Alle Jahre wieder

Ganz ohne Pflege zum Blütenmeer: Diese Blumenzwiebeln sollten Sie jetzt setzen

Verwildernde Blumenzwiebeln sind die heimlichen Stars im Frühjahrsgarten: Einmal gesetzt sind sie jedes Jahr ein Blickfang, ohne dass man sie neu pflanzen muss.

Ein Garten voller Blumen ist der Traum vieler Hausbesitzer. Doch nicht jeder hat die Zeit oder das Wissen, um aufwendige Gartenprojekte zu realisieren. Verwildernde Blumenzwiebeln bieten eine einfache und effektive Lösung, um mit minimalem Aufwand maximale Blütenpracht zu erreichen. Sie sind besonders praktisch, weil sie sich selbst vermehren und jedes Jahr aufs Neue blühen, ohne dass man sie für die Überwinterung später wie beispielsweise Dahlienknollen wieder ausgraben muss.

Vorteile verwildernder Blumenzwiebeln

Die Weinberg-Tulpe (Tulipa sylvestris) vermehrt sich von selbst, wenn sie einen sonnigen Standort hat.

Verwildernde Blumenzwiebeln überwintern in der Erde und müssen nach der Blüte nicht gerodet werden. Sie vermehren sich selbst durch Samen oder das Bilden neuer Knollen und Zwiebeln, was über die Jahre zu immer dichteren Blütenteppichen führt. Dies verschönert nicht nur den Garten, sondern bietet auch ökologische Vorteile, indem die Blumen Bienen und andere Insekten anziehen.

Die optimale Pflanzdichte variiert je nach Art. Für eine fast lückenlose Bepflanzung benötigen Sie etwa 100 bis 150 Zwiebeln pro Quadratmeter, rät das Magazin Gärtner+Florist. Es ist wichtig, die Zwiebeln nach der Blüte in der Erde zu belassen, bis das Laub vollständig abgestorben ist, um eine reiche Blüte im nächsten Jahr zu sichern.

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Zehn Sortenbeispiele für verwildernde Blumenzwiebeln

  • Weißes Buschwindröschen (Anemone nemerosa): Halbschatten, feuchter Boden
  • Winterling (Eranthis hyemalis): Sonnig bis halbschattig, feucht
  • Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Halbschatten, normaler Gartenboden
  • Wilde Hyazinthe (Hyacinthoides non-scripta) oder Hasenglöckchen: Halbschatten, gut durchlässiger Boden
  • Zierlauch (Allium ‚Purple Sensation‘): Sonnig, trockener bis frischer Boden
  • Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus): Sonnig, leicht feuchter Boden
  • Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus): Sonnig bis halbschattig, mäßig feucht
  • Sibirischer Blaustern (Scilla siberica): Sonnig, normaler Gartenboden
  • Weinberg-Tulpe (Tulipa sylvestris): Sonnig, gut durchlässiger Boden
  • Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum): Sonnig bis halbschattig, trocken bis frisch

Gar nicht fad: Zehn immergrüne Bodendecker, die Ihren Garten zum Blickfang machen

Kleines Immergrün (Vinca minor) mit vielen blauen Blüten in der Nahaufnahme
Eine Schwedische Zwergmispel oder Kriechmispel (Cotoneaster suecicus) in Nahaufnahme
Dickmännchen bzw. Ysander (Pachysandra terminalis), Blätter mit Raureif
Eine Gelapptblättrige Waldsteinie (Waldsteinia geoides) mit vielen gelben Blüten und blühenden Vergissmeinnicht
Gar nicht fad: Zehn immergrüne Bodendecker, die Ihren Garten zum Blickfang machen

Richtige Pflanzung erspart künftig die Pflege

Die richtige Pflanzung ist entscheidend für den Erfolg. „Die Zwiebeln werden einmal eingesetzt und brauchen keine weitere Zuwendung“, erklärt Staudengärtnerin Svenja Schwedtke gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Wichtig ist, dass der Standort den Bedürfnissen der Zwiebel entspricht. Zwiebeln, die unter Rasen gesetzt werden, dürfen mit dem Gras nicht zu früh gemäht werden, um die Pflanzen nicht zu stören. Im Beet wiederum sollte man nicht zu früh hacken.

Verwildernde Blumenzwiebeln lassen sich hervorragend mit Stauden, Rosen oder Sträuchern kombinieren. Um eine Übervermehrung zu managen, sollte man gegebenenfalls zurückhaltend pflanzen oder überschüssige Zwiebeln ausgraben.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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