Sommer in Deutschland

Hitze: Wie Sie Haustiere vor zu hohen Temperaturen schützen

Der Sommer ist da und die ersten Hitzewellen ziehen ins Land. Darunter leiden neben den Menschen auch Vierbeiner. So schützen Sie Haustiere vor der Hitze.

Hamm - NRW steuert auf einen Hitzer-Rekord 2023 zu. Viele Menschen freuen sich über mehr Sonnenstrahlen und wärmere Temperaturen. Doch steigt die Anzeiger auf dem Thermometer weit in die Höhe, macht das vielen Menschen zu schaffen. Die Wohnung heizt sich auf, die Menschen kommen ins Schwitzen, und einige bekommen gesundheitliche Probleme. Und nicht nur das – auch vierbeinige Freunde leiden, wenn die Temperaturen zu hoch sind. wa.de gibt einen Überblick darüber, was man tun kann, damit Haustiere bei Hitze nicht leiden müssen.

Übersteigen Temperaturen die 30-Grad-Marke, regulieren Menschen ihre Körpertemperatur, indem sie schwitzen. Doch: Haustiere können das nicht. Daher sind sie besonders anfällig für einen Hitzeschlag – und es ist wichtig, dass die Vierbeiner – egal ob Hund, Katze, Kanarienvogel oder Hamster – ausreichend Flüssigkeit bekommen. Diese Tipps helfen dabei, dass Haustiere nicht zu sehr unter der Hitze leiden:

  • ausreichend kühles Trinkwasser bereitstellen
  • Badestellen herrichten
  • kühle Rückzugsorte schaffen
  • Tiere niemals im Auto zurücklassen

So schützt man Haustiere vor der Hitze: Ausreichend Wasser ist wichtig

Wie bei uns Menschen ist es auch für Tiere wichtig, dass bei heißen Temperaturen genug getrunken wird. Das Trinkwasser sollte kühl genug sein. Da bei großer Hitze Wasser schneller verdunstet, sollten Haustierbesitzer darauf achten, dass der Wassernapf ihrer Lieblinge immer gefüllt ist. Tipp für Katzenbesitzer: Die Samtpfoten lassen sich gut zum Trinken animieren. Viele Katzen finden tropfendes oder fließendes Wasser spannend.

Auch Wasserstellen sind möglicherweise hilfreich bei der Hitze. So könnten Besitzer für ihre Vögel eine Badestelle herrichten, damit diese sich abkühlen können. Und: Auch das Wasser in Aquarien könnte sich gefährlich aufheizen. Daher sollte die Wassertemperatur regelmäßig überprüft werden und gegebenenfalls kaltes Wasser nachgeschüttet werden – um Fische zu schützen.

Haustiere vor Hitze schützen: Käfigtiere brauchen Schatten

Besonders schwer haben es Käfigtiere bei zu hohen Temperaturen. Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Ziervögel können schon ab einer Temperatur von 26 Grad kollabieren. Und: Dadurch, dass sie durch den Käfig nur einen begrenzten Lebensraum haben, sollten Haustierbesitzer in jedem Fall für einen schattigen Rückzugsort sorgen. Der Sonnenstand ändert sich im Laufe des Tages. Um die vierbeinigen Nager daher vor der Hitze zu schützen, sollte der Käfig so stehen, dass immer genug Schatten da ist – und nicht im Durchzug, denn das kann für ernsthafte Krankheiten bei Haustieren führen.

Außerdem hilfreich könnte frisches, sehr saftiges Grünfutter für Nager sein. Wer seinen Käfigtieren eine Abkühlung gönnen möchte, kann kühle Steinplatten in den Käfig legen. Auch ein feuchtes Handtuch, das über das Gehege gelegt wird, kann hilfreich sein.

So schützt man Haustiere bei Hitze: Kühle Rückzugsorte schaffen

Freigängerkatzen suchen sich bei zu hohen Temperaturen selbst kühle Ruckzugsorte – zum Beispiel auf kühlen Mauern, Steinplatten oder unter Bäumen und Büschen. Da Wohnungskatzen diese Möglich nicht haben, sollten Besitzer dafür sorgen, dass ein kühler Rückzugsort in der Wohnung zur Verfügung stellt. Hilfreich könnte außerdem das Aufhängen von feuchten Handtüchern oder das Auslegen eines tiefgekühlten Kirschkernkissens sein.

Haustiere vor Hitze schützen: Gassirunden zu kühlen Tageszeiten

Wer einen Hund zuhause hat, sollte darauf achten, dass die Gassirunden möglichst nicht in der prallen Mittagshitze stattfinden. Die kühleren Morgen- oder späten Abendstunden sind hierfür besser geeignet und verhindern Kreislaufprobleme bei den Fellnasen. Am besten verlegt man die Runden in Parks mit vielen Bäumen oder schattige Waldgebiete.

Niemals Tiere im Auto zurücklassen

Immer wieder kommt es zu Fällen, in denen Autofahrer Vierbeiner im Auto zurücklassen. Eine Scheibe einzuschlagen, um Tiere oder Kinder zu befreien, ist in einigen Fällen erlaubt. Denn: Im Auto kann es lebensbedrohlich für Tiere werden. Die tragischen Folgen könnten sein:

  • Sauerstoffmangel
  • Kreislaufprobleme
  • Hitzeschlag
  • Erbrechen

Im schlimmsten Fall kann der Vierbeiner sterben, wenn er bei Hitze im Auto zurückgelassen wird.

Rubriklistenbild: © Stephan Jansen/dpa

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