Von Schülern durchgeführt
Politisches Bewusstsein fördern: Juniorwahl an der Teamschule
Die Teamschule Drensteinfurt hat im Vorfeld der Bundestagswahl eine Juniorwahl durchgeführt. Schüler der Klassen sieben bis zehn konnten am Donnerstag ihre Stimmen abgeben.
Drensteinfurt – Die Schüler der Klassen sieben bis zehn beteiligten sich am Donnerstagvormittag an der Juniorwahl der Teamschule. Auf die realitätsgetreue Wahlsimulation hatten die Lehrkräfte die Jugendlichen in den vergangenen Wochen bestens vorbereitet.
Politisches Bewusstsein fördern: Juniorwahl an der Teamschule
Im Gang und vor den Türen der Klassenzimmer herrschte geordneter, reger Betrieb. Wie schon im vergangenen Jahr bei der Europawahl übernahm diesmal die Klasse 8b unter der Leitung von Teamschullehrerin Sophia Karimou die organisatorische Vorbereitung und Durchführung. „In meiner Klasse ist das Interesse groß. Die Schüler erklärten sich sofort bereit, wieder als Wahlhelfer zu fungieren“, berichtete Karimou.
Was alles dazugehört, erklärten Leonardo Tiggemann-Northoff, Paul Beisemann und Darlene Thünenkötter: „Wir haben die Wahlbenachrichtigungen verteilt und erklärt, wie die Wahl abläuft. Innerhalb der Klasse wurden die Aufgaben verteilt – zum Beispiel, wer an der Wahlurne steht, wer die Wahlbenachrichtigungen entgegennimmt oder wer die Stimmen auszählt.“
Auf die Wahl seien die Schüler intensiv vorbereitet worden, so Karimou weiter. In Gruppen erarbeiteten sie Plakate zu den etablierten Parteien, setzten sich ausführlich mit deren Inhalten und Parteivorsitzenden auseinander und präsentierten die Ergebnisse im großen Forum der Schule.
Juniorwahl in der Teamschule: Intensive Vorbereitung
Im Politik- und Wirtschaftsunterricht schauten die jüngeren Jahrgänge regelmäßig „logo!“, die Kindernachrichten des ZDF, während die älteren Klassen die Tagesschau in 100 Sekunden verfolgten. Zudem nutzten die älteren Schüler den Wahl-O-Mat zur Entscheidungsfindung. Zum Jahrestag der Auschwitz-Befreiung sahen sie gemeinsam eine Dokumentation.
Auch das Thema Fake News spielte eine Rolle. Die Schüler analysierten Meldungen und entlarvten sogar einige der offensichtlich falschen Nachrichten auf dem bei jungen Menschen beliebten Videoportal TikTok. Darüber hinaus erfuhren sie, dass die AfD vom Bundesamt für Verfassungsschutz als Verdachtsfall einer rechtsextremistischen Partei eingestuft wurde.
Das allgemeine Interesse an der Wahl sei groß gewesen, berichtete die Teamschullehrerin. Besonders in der 8b kamen dabei die Ängste einiger Schüler mit Migrationshintergrund zum Vorschein. Rund 50 Prozent der Klasse haben eine familiäre Migrationsgeschichte – viele fragten sich besorgt, wann sie aus Deutschland abgeschoben würden.
Viele Themen bewegten die Schüler
Leonardo, Paul und Darlene fühlten sich durch das Projekt gut informiert und hielten die Juniorwahl für wichtig. „Nicht jeder setzt sich von allein mit Politik auseinander“, betonten sie. Besonders die Themen Migration, Demokratieerhalt und Landwirtschaft bewegten die Schüler.
In meiner Klasse ist das Interesse groß.
Leonardo war es wichtig zu betonen, dass Lehrkräfte und Wahlhelfer ihre persönlichen politischen Ansichten nicht einbringen durften. „Wir leben ja in einer Demokratie, da darf jede aufgestellte Partei frei gewählt werden“, erklärte er.
Nach der Stimmzählung und Auswertung am Donnerstagnachmittag behielten die Achtklässler das Ergebnis zunächst für sich. Erst am Montag sollen die Wahlergebnisse in den Klassen verkündet werden – begleitet von einem Diagramm, das die Stimmenverteilung anschaulich darstellt.
Der Heimatverein Walstedde reflektierte in seiner Versammlung über ein erfolgreiches Jahr und blickt in die Zukunft. Ein Ziel: Jüngeres Publikum für eine Mitgliedschaft zu begeistern.
