Achtung, Pflegefehler

Wer den Rasen im Herbst zu kurz mäht, muss im Frühjahr mit unschönen Folgen rechnen

Ein Experte erklärt eine Faustregel für die richtige Graslänge. Denn beim Mähen passieren leicht Fehler, die dem Rasen im Winter das Überleben schwer machen.

Es ist durchaus sinnvoll, die Wiese im Garten vor dem Winter noch einmal kürzer zu schneiden. Doch dabei sollte man es nicht übertreiben. Denn wenn die Tage kürzer werden und die Lichtmenge verringert wird, bremst auch der Rasen auf natürliche Weise sein Wachstum. Mäht man ihn in diesem Zeitraum zu stark, ist das fatal, erklärt Garten-Experte Elmar Mai in der ZDF-Sendung Volle Kanne. Dann fehlt ihm das nötige Blattgrün, um Fotosynthese zu betreiben und man nimmt den Gräsern die Lebensgrundlage.

Eine einfache Faustregel hilft bei der richtigen Graslänge

Bevor man mit dem Mähen loslegt, sollte man das Laub vom Rasen entfernen.

Für die richtige Länge gibt es laut Elmar Mai eine „Faustregel“: Drückt man mit der Hand in das Gras, sollte man nach fünf Minuten den Handabdruck nicht mehr sehen – die Blätter haben sich wieder ausreichend aufgerichtet und können im Winter gut die Schneelast aushalten. Dies entspricht etwa der höchsten Stufe beim Rasenmäher.

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Außerdem sei es wichtig, auch beim regelmäßigen Nachschnitt in den nächsten Wochen alle Grasspitzen zu erwischen. In diesen sitzen Pflanzenhormone, die die Bildung von Seitentrieben in Bodennähe hemmen – das Gras wächst nur noch in die Höhe, wird nicht dicht und der Rasen bildet unschöne Lücken.

Weitere Pflegemaßnahmen, die im Herbst wichtig sind

Auch folgende Punkte sind bei der Herbstpflege des Rasens wichtig:

  • Das Herbstlaub muss vom Rasen weitgehend entfernt werden, denn sonst wird das Gras unter den Blättern erstickt und es können sich Pilze bilden, rät rasendoktor.de.
  • Bis spätestens Ende Oktober sollte der Rasen mit einem kaliumbetonten Dünger noch einmal mit Nährstoffen versorgt werden.
  • Wer es im Frühling nicht geschafft hat, kann die Wiese von Mitte September bis Mitte Oktober noch einmal vertikutieren und verdichtete Rasenflächen mit Luft versorgen, damit das Wasser gut abfließen kann. Dafür stanzt man beispielsweise mit einem entsprechenden Handgerät kleine Löcher in den Boden.

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Wenn dann der Winter und der Schnee in den Garten einkehrt, sollten Sie den Rasen nicht unnötig belasten: Lagern Sie keine schweren Gegenstände auf der Wiese und vermeiden Sie, zusätzlichen Schnee darauf zu schippen – die Last raubt dem Rasen zusätzlich Licht und Sauerstoff.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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