Anhäufeln, Rückschnitt oder Düngung?

Rosenpflege im Herbst: Gärtner verrät, was vor dem Winter wirklich wichtig ist

Hände einer Frau arbeiten an einem Rosenstrauch. Der beste Winterschutz für Rosen ist das sogenannte „Anhäufeln“ mit Erde
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Der beste Winterschutz für Rosen ist das sogenannte „Anhäufeln“. Dabei wird die Veredelungsstelle mit Erde oder anderen Materialien wie Kompost bedeckt.

Wie bereite ich meine Rosen auf den Winter vor? Gärtner Michael Menzel erklärt, welche Maßnahmen jetzt sinnvoll sind – und was Sie besser lassen sollten.

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, steht für Hobbygärtner die Herbstpflege der Rosen an. Doch welche Arbeiten sind jetzt wichtig, damit die hübschen Gehölze den Winter gesund überstehen? 24garten.de hat bei Michael Menzel von der Gärtnerei Wagner in München nachgefragt, worauf es bei der Rosenpflege jetzt ankommt

Welche Pflegearbeiten stehen bei Rosen im Herbst an?

Im Herbst steht vor allem das Entfernen von verblühten und abgestorbenen Pflanzenteilen im Fokus. Ein starker Rückschnitt ist jedoch nicht ratsam, wie Gärtner Michael Menzel betont: „Rosen werden im Frühjahr und Sommer geschnitten“. Im Herbst sollte generell kein Rückschnitt erfolgen, um im Winter keinen Schaden zu nehmen – lediglich das Verblühte sowie kaputte Triebe werden laut Menzel entfernt.

Zusätzlich empfiehlt der Gartenexperte, das abgeworfene Laub unter den Rosen sorgfältig einzusammeln, um erneute Infektionen mit Pilzkrankheiten wie Sternrußtau und Rosenrost zu vermeiden. Die Blätter sollten jedoch nicht auf dem Kompost, sondern in der Biotonne entsorgt werden, um eine weitere Ausbreitung der Pilzsporen zu verhindern.

Auf Rosen-Düngung im Herbst verzichten

Die Frage, ob Rosen im Herbst noch gedüngt werden sollten, ist schnell beantwortet. „Bei der Düngung verhält es sich wie beim Schneiden: nur im Frühjahr und Sommer“, so Menzel. Die letzte Düngung sollte dabei bis Ende Juni erfolgen und nicht viel länger als drei Monate wirken. Spätere Düngergaben fördern das Wachstum junger, frostempfindlicher Triebe, die dann im Winter leicht erfrieren.

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Anhäufeln: So schützen Sie Rosen im Winter vor Frost

Der wichtigste Winterschutz für Rosen ist ohnehin das Anhäufeln. Dabei wird der untere Bereich der Pflanze mit Erde, Kompost oder Mulch bedeckt. Diese Maßnahme schützt die Veredelungsstelle, also den Übergang zwischen Wurzel und Trieb. „Wichtig ist bei der Rose, dass die Veredelungsstelle unter der Erde gepflanzt ist, 3 bis 5 cm reichen aus. Sollte die Veredelungsstelle nicht bedeckt sein, dann Erde anhäufeln“, empfiehlt Menzel.

Eine spezielle Abdeckung gegen die Kälte sei aber in der Regel nicht nötig. „Nur Hochstammrosen sollten geschützt werden“, so der Garten-Profi. Am besten eigen sich dafür luftdurchlässige Materialien wie Tannengrün, Stroh und einem Vlies, das um die Krone gespannt wird. Diese Materialien schützen vor Frost, lassen aber genug Luft an die Pflanze, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Herbst im Garten: 10 Arbeiten, die noch vor dem Winter anstehen – Rasen, Gartenschlauch, Laub

Blätter in einer Regenrinne.
Mehrere Gartenschläuche auf einer Wiese.
Eine Seerose in einem Teich.
Ein Eisfreihalter in einem zugefrorenen Teich.
Herbst im Garten: 10 Arbeiten, die noch vor dem Winter anstehen – Rasen, Gartenschlauch, Laub

Im Herbst sind also vor allem Aufräumarbeiten und der richtige Frostschutz wichtig, um die kalte Jahreszeit gut zu überstehen. Mit diesen Maßnahmen starten Ihre Rosen gestärkt ins nächste Gartenjahr.

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