Zu Gast bei Jauch
Bergkamener bei „Wer wird Millionär“ - mit Witz und Wissen zur neuen Küche
Daniel Stachel aus Bergkamen war Kandidat bei „Wer wird Millionär“ auf RTL. Er sorgte für witzige Momente, überzeugte mit Wissen und zockte mit Bedacht.
Bergkamen – Bei den Stachels in der Carl-Zuckmayer-Straße wird's eine neue Küche geben. Die erste mit Spülmaschine. Das weiß nun ganz Fernseh-Deutschland, sofern die Schaulust am Montagabend zu RTL führte. Zur besten Sendezeit lief zu Wochenbeginn „Szenen einer Ehe“, wie Günther Jauch seinen Gästen aus Bergkamen sichtlich vergnügt bescheinigte. Zumindest in den gut 40 Minuten von „Wer wird Millionär“, in denen Daniel Stachel als Kandidat und seine Frau Angelika im Publikum mit amüsanten Einblicken in ihr Leben bestens unterhielten.
Bergkamener bei „Wer wird Millionär“: Daniel Stachel überzeugt mit Witz und Wissen
„Wer räumt bei Ihnen die Spülmaschine ein?“, ließ der Moderator in Anspielung auf das Ehethema der Kandidatin zuvor den Small-Talk zur Vorstellung der Stachels weiter menscheln – und traf prompt einen wunden Punkt: Spülmaschine? Gibt's keine im Reihenhäuschen der beiden, obwohl Angelika Stachel schon lange gern eine hätte.
Da schlug sich Jauch auf ihre Seite und hatte sein Thema für die Überleitungen von einer Frage zur nächsten - neben dem Faible des Kandidaten für die Exoten in seinen Terrarien und Aquarien. Als „Friedensrichter“ rang er dem 53-Jährigen ab, bei einer Gewinnsumme von 16.000 Euro mindestens der Gattin die Freude zu machen.
Da war Angelika Stachel nicht bang: „Ich weiß ja, dass mein Mann ein schlaues Köpfchen ist. Darum war ich mir sicher: Wenn er es bis auf den Stuhl schafft, bringt er auch die 16.000 nach Hause“, sagt die 61-Jährige am Tag nach der Sendung. So sollte es kommen: Stachel war der schnellste bei der Auswahlfrage, hüpfte mit seinen 1,50 Metern – noch so ein Thema, das er mit Schalk zu bearbeiten weiß an der Seite der größeren Frau – und fuhr die Summe mit Bedacht auf Sicherheit ein.
„Typisch Beamter eben“: Daniel Stachel sorgt für witzige Momente bei „Wer wird Millionär“
„Typisch Beamter eben“, gab der Mann von der Knappschaft Bahn-See dem Moderator zurück, als er auf einen Joker verzichtete. „Ich wollte halt nicht von 32.000 auf 500 Euro runterrasseln“, erklärt er seine Taktik. „Aber als leidenschaftlicher Brettspieler wollte ich auch ein bisschen zocken.“ Nur jenseits der Zielmarke für die neue Küche eben – und nicht aufs Ganze.
WA-Redakteur als Telefonjoker
Bei der 32.000-Euro-Frage zog Daniel Stachel einen Telefonjoker – seinen guten Freund seit den gemeinsamen Tagen am Gymnasium Bergkamen (Abi ‘89) und Trauzeugen Frank Heidenreich. Der Joker arbeitet als Redakteur in unserer WA-Nachrichtenredaktion in Hamm.
Er erzählt: „Es macht schon einen Unterschied, als Telefonjoker benannt und am Ende auch wirklich angerufen zu werden. Jedenfalls für mich. Als am Tag der Aufzeichnung das Handy klingelt, ist die ursprüngliche Gelassenheit mit einem Schlag futsch. Der gute Freund tatsächlich auf dem WWM-Stuhl? Bei welcher Gewinnstufe? Kann ich wirklich helfen? Und: Wie ist so ein Gespräch mit Günther Jauch am Telefon? Nett. Und ziemlich kurz. Aber das tut hier nichts zur Sache.
Viel wichtiger: Trotz der Aufregung konnte ich immerhin ein bisschen helfen. Und verdanke meinem Freund eine sehr schöne Erfahrung.“
So kam der Bergkamener auf der Schwelle zu 64.000 Euro an seine Grenze – und hadert kein bisschen damit, da falsch gelegen zu haben. Zumal unter den vielen Reaktionen von Freunden und Familie nicht eine war, die Richtung „hätt'ste wissen müssen“ ging. Die Überraschung über den TV-Auftritt überwog. Denn außer den Telefonjokern sollten die Stachels niemandem sagen, dass sie zur Aufzeichnung in Köln eingeladen waren.
Bergkamener bei „Wer wird Millionär“: Geheimnis hüten größte Prüfung
Das war die wohl größte Prüfung, so Daniel Stachel. Gerade, wenn man sein Herz auf der Zunge trägt wie die Beiden, die sich 2005 gefunden und '12 geheiratet haben. „Jetzt wollen alle die Küche sehen“, berichtet die Gattin. Das wird am Samstag Thema sein. „Dann gucken wir die Sendung in großer Runde.“
Dass sich sie Sache mit der Küche so festgesetzt hat hat, wurmt Daniel Stachel in einer Hinsicht dann doch. „Ich ärgere mich, dass ich in der Sendung vergessen habe, das zu sagen, dass wir etwas spenden wollen. Man muss ja auch an die denken, denen es nicht so gut geht.“ Über einen Neffen sind Stachels dem Verein „Wohnen mit Handicap“ verbunden. Der zieht ein Wohnprojekt für junge Erwachsene mit Behinderung hoch. Dabei zu helfen, zählt für das Paar mehr als die Frage, wer demnächst die Spülmaschine einräumt.
Immer wieder sacken Leute aus NRW große Gewinne ein. Und das, ohne bei Günther Jauch Platz zu nehmen. Zuletzt hatte ein Lotto-Spieler 7 Richtige beim Spiel 77. Und das am 7. Oktober.
