Einsatzkräfte noch vor Ort
Orkan deckt Kaufland-Dach ab: Markt öffnet normal - so ist die Lage am Samstag
Orkan Zeynep wütete durch NRW. In Bergkamen sperrte die Polizei das Kaufland-Gelände in Rünthe ab. Teile der Dachkonstruktion flogen durch die Luft. Die Lage am Samstag.
[Update, 20. Februar, 13.10 Uhr] Bergkamen - Polizei und Feuerwehr waren am Freitagabend im Sturm-Dauereinsatz. Sorgen machte die Dachkonstruktion einer Kaufland-Filiale in Bergkamen-Rünthe. Große Blech-Teile lösten sich und flogen meterweit durch die Luft. Das Gelände und der naheliegende Ostenhellweg waren vorübergehend gesperrt. Auch über die Sperrung der A1 in unmittelbarer Nähe wurde zunächst nachgedacht.
Die Filiale öffnete am Samstagmorgen wieder normal - pünktlich um 7 Uhr. Das war offenbar dem schnellen Einsatz von Dachdeckern zu verdanken. Patrick Gundlach, Sprecher der Feuerwehr Bergkamen erklärte dazu am Samstagmorgen: „Der Wind hatte dann nachgelassen und der Eigentümer hat sich um eigene Maßnahmen zur Sicherung wie die Organisation von Dachdeckern gekümmert.“
Orkan deckt Supermarkt-Dach ab: Polizei sperrt Gelände und Straße weiträumig
Blech-Teile von der Dachkonstruktion waren durch die Luft geflogen und erst in einigen Metern Entfernung gelandet, erklärte der Sprecher der Feuerwehr Bergkamen, Patrick Gundlach. Insgesamt waren das knapp 20 große Bleche in einer jeweiligen Größe von 200 mal 60 Zentimetern, wie später zu erfahren war.
Gegen 18.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, der Einsatz dauerte bis 22 Uhr. Weitere Dach-Teile drohten sich zu lösen - und auch die Solarmodule drohten „wegzuwehen“.
Orkan deckt Supermarkt-Dach ab: Supermarkt öffnet
Da die Teile des Daches zunächst nicht gesichert werden konnten, wurde das Supermarkt-Gelände weiträumig abgesperrt. Auch der naheliegende Ostenhellweg war gesperrt. Die Kaufland-Filiale in der Straße „An der Bummannsburg“ befindet sich zudem in der Nähe der A1. Auch über eine Sperrung der Autobahn wurde nachgedacht. „Die Autobahn muss nicht gesperrt werden“, sagte die Polizei dann aber am Freitagabend. Die Entfernung zwischen Supermarkt und A1 sei schlussendlich doch ausreichend groß, entschieden die Experten.
Am Samstagmorgen zählte die Feuerwehr in der Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus in Rünthe bis 9 Uhr übrigens schon wieder sechs weitere Einsätze. Die waren im Gegensatz zum Geschehen am Vorabend aber von überschaubaren Ausmaßen. Unter anderem ging es darum, umgekippte Bäume von Gehwegen zu beseitigen. Gundlach rechnet für den Lauf des Tages noch mit weiteren Einsätzen: „Der ein oder andere umgekippte Baum auf Rad- oder Gehwegen wird sicher noch entdeckt.“ Am Freitagnachmittag und Abend sowie in der Nacht rückte die Feuerwehr laut Gundlach zu insgesamt 30 sturmbedingten Einsätzen aus.
Die Feuerwehr Bergkamen rückte wegen des Sturms Zeynep zwischen Freitagabend und Samstagabend zu insgesamt 52 Einsätzen aus. Das Feuerwehrgerätehaus in Bergkamen-Rünthe war über Nacht besetzt, um die Leitstelle in Unna zu entlasten. Ob es wegen des angekündigten Tiefs Antonia in der Nacht zu Montag erneut eine „Dauernachtwache“ gibt, ist noch nicht geklärt.
Die wichtigsten Informationen zum Sturm in NRW fassen wir in einem Ticker zusammen. Auch Hamm hat Sturmtief Zeynep mit Wucht getroffen. Feuerwehr und Polizei sind auch dort seit dem frühen Abend im Dauereinsatz.
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