Staupe-Infektion möglich
Kranker Waschbär im Bönener Mergelbergwald entdeckt - Gefahr für Hunde
Eine Spaziergängerin hat im Mergelbergwald in Bönen einen kranken Waschbären entdeckt. Seine Symptome lassen darauf schließen, dass er eine gefährliche Krankheit hat.
Bönen – Fast reglos saß der Waschbär am Montagmorgen im Laub direkt am Wegesrand. Er bewegte lediglich den Kopf, machte aber keinerlei Anstalten zu fliehen, als eine Frau aus Bönen mit ihrem Hund im Mergelbergwald auf das Tier zukam. Das ist ungewöhnlich für ein Wildtier.
| Stadt | Bönen |
| Kreis | Unna |
| Fläche | 38,04 Quadratkilometer |
| Einwohner | 18.171 (31. Dez. 2019) |
| Bürgermeister | Stephan Rotering |
Auf die Spaziergängerin wirkte der Kleinbär apathisch und krank. Da bereits vor rund einer Woche ein Waschbär sowie ein Fuchs auf Gemeindegebiet entdeckt wurden, die beide an der hochansteckenden Staupe litten, geht sie davon aus, dass auch der Waschbär von der Virusinfektion betroffen ist.
Staupe-Infektion im Kreis Unna möglich: Kranker Waschbär im Wald entdeckt
Und sehr wahrscheinlich ist der putzig aussehende, nichtsdestotrotz gefährliche Räuber aktuell nicht das einzige Wildtier in dem kleinen Waldstück, welches von der tödlichen Krankheit betroffen ist. Die breitet sich nämlich sehr schnell aus. Die Hundebesitzerin benachrichtigte deshalb das Bönener Ordnungsamt. Der Mitarbeiter dort versprach, sich eine zuständige Stelle zu wenden.
Tatsächlich zuständig sind dafür die örtlichen Jäger, zum Beispiel über den Hegering Bönen. Keinesfalls sollten Spaziergänger das Tier anfassen oder aufnehmen. Hat es sich bereits angesteckt, ist es nicht mehr zu retten und kann nur noch erlöst – also getötet – werden. Das ist zum einen Tierschutz, der verhindert, dass die Tiere sich weiter quälen und lange leiden müssen. Des weiteren werden andere Tiere vor einer Infektion geschützt. Staupe ist dabei nicht nur für wilden Bewohner des Waldes gefährlich. Auch Katzen und Hunde können sich anstecken. Dafür reicht es schon, wenn sie an Kot, Urin, Speichel oder anderem Sekret infizierter Tiere schnüffeln.
Erreichbar ist Rolf Brüggemann, Vorsitzender des Hegerings Bönen, unter der Telefonnummer 71 83. Notfalls nimmt aber auch die Polizei unter der bekannten Notrufnummer 110 die Meldung entgegen und informiert dann die Jäger.