Geld sparen trotz hoher Lebensmittelpreise

Expertin rät: Niemals hungrig einkaufen gehen

Einkaufswagen mit Lebensmitteln
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Mit guter Vorplanung beim Einkauf lässt sich bares Geld sparen. Wer einfach spontan etwas in den Einkaufswagen wirft, hat keinen Überblick über die Kosten.

Die Lebensmittelpreise steigen. Vor allem Fleischwaren werden teurer, aber auch Getreide und Molkereiprodukte bewegen sich auf deutlich höherem Niveau. Das ist beunruhigend. Die Verbraucherzentrale und die Bönener Ernährungsberaterin Karin Heymann haben eine Reihe von Tipps zusammengestellt, mit denen gesund zu essen auch mit weniger Geld funktioniert.

Bönen/Kreis Unna – Um 39,4 Prozent sind laut Verbraucherberatung die Preise für Tomaten und Gurken im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. „Wer sparsam einkaufen will, sollte die Kilopreise vergleichen“, heißt es in der Erklärung, die die Beratungsstelle bereits im Februar herausgegeben hat.

Jetzt, im Hochsommer, sind Zucchini, Salate, Kartoffeln und Möhren sehr günstig zu bekommen. Der hohe Butterpreis sei hingegen eine gute Gelegenheit, sich umzuorientieren. „Für eine gesunde Ernährung ist Butter nicht vorrangig“, heißt es von der Verbraucherzentrale. Als Butterersatz eignen sich Frischkäse, Senf oder Nussöle.

Fleisch durch Hülsenfrüchte ersetzen

Statt Fleisch empfiehlt die Verbraucherberatung Hülsenfrüchte, wie Linsen, Bohnen, Erbsen und Lupinen. Planvolles Einkaufen, der Verzicht auf Fast-Food und Lieferdienste sei ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Geld im Portemonnaie. „Wer sich eine Brotzeit schmiert und den Kaffee im eigenen Becher mitnimmt, kann damit Geld und Abfall sparen“.

Karin Heymann ist von Beruf Diplom-Ökotrophologin und unter anderem als Ernährungsberaterin tätig. Beim Einkaufen ist sie deshalb besonders kritisch. „Planen Sie Ihren Einkauf“, ist ihre wichtigste Empfehlung. Hungrig einzukaufen und nicht genau zu wissen, was man eigentlich will, helfe nicht beim Sparen. „Ich kaufe möglichst auf Hofmärkten“, hat sie für sich entschieden. Ihr ist wichtig, dass ihre Lebensmittel aus der Region kommen.

Auf Saisonware achten

Bei Obst und Gemüse achtet sie auf Saisonware. „Das schont auch das Klima“, macht die Expertin deutlich. Sparen ließe sich so außerdem, denn was gerade in der Region wächst, ist auch deutlich günstiger. Abraten möchte sie von Fertiggerichten. „Die sind immer teurer, als selbst zu kochen“.

Wer beim Selberkochen zu wenig Übung hat, dem rät sie zu einem Kochkurs. „Oder einfach mit Freunden zusammen kochen“, ist ihre Empfehlung, die auch noch Spaß verspricht. Für den Anfang schlägt sie einen Gemüseeintopf mit Saisongemüse vor. Der lasse sich auch leicht für mehrere Tage vorbereiten. Dazu genüge es, kleingeschnittenes Gemüse mit Zwiebeln in der Pfanne kurz anzubraten, damit sich der Geschmack später richtig entfaltet. Erst dann wird Wasser aufgegossen und gewürzt.

Mehr kochen und die Reste verwerten

Beim Fleisch wünscht sie sich Mäßigung. Mehr als zwei Portionen pro Woche bei insgesamt höchstens 200 Gramm seien sowieso nicht gesund. Teuer sei es obendrein.

„Kochen Sie ruhig mehr“, rät Karin Heymann. „Kartoffeln werden durch das Aufwärmen gesünder für den Darm“. Übriggebliebenes Gemüse verarbeitet sie selbst zum Beispiel durch Pürieren zu einer Soße. Ein Konzept für alle ist das aus ihrer Sicht nicht.

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