675 Hausanschlüsse betroffen

Nach erneutem Stromausfall: Ursache für großflächige Störung bekannt

Mittlerweile stehen die Ursachen fest, die zum erneuten großflächigen Stromausfall in Bönen geführt haben. Wie es jetzt weitergeht.

Bönen – Nach dem erneuten Stromausfall in einigen Bereich der Gemeinde am Sonntag, 14. September, haben die Mitarbeiter der Gemeinschaftswerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen inzwischen herausgefunden, welche Ursache es dafür gab. Jetzt sollen Versorgungsleitungen überprüft und ausgetauscht werden.

Die GSW mussten eine Lösung für 675 Haushalte finden, die am Sonntag erneut ohne Strom waren.

Gegen 5.45 Uhr wurde die Störung im Mittelspannungsnetz verzeichnet. Die Fachleute der GSW hätten daraufhin mit Hochdruck daran gearbeitet, die Stromversorgung schnell wiederherzustellen, heißt es jetzt vom Versorger. Tatsächlich konnten die letzten Haushalte rund fünf Stunden später wieder mit Strom versorgt werden. Einige wurden dabei auf das Niederspannungsnetz umgeschaltet, andere vorerst an zwei Notstromaggregate angeschlossen.

Trasse schwer beschädigt: 675 Hausanschlüsse waren erneut ohne Strom

Betroffen war dieses Mal auch wieder das Saunabad. Die eigene Einrichtung der GSW blieb daher am Sonntag komplett geschlossen. Die Wahllokale in den betroffenen Bereichen konnten indes wie geplant um 8 Uhr öffnen und in Betrieb gehen.

Die Störung wurde wieder auf demselben Mittelspannungsnetz festgestellt, das schon in der Vorwoche für den ganztägigen Stromausfall gesorgt hatte. Laut GSW wurde ein Teil der Versorgungsleitungen bei dem ersten Ausfall schwer beschädigt, ein Kurzschluss hatte einen Kabelbrand an einer Versorgungstrasse ausgelöst. Diese beschädigte Trasse habe nun am Sonntag erneut zu Problemen und schließlich zum Stromausfall geführt.

Bereits seit dem Wochenende 6./7. September würden die GSW-Techniker sowie externe Dienstleister – Tiefbauer und Kabelmonteure – an der Instandsetzung der beschädigten Leitung arbeiten. Ein Teil konnte demnach auf einer Länge von rund 800 Metern inzwischen repariert werden.

Ständig in Kontakt

„Die Instandsetzung kann nur in Abschnitten erfolgen, damit die Energieversorgung nicht unterbrochen wird. Erst wenn sie vollständig abgeschlossen ist, können die Versorgungsleitungen an den anderen Stellen des Mittelspannungsnetzes intensiv überprüft und gegebenenfalls erneuert werden“, teilt Andrea Hihat, Pressesprecherin des Unternehmens, jetzt mit. Die Energieversorgung soll durch ein zusätzliches Sicherungssystem gewährleistet sein, auch wenn am Netz gearbeitet wird.

„Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Dienstleistern mit Hochdruck daran, das beschädigte Kabel auf der Versorgungstrasse zu erneuern, damit wir das Netz intensiv überprüfen und nachhaltig die Fehlerquelle ausmerzen können“, erklärt GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl.

Von dem Stromausfall am Sonntag waren rund 675 oder 15 Prozent der Bönener Hausanschlüsse betroffen. Die Feuerwehr und das DRK hatten bekanntlich wieder Anlaufstellen für Bürger eingerichtet. Die GSW-Verantwortlichen standen nach eigenen Angaben im ständigen Kontakt mit der Rettungsleitstelle des Kreises sowie mit Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung Bönen.

Rubriklistenbild: © Friedrich Kulke

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare