"Größer als Eichhörnchen"

Ratten-Invasion: Familie lebt in Angst vor Nagetieren

Eine Familie in England teilt sich ihre Wohnung unfreiwillig mit Ratten (Symbolbild).
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Eine Familie in England teilt sich ihre Wohnung unfreiwillig mit Ratten (Symbolbild).

Es klingt wie aus einem Horror-Film: Eine Familie in England leidet Zuhause unter einer Ratten-Plage - die Mutter weiß sich nicht mehr zu helfen.

Michele Smith lebt mit ihren fünf jungen Kindern in einer 3-Zimmer-Wohnung in Birmingham, England. Und laut eigenen Aussagen schon seit über zehn Jahren auch mit Ratten zusammen.

"Größer als Eichhörnchen": Familie lebt in Furcht vor Ratten 

"Ich bin schon barfuß auf eine kopflose Ratte in meiner Küche gestiegen, sie sind einfach überall. Da sind einfach unzählige von ihnen, mindestens ein Dutzend", beschreibt die 42-jährige Mutter ihre Situation dem Online-Portal Birmingham Mail. Die Wohnung, in der sie lebt, gehört der Gemeinde und kann deshalb günstiger vermietet werden.

"Meine Küche ist momentan nicht betretbar", erklärt Michele Smith weiterhin. Deshalb würde die Familie oben im Schlafzimmer ihre Mahlzeiten zu sich nehmen, weil sie sich einfach nicht nach unten trauen. So hätte sie zuletzt erst in der Küche ein paar Toasts machen wollen, als plötzlich eine Ratte auf dem Toaster saß. "Sie sind größer als Eichhörnchen."

Zum Baden besucht die Familie regelmäßig einen Bekannten, da Michele Smith keine Verwandten mehr hat und auch sonst niemanden um Hilfe bitten kann. Die Badewanne hätte nämlich ein Loch - die Angst sei zu groß, dass die Nager dort herausgekrochen kommen.

Ratten zeigen keine Furcht - Mutter kurz vor Zusammenbruch

Obendrein würden sich die Ratten auch kein Stück vor den Bewohnern fürchten und völlig unbehelligt in der Wohnung umher geistern. Deshalb konnte die Familie auch ohne Probleme eine von ihnen im Haus filmen:

"Ich nehme Schlaftabletten, weil ich nicht schlafen kann. Ich nehme Antidepressiva und ich habe viele Panikattacken", berichtet die verzweifelte Mutter. "Vor zwei Wochen bekam ich eine Adrenalinspritze, weil mein Herz aussetzte." Doch warum ändert die 42-Jährige nichts an ihrer Situation?

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Mutter ist verzweifelt - Es bleiben ihr nur wenige Optionen

"Ich habe die Klappe gehalten und das zu lange zugelassen", erklärt Michele Smith. Doch jetzt hat sie endgültig die Schnauze voll. "Leute von der Umweltmedizin und der Gemeinde waren hier, aber es tut sich nicht wirklich etwas." Nun plant sie, zusammen mit ihren Kindern in eine Obdachlosenunterkunft zu ziehen.

Ein Sprecher der Gemeinde erklärte der Birmingham Mail, dass bald Abhilfe geschafft werden soll: Zugänge zum Haus, die die Ratten nutzen, sollen verschlossen werden. Das Problem wurde ihnen im Dezember 2017 das erste Mal gemeldet.

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