverweis nicht folgen und wurde ebenfalls in Gewahrsam genommen. 

In einer Gaststätte auf dem Kirchhof schlug ein noch unbekannter Mann einem 24-Jährigen mehrfach ins Gesicht.

In der Klosterstraße kam es gegen 21 Uhr zu einem verbalen Streit zwischen einem 17-jährigen Jugendlichen aus Ascheberg und einem 23-jährigen Mann aus Hamm. Der Jüngere trat dem Kontrahenten gegen das Knie. 

Als der Sicherheitsdienst einschreiten wollte, flüchtete der Verdächtige zunächst, konnte aber durch die Männer des Sicherheitsdienstes bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Auch gegen ihn wurde eine Strafanzeige gefertigt und ein Platzverweis ausgesprochen, dem er nachkam.

Gruppenschlägereien wie im Vorjahr blieben aus

Am Abend des Rosenmontags war es damals zu mehreren Schlägereien mit Verletzten gekommen, acht Personen mussten in Gewahrsam genommen werden. Damals gab es zwei Gruppenschlägereien. 

Nach den Vorfällen im letzten Jahr waren diesmal mehr Sicherheitskräfte im Einsatz. „Natürlich fließt an dem Tag viel Alkohol“, sagte Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamt. Bei so vielen Besuchern gebe es dann immer einige Vorfälle, darunter auch einige Wildpinkler, die nun Ordnungsgelder zahlen müssen. 

Insgesamt sei der Rosenmontagsumzug aber friedlich verlaufen. Der Werner Rettungsdienst hatte 20 „karnevalsbedingte Einsätze“, sagte Mertens, dazu zählten Alkohol-Vergiftungen, aber auch Unfälle wie Stürze.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare