Sinnlicher Duft

Lavendelöl selber machen: Mit frischen oder trockenen Blüten

Der Hochsommer ist Erntezeit für die Lavendelblüten. Wer den Duft liebt und gern in das Zuhause holen möchte, kann Lavendelöl selbst herstellen.

Es ist nicht nötig, in einem blühenden Lavendelfeld der Provence zu stehen, um sich an dem konzentrierten Aroma dieses duftenden Krauts zu erfreuen. Mit frischen oder getrockneten Lavendelblüten aus dem eigenen Garten oder vom Balkon und etwas Öl lässt sich einfach Lavendelöl selber machen. Wichtig ist dabei nur eins: Hygiene.

Lavendelöl selber machen: Mit frischen oder getrockneten Blüten

Lavendelöl lässt sich aus frischen oder getrockneten Blüten selbst herstellen.

Ob für das Potpourri, als Duftsäckchen neben dem Kopfkissen oder als Mottenschreck: Lavendelöl ist so beliebt wie kein anderes, aus Kräutern gewonnenes Öl. Aus diesem Grund gibt es das hochwertige Öl auch ebenso hochpreisig zu kaufen. Das ist aber nicht nötig, denn man kann es auch selbst herstellen.

Der Sommer ist der perfekte Zeitpunkt dafür, denn da hat der Lavendel viel Sonne genossen und steht entweder noch voll in der Blüte oder er ist schon verblüht – so oder so lassen sich die Blüten für ein Lavendelöl einsetzen. Sollte das Kraut schon verblüht sein, ist es erst recht sinnvoll, die Blüten abzuschneiden, denn mit etwas Glück blüht der Lavendel dann ein zweites Mal im Jahr.

Lavendelöl selber machen: Hygiene ist wichtig

Wenn Sie sich nicht entscheiden können, ob Sie frische oder getrocknete Blüten verwenden sollten, gehen Sie mit den getrockneten auf Nummer sicher, denn bei frischen ist es aufgrund des Feuchtigkeitsgehalts nicht auszuschließen, dass diese im Laufe der Wochen verderben. Dies benötigen Sie für eine kleine Flasche Lavendelöl:

  • Etwa 50 Gramm frische (am besten vormittags geerntet) oder getrocknete Lavendelblüten (am besten eignen sich Echter Lavendel oder Speik-Lavendel)
  • Etwa 250 Milliliter möglichst geruchsneutrales bzw. kaltgepresstes Öl (z.B. Mandelöl, Kokosöl, Rapsöl oder Distelöl)
  • Zwei sterilisierte, trockene Flaschen (eine davon am besten dunkel)

Für das Lavendelöl die Blüten mit den sauberen Fingern leicht zerreiben und in die helle Flasche geben. Mit dem Öl auffüllen, verschließen und für vier bis sechs Wochen an einem warmen hellen Ort wie der Fensterbank lagern, dabei regelmäßig leicht schütteln, sodass sich die Blüten gut verteilen. Danach die Blüten mit einem Kaffeefilter oder feinem Sieb herausfiltern und dabei das Öl in die dunkle Flasche umfüllen.

Wichtig ist, dass alle Arbeitsmaterialien sehr sauber sind, dann ist dieses Öl bis zu acht Monate haltbar. Machen Sie im Zweifel einen Geruchstest: Riecht es ranzig, muss es weg.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im kostenlosen 24garten.de-Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Einige Abstriche müssen Sie bei diesem Öl jedoch machen: Da es keinen professionellen Herstellungsprozess mit mehrfacher Destillation durchläuft, ist das Duftaroma des Lavendels nicht ganz so intensiv. Und das Öl ist für den kulinarischen Genuss nicht zu empfehlen. Für eine wohltuende Massage oder als Badeöl ist es hingegen bestens geeignet.

10 Pflanzen, die Hitze ertragen – von Blumen bis Gemüse

Eine farbenfrohe Staude aus der Steppe: Das Mädchenauge ist sonnenverliebt.
Das Eisenkraut (Verbene) reduziert mit kleinen Blättern die Verdunstung. Bei Schmetterlingen ist es sehr beliebt.
Paprika- und Chilipflanzen stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und benötigen viel Wärme und Licht.
Die Blüten des Portulakröschens öffnen sich nur bei Sonnenschein, die fleischigen Blätter speichern Wasser für trockene Zeiten.
10 Pflanzen, die Hitze ertragen – von Blumen bis Gemüse

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare