Vier Verletzte und Autos beschädigt

Explosion in Wohnhaus mit „richtig lautem Knall“: Ursache könnte enorme Konsequenzen für Bewohner haben

In Bönen lief ein Großeinsatz. Es gibt Neuigkeiten zur Ursache des Knalls, sogar Autos wurden beschädigt. Vier Personen wurden verletzt.

Update 25. Juli, 14 Uhr: Mittlerweile wurde die Ursache für die Explosion ermittelt. Mitarbeiter der Gemeinschaftsstadtwerke sind angefordert worden, um die mögliche Ursache der Explosion zu finden – zunächst war die Rede von einem möglichen Gasleck. Dann machten Polizei und Fachleute einen unglaublichen Fund – die eigentliche Ursache der Explosion: „Eine Spraydose mit Raumduft auf dem heißen Elektroherd“, schildert der Feuerwehrsprecher. „Die Polizei wird nun prüfen, ob es sich um grobe Fahrlässigkeit handelt.“

Die Scherben der Fensterscheibe flogen bis auf die andere Straßenseite.

Wenn das der Fall ist, könnte auf die Bewohnerin noch einiges zukommen, denn die Spraydose auf dem heißen Herd löste nicht nur einen Großeinsatz aus, an dem Gebäude entstand ein Sachschaden und auch auf der Straße geparkte Autos wurden beschädigt. Glück im Unglück: Die Kinder und ihre Mutter wurden nicht schwer verletzt und die anderen Hausbewohner blieben unverletzt. Zum Zeitpunkt der Explosion hielt sich niemand in unmittelbarer Nähe auf der Straße oder auf dem Gehweg auf. Um 12 Uhr war die gesperrte Bahnhofstraße wieder freigegeben worden. Der Einsatz wurde mittlerweile beendet, wie die Polizei mitteilt.

„Es gab einen richtig lauten Knall“: Mögliche Detonation in Wohnhaus – Großeinsatz läuft

[Erstmeldung] Bönen - In Bönen läuft am Freitagvormittag, 25. Juli, ein Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Die Rettungskräfte sind an der Bahnhofstraße, neben dem Kleiderladen „Cariert“ im Einsatz. In der zweiten Etage eines Wohnhauses muss es wohl zu einer Detonation gekommen sein. Eine Nachbarin hat gegen 10 Uhr die Rettungskräfte alarmiert.

Ein Fenster wurde, möglicherweise von einer Druckwelle, nach außen geschleudert. Auf der Bahnhofstraße liegen viele Scherben, die auch einige Autos beschädigt haben. Unter dem Fenster befindet sich zudem eine Bushaltestelle, auch dort liegen viele Scherben. Vier Personen, darunter drei Kinder, sind verletzt worden und in ein Krankenhaus gebracht worden. Insgesamt sind 20 Personen in dem Haus betroffen, die evakuiert werden mussten.

Eine Passantin hörte in der Bahnhofstraße in Bönen einen lauten Knall.

Isabell Niewöhner, die bei der LVM-Versicherung arbeitet, die sich gegenüber von dem betroffenen Haus befindet, erklärt im Gespräch mit wa.de: „Es gab einen richtig lauten Knall, als wären wir angegriffen worden. Wir sind dann raus und haben überall die Scherben und die zerstörten Fenster gesehen“. Derzeit gehe man davon aus, dass es in dem Wohnhaus zu einer Verpuffung kam, möglicherweise ausgelöst von einem Gasleck. Auch die GSW sei alarmiert worden.

Feuerwehr hat den Bereich weiträumig abgesperrt

Einige Passanten haben bereits einige Scherben aufgefegt und unterstützten dabei, den Verkehr umzuleiten. Auf der Straße unterwegs soll wohl niemand gewesen sein, als das Fenster kaputtging.

Die Feuerwehr ist im Einsatz und hat den Bereich weiträumig abgesperrt.

Die Feuerwehr hat den betroffenen Bereich in der Bahnhofstraße in Bönen großflächig abgesperrt. Beide Löschzüge sind aktuell im Einsatz, außerdem sind vier Rettungswagen, die Polizei sowie Notärzte vor Ort.

Die lauten Knallgeräusche einer Sprengung haben derweil Hotelgäste in einem Ferienort aus dem Schlaf gerissen. Anschließend heulte ein Motor auf – und plötzlich fuhr ein Auto davon.

Rubriklistenbild: © Daniel Schinzig

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