Viele Vereine im Boot

Zweiter Tag der Inklusion auf dem Marktplatz in Drensteinfurt

Stellten den zweiten Tag der Inklusion in Drensteinfurt und das Programm vor: (von links) Heike Kettner, Silke Russow, Anja Sachsenhausen, Bürgermeister Carsten Grawunder und Carolin Zulka.
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Stellten den zweiten Tag der Inklusion in Drensteinfurt und das Programm vor: (von links) Heike Kettner, Silke Russow, Anja Sachsenhausen, Bürgermeister Carsten Grawunder und Carolin Zulka.

Zum zweiten Mal findet am Freitag, 5. Mai, von 14 bis 19 Uhr auf dem Marktplatz in Drensteinfurt der Tag der Inklusion statt, zu dem jeder Interessierte eingeladen ist. Geboten wird ein buntes Programm zahlreicher Vereine und Institutionen aus Drensteinfurt und der Umgebung.

Drensteinfurt - Bereits 2014 hat es einen Tag der Inklusion gegeben. In Zukunft soll der Tag zum gleichen Zeitpunkt stattfinden wie das Maibaumaufstellen der Bürgerschützen und das „Summer Feeling“.

Inklusion sei ein wichtiges Thema, das aber nicht zu den Aufgaben höchster Priorität gehöre, betonte Bürgermeister Carsten Grawunder. Gleichwohl bleibe Inklusion eine Daueraufgabe. „Ich hoffe, dass die Stelle der Fachkraft für Inklusion dauerhaft im Stellenplan aufgenommen wird“, betonte Grawunder. Man dürfe nie vergessen, dass jeder jederzeit von einer Behinderung betroffen werden könne. „In Stewwert läuft schon vieles richtig, aber es ist noch Luft nach oben“, so der Bürgermeister.

Verein Sonnenstrahl und die Teamschule im Boot

Seit November hat Silke Russow ein aufmerksames Auge für die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen und schon einiges erreicht, aber noch viel vor. „Ich versuche, in alle Bereiche zu schauen“, verspricht die Inklusions-Fachkraft. Aktuell habe sie einem jungen Menschen mit Behinderung ein dreimonatiges Praktikum am Bauhof vermittelt. Auch der Tag der Inklusion geht auf ihr Konto. Auf dem Weg dorthin hat sie sich Heike Kettner vom Verein Sonnenstrahl und die Teamschule, vertreten durch Schulleiterin Anja Sachsenhausen, mit ins Boot geholt. „Die Kooperation kam zustande, weil jeder etwas für den Tag der Inklusion anbieten wollte“, erklärt Russow.

So werde die Teamschule E-Rikschas und das Rollstuhlfahrrad vorstellen. Beide Fahrzeuge sind eine Leihgabe des Malteserstiftes St. Marien. Alle Bürger können sich auf Anfrage die Fahrzeuge dort ausleihen. Aus dem Kontakt zur Schule hat sich bereits ein Rundgang mit Teamschülern mit Rollator und Rollstühlen durch den Ort ergeben, um Schwachstellen zu erkennen und ein Gefühl für die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen zu bekommen. Über Heike Kettner wurde Russow auf das Projekt „Eine Rampe weniger“ aufmerksam.

Institutionen im Ort präsentieren sich

Die Institutionen im Ort seien sehr begeistert gewesen, sich zu präsentieren, ebenso große Dienstleistungsunternehmen aus der Umgebung, von denen sie sich demnächst weitere Angebote erhoffe. Besonders gefreut habe sich Russow über die große Bereitschaft der Bürger und Einzelhändler. „Man rennt offene Türen ein“, lobt sie.

Schon jetzt sei der Tag wertvoll – allein durch viele Kontakte, die sie habe knüpfen dürfen, sowie durch entstandene Vernetzungen. „Da kann der Tag nur noch gut werden“, glaubt sie.

Es gibt tausend Behinderungen im Alltag, die wir gar nicht erkennen.

Heike Kettner vom Verein Sonnenstrahl

Heike Kettner hat sich das Thema Inklusion schon lange auf die Fahne geschrieben. Die vom Verein Sonnenstrahl angebotenen Aktivitäten und Ferienangebote stehen jederzeit auch Menschen mit Einschränkungen offen. „Es gibt tausend Behinderungen im Alltag, die wir gar nicht erkennen“, weiß sie.

Die Teamschule, so berichtet die Schulleiterin, sei so gut ausgestattet, dass sie auch für Kinder mit Einschränkungen gut zu besuchen sei.

Künftig soll der Tag der Inklusion ein regelmäßig stattfindendes Event werden und am Tag des Maibaumaufstellens und des „Summer Feelings“ stattfinden. „Das versteht man unter Inklusion, wenn alle miteinander feiern“, so Russow. Im kommenden Jahr wird auch eine Tanzgruppe von Menschen mit Behinderung dabei sein. „Barrierefreiheit macht uns als Gesellschaft und Kommune zukunftsfähig“, versicherte Silke Russow abschließend die Wichtigkeit ihrer Arbeit.

Am Tag der Inklusion am 5. Mai von 14 bis 19 Uhr werden folgende Institution und Vereine dabei sein:

Lebenshilfe Warendorf (Infostand rund um soziale Dienstleistungen der Lebenshilfe sowie ein Glücksrad),
St. Vincent Gesellschaft Ahlen (Infostand rund um den Neubau der Einrichtung für Menschen mit Behinderung im Baugebiet Mondscheinweg),
Alexianer Münster (Speisen aus der Waschküche, inklusives Café/Bistro/Imbiss, Infostand über Job-Angebote),
SVD-„Klack ‘09“/Gruppe Mittendrin (Boulebahn auf dem Place de Ingré zum Ausprobieren und Mitmachen, Infostand), Unternehmerinnen Netzwerk Drensteinfurt (Infostand),
Teamschule Drensteinfurt (Schüler fahren E-Rikscha und das Rollstuhlfahrrad und berichten über ihren Selbstversuch), Drensteinfurter Sonnenstrahl (Infos zu Fragen rund um die Förderanträge der Aktion Mensch und Hilfe beim Ausfüllen des Antrages),
Sozialwerk St. Georg Ascheberg/Bauernhof (stellt sein Projekt vor), Haus Walstedde (stellt therapeutische Angebote vor wie das Projekt Wunderwerk),
DJK Olympia (Infostand zu Sportangeboten, Pedalos zum Ausprobieren),
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB/Unterstützung und Beratung von Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohten Menschen sowie von Angehörigen),
HLZ Ahlener SG in Kooperation mit den Freckenhorster Werkstätten (der Handballverein stellt sich vor und baut ein Handballtor auf mit der Möglichkeit sich auszuprobieren).
Auch der Hof Lohmann und die Freckenhorster Werkstätten stellen sich vor, ebenso Traberherz e.V. (Infostand, Förderangebote und Bastelspiele für Kinder). Zudem ist Seifenblasenkünstler „Roger macht Blau“ zu Gast.

Andrés Auszeit verkauft Erbsensuppe und spendet den Erlös „Klack ‘09“. Das Eishaus spendiert jedem Menschen mit Behinderung drei Probierkugeln Eis. Damit auch jeder das Eishaus betreten kann, wird extra eine Rampe angebracht. Dolce Vita Deko und Genuss übernimmt die Versorgung mit Getränken. Einen Pizza- und Imbisswagen soll es ebenso geben wie einen Schokofrüchtestand. Die FST Eventgroup sorgt für musikalische Unterstützung.

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