Studie beweist

Verblüffende Gemeinsamkeit: Auch Hunde schlafen schlecht, wenn sie Sorgen haben

Verarbeitet der Mensch im Schlaf Emotionen, kann dies Auswirkungen auf die Qualität seines Schlafes haben. Eine Studie beweist, dass Hunde wohl ganz ähnlich ticken.

Wir Menschen machen uns vor, während und nach dem Schlaf Sorgen. Wir knirschen, haben Albträume, verspannte Muskeln und sind am Morgen gerädert. Dass auch Hunde von ihren Sorgen – vor allem hinsichtlich der Schlafqualität – beeinträchtigt werden, war der Wissenschaft bis vor wenigen Jahren nicht bekannt.

Fast unglaublich, aber wahr: Sorgen halten auch Hunde nachts wach. (Symbolbild)

Positive wie auch negative soziale Erfahrungen im Alltag von Hunden haben Auswirkungen auf das Schlafverhalten dieser Hunde. Das zeigt eine ungarische Studie, welche die wissenschaftliche Fachzeitschrift „The Royal Society“ bereits im Jahr 2017 veröffentlicht hat.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Gestresste Hunde schlafen unruhiger als entspannte

Für die Studie wurden Daten von Haushunden ausgewertet, die jeweils drei Stunden schliefen. Vor dem Schlafengehen wurden diese Hunde mit emotional positiven – Streicheln, Ballspielen, liebevolle Berührung der Besitzer – oder negativen – Trennung, bedrohliches Näherkommen, unbewegtes Gesicht – sozialen Interaktionen konfrontiert. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass vorangegangene emotionale Stimulationen den Schlaf der Hunde nachweislich beeinflussten.

Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Hunde, die vor dem Schlaf emotional positive Erfahrungen gemacht hatten, einen beständigeren und tieferen Schlaf hatten, als diejenigen, die zuvor stressauslösenden Reizen ausgesetzt worden waren. Die gestressten Hunde hatten einen gestörten Schlafrhythmus und tendierten eher dazu, aufzuwachen, in der REM-Schlafphase zu verharren und insgesamt schlechter zu schlafen.

Welcher Hund passt zu mir? Zehn Hunderassen, die besonders anhänglich sind

Der Golden Retriever ist ein sehr beliebter Familienhund und eine richtige Schmusebacke.
Der Labrador Retriever gilt als einer der anhänglichsten Hunderassen überhaupt.
Der Boxer ist ein unglaublich verspielter und neugieriger Hund.
Der Berner Sennenhund ist ein großer und kräftiger Hund, gilt aber als verschmuster Schoßhund.
Welcher Hund passt zu mir? Zehn Hunderassen, die besonders anhänglich sind

Ein weiteres Ergebnis weckte das Interesse der Forscher: Die Hunde, die vor dem Schlafengehen negative emotionale Erfahrungen gemacht hatten, schliefen im Durchschnitt schneller ein, als die anderen Hunde. Diese Erkenntnis erinnerte die Wissenschaftler an ein typisch menschliches Verhalten: Auch wir wünschen uns nach einem langen und stressigen Tag oft nichts sehnlicher, als einfach ins Bett zu gehen, zu schlafen und den Kopf „auszuschalten“.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare