Schnelle Hilfe für daheim

Dämmfolie zwischen Heizkörper und Wand: Spart das Nachrüsten tatsächlich Heizkosten?

In Zeiten der Energiekrise ist guter Rat teuer. Wenn durch die dünnen Wände in den Nischen für die Heizkörper Wärme entweicht, kann es teuer werden.

Vielleicht kennen Sie das Problem daheim ja auch: Zwischen dem Heizkörper im Wohn- oder Schlafzimmer und der dahinter liegenden Wand ist ein kleiner Abstand. Dort geht beim Heizen unter Umständen wertvolle Wärme verloren.

Wer beim Heizen achtsam ist, kann an der ein oder anderen Stelle durchaus sparen.

Heizkosten sparen: Hilft Dämmfolie hinterm Heizkörper aus dem Baumarkt?

Eine Dämmfolie aus dem Baumarkt könnte in solchen Nischen helfen. Gemeint sind die dünnen, isolierenden Folien, die es dem Nachhaltigkeitsportal Utopia.de zufolge bereits ab rund fünf Euro je Quadratmeter zu kaufen gibt. Die Folien seien auch unter den Bezeichnungen Isolierfolie, Thermofolie, Reflexionsfolie oder Dämmtapete erhältlich, so das Portal. Viel handwerkliches Geschick, um die Folie selbst anzubringen, braucht es den Experten zufolge nicht: auf die passende Größe zuschneiden und hinter den Heizkörper kleben, „sodass keine Lücken bleiben“, heißt es weiter auf Utopia.de. Auch weitere Veränderungen an den Heizkörpern können zudem helfen, wenn es darum geht, daheim Energie zu sparen.

Das Portal geht zugleich der Frage nach, was solche selbst angebrachten Dämmfolien etwa in Altbauten mit dünnen Wänden bringen. Habe die Außenwand keine Dämmung, könne man „von innen mit der Dämmfolie nachrüsten“, heißt es unter anderem in dem Bericht. Die wärmesparende Wirkung hänge dabei von zwei Faktoren ab: „der Wärmeleitfähigkeit des Materials und der Dicke.“ Grundsätzlich lässt sich wohl sagen: Je schlechter die Wand gedämmt ist, desto größer der mögliche Einspareffekt durch eine zusätzliche Folie. So könne bei ungedämmten Mauern eine nachträgliche Dämmschicht die Heizkosten spürbar senken, berichtet Utopia.de einerseits. Sei die Wand hingegen gedämmt, bringe eine zusätzliche Dämmfolie sehr wenig, so das Portal. Dann sei der Effekt „verschwindend gering“, kommt der Experte in dem Bericht an der Stelle zu Wort.

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Engergiekosten sparen durch Reflexionsfolien?

Zwar darf man, wie auch das Portal Chip.de berichtet, von entsprechenden Folien grundsätzlich „keine Wunderdinge“ erwarten. Eine ordentliche Dämmung der Fassade durch Handwerker sei auf jeden Fall die bessere Lösung, heißt es dort. Das sehe auch Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima so – der Experte schildert es dem Bericht zufolge so: „Wer eine reine Alufolie hinter die Heizung klebt, erreicht keine Dämmwirkung. Ein sehr schlecht gedämmtes Haus kann beim Einsatz einer Folie mit zusätzlicher Dämmschicht Einsparungen von bis zu 4 Prozent erreichen. Bei moderner Bauweise lohnen sich die Reflexionsfolien nicht“. Geht man also beispielsweise von jährlichen Heizkosten in Höhe von 2.000 Euro aus, könnte man demzufolge bis zu 80 Euro sparen, so das Fazit des genannten Berichts. Um effektiv zu heizen, sollten die Heizkörper zudem regelmäßig entlüftet werden.

Rubriklistenbild: © Imago / teamwork/ (Montage)

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