Haushaltstipps

Stromfresser Gefrierschrank: Im Winter können Sie bares Geld sparen, wenn Sie das Eisfach prüfen

Gefrierschränke und -truhen erweisen sich als echter Stromfresser, wenn sie nicht regelmäßig abgetaut werden. Der Winter ist dafür genau der richtige Zeitpunkt.

Egal ob Eisfach, Gefrierschrank oder Gefriertruhe: Fast jeder hat ein Tiefkühl-Gerät zu Hause, um TK-Pizza, Eis oder Essensreste einzufrieren. Sobald sich eine dicke Eisschicht bildet, sollten Sie es jedoch lieber abtauen – bevor das Gerät zum größten Stromfresser im Haushalt mutiert.

Wer seinen Gefrierschrank regelmäßig abtaut, spart Strom.

Gefrierschrank: Dicke Eisschicht erhöht Stromverbrauch

Gerade ältere Gefrierschränke neigen dazu, schnell eine dicke Eisschicht zu bilden. Dadurch muss das Gerät noch stärker kühlen und damit mehr Strom verbrauchen, um die angestrebte Temperatur zu erreichen. „Schon ein Zentimeter Eis kann den Stromverbrauch um 10 bis 15 Prozent steigern“, zitiert Ökotest den BUND Hessen. Auch der falsche Standort des Tiefkühlers kann den Stromverbrauch um 3 Prozent erhöhen.

Wer auf seinen Stromverbrauch achten will, sollte bei neuen Geräten aber auch die Größe im Blick behalten. „100 Liter mehr Volumen erhöhen den Stromverbrauch um 25 Prozent“, informiert die Verbraucherzentrale. Als Faustregel gilt: Pro Person sollte man mit einem Nutzinhalt von ca. 50 bis 80 Liter rechnen.

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Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
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Gefrierschrank schnell abtauen – so geht‘s

Wer seinen Gefrierschrank abtaut, muss bei der herkömmlichen Weise schlicht warten, bis das Eis beim abgeschaltetem Gerät schmilzt. Das kann jedoch je nach Dicke der Eisschicht mehrere Stunden dauern. Schneller geht’s mit diesem Trick:

  1. Gefrierschrank ausräumen und Lebensmittel zwischenlagern (siehe unten).
  2. Stecker ziehen.
  3. Eine Schüssel mit heißem (aber nicht kochendem) Wasser ins Gefrierfach stellen. Untersetzer nicht vergessen, damit das Gerät keinen Schaden nimmt. Durch die Hitze schmilzt das Eis schneller.
  4. Tür geöffnet lassen.
  5. Mehrere Tücher unter und vor den Gefrierschrank legen, die das Schmelzwasser auffangen.

Mit einem heißen Föhn lässt sich der Abtauprozess zwar ebenfalls beschleunigen, ist jedoch nicht ratsam: Wasser könnte auf den Föhn tropfen – und dann wird’s gefährlich. Zudem verbraucht der Haartrockner ebenfalls Strom, was dem eigentlichen Ziel zuwiderläuft.

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Winter ist der beste Zeitpunkt, um den Gefrierschrank abzutauen

Ideal wäre es, die Gefriertruhe oder den Gefrierschrank vor dem Abtauen zu leeren und sämtliche Lebensmittel zu verbrauchen, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Das ist allerdings nicht immer so schnell möglich. Der beste Zeitpunkt zum Abtauen ist deshalb im Winter: Herrschen draußen Minustemperaturen, können Sie das Gefriergut einfach auf dem Balkon oder der Terrasse zwischenlagern. Manche nutzen die klirrende Kälte im Winter sogar dazu, den Kühlschrank abzuschalten und so noch mehr Strom zu sparen – nicht immer eine gute Idee.

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Alternativ können Sie Nachbarn bitten, Ihre gefrorenen Lebensmittel zwischenzulagern, oder eine Kühlbox für Minustemperaturen nutzen. Der Kühlschrank eignet sich jedenfalls nicht als Aufbewahrungsort – hier würde das Gefriergut bei rund 7 Grad zu stark antauen.

Rubriklistenbild: © Antonio Gravante/Imago/ (Montage)

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