Hygiene

Drei Tipps, wie Sie eklige Maden in der Biotonne wieder loswerden

Die Kombination aus sommerlicher Hitze und Feuchtigkeit sorgt leider schnell dafür, dass sich im Biomüll Ungeziefer breitmacht.

Fliegen fühlen sich von manchen Speiseresten magisch angezogen. Gerade im Sommer können sie zur Plage werden. Manche Essensreste landen nichtsdestotrotz im Biomüll – aus dem später, was Hausbesitzer gar nicht gerne sehen, aus den Fliegeneiern geschlüpfte weiße Fliegenmaden krabbeln.

Maden loswerden – Was gehört wirklich in die Biotonne?

Mit ein paar einfachen Hilfen kann man das Problem vermeiden. Zuerst einmal sollte man überdenken, was alles im eigenen Biomüll landen soll. Fleisch, Fisch oder Gekochtes in der Biotonne zu entsorgen, ist in manchen Gemeinden untersagt, wie BR24 berichtet. Auch sonst könnte es sich im Hochsommer lohnen, auf bestimmte Abfälle wie rohes Fleisch oder Fischreste im Biomüll zu verzichten. Was alles in die Biotonne gehört, erklärt das Bundesumweltministerium auf seiner Homepage. Dazu zählen:

  • Gartenabfälle 
  • Heu, Stroh (kleine Mengen)
  • Topfpflanzen (ohne Topf), auch mit Blumenerde
  • Schnittblumen
  • Bioabfall-Sammeltüten/-beutel aus Papier und aus gekennzeichneten zertifizierten biologisch abbaubaren Kunststoffen
  • Brot- und Backwarenreste
  • Eierschalen und Nussschalen
  • ggf. Fisch- oder Fleischreste sowie auch Wurstreste (haushaltsübliche Mengen; gegebenenfalls in Küchenpapier/Küchenkrepp oder Zeitungspapier eingewickelt)
  • Gemüsereste und -abfälle
  • Käsereste, einschließlich Naturrinde
  • Kaffee-Filtertüten und Kaffeesatz
  • Teebeutel, Teereste
  • Obstreste und Obstschalen

Die gesamte Auflistung, vom Bundesumweltministerium, was in der Biotonne erlaubt ist, gibt es hier. Die Liste sei allerdings nicht verbindlich, wie es an der Stelle heißt. „Die Abfallwirtschaftsstelle Ihrer Kommune (Stadt, Gemeinde, Kreis) berät Sie darüber, welche Abfälle in die Biotonne dürfen und welche Abfälle in andere Sammelsysteme und in den Restmüll gehören.“

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Die Biotonnen sollte man regelmäßig leeren lassen. Im Sommer empfiehlt es sich, die Tonnen danach mit Wasser zu säubern und trocknen zu lassen.

Tipps, wie Sie Maden in der Biotonne vermeiden

Schon die Vorauswahl, was man in den Biomüll gibt und was nicht, kann beeinflussen, ob sich Fliegen dort mehr oder weniger wohlfühlen. Doch damit ist es noch nicht getan. Damit die Biotonne im Sommer möglichst trocken und sauber bleibt, sollte man noch ein paar Tipps beherzigen.

1. Biotonne nach Leerung mit Wasser reinigen

Wichtig ist, dass man die gesammelten Küchenabfälle im Sammelgefäß täglich leert. Die Biotonne, wo die Abfälle landen, sollte an einem möglichst schattigen Platz stehen, und der Deckel immer geschlossen sein. Denn die Kombination aus sommerlicher Hitze und Feuchtigkeit zieht Fliegen im Sommer magisch an. Nach der wöchentlichen Leerung spült man die Tonne am besten mit Wasser aus und stellt sie zum Trocknen auf den Kopf.

2. Zeitungspapier oder Holzspäne zwischen die Bioabfälle mischen

Damit die Tonne künftig trocken bleibt, sollte man auf den Boden eine Schicht mit dickem Zeitungspapier legen. Noch ein Tipp, so heißt es weiter in dem Bericht des BR: Obst- und Gemüsereste sollte man zuerst „dick in Zeitungspapier wickeln“, bevor man sie in die Tonne wirft, und zudem „lagenweise“ Zeitungspapier, Küchenpapier, gebrauchte Papiertaschentücher oder Holzspäne zwischen die Bioabfälle mischen. Denn das sauge die im Biomüll enthaltene Feuchtigkeit auf.

3. Spezielles Biotonnenpulver verwenden

Nicht jedermanns Sache ist zudem folgende Methode:„Will man die ekligen Maden schnell wieder loswerden, streut man spezielles Biotonnenpulver, Gesteinsmehl oder gelöschten Kalk aus dem Baumarkt oder Gartencenter über die Brut“, wie es in dem Bericht heißt. „Diese Maßnahme sorgt dafür, dass die Maden austrocknen.“

Rubriklistenbild: © Michael Weber/Imago

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