„Happy Huhn“
Hühner halten: Die 10 häufigsten Anfängerfehler, die Sie kennen müssen
Hühner halten liegt im Trend. Wer Anfänger ist, stellt sich die Frage: Wo beginne ich? Ein Hühnerexperte gibt auf YouTube Tipps und erklärt, was er gerne früher gewusst hätte.
Über eine Million Klicks: Das zeigt, wie interessant und wichtig das Thema ist. Worum es geht? YouTuber Robert Höck spricht über Hühnerhaltung im Allgemeinen, aber speziell darüber, was Anfänger unbedingt wissen müssen. Oder besser noch, was er selbst gerne früher schon gewusst hätte, als er vor Jahren damit begann, Hühner zu halten.
Der Österreicher hat deshalb in einem viralen Video seine Erfahrungen geteilt und erklärt darin, welche zehn Fehler Anfänger besser vermeiden sollten. Er meint es nur gut, schließlich wolle er nur allen viel Frust und den Tieren Leid ersparen, betont er. Das sollten Neueinsteiger vermeiden:
1. Mit Küken in die Hühnerhaltung starten
Auch wenn Küken sehr süß sind und es verlockend ist, Hühner von klein auf aufzuziehen, rät Höck, sich als Anfänger keine Küken anzuschaffen. Das berge „viel Potenzial für Tierleid, für Frust und Mehraufwand“, betont der YouTuber. Demnach würden sich viele Anfänger für beliebte Hühnerrassen wie Seramas interessieren, doch diese „halten sich in der Brut nicht an Lehrbücher und enttäuschen oft mit schlechter Schlupfrate.“ Daher sein Tipp: lieber Finger weg! Wer aber dennoch als Neueinsteiger Küken aufziehen möchte, sollte sich von erfahrenen Hühnerfans begleiten und anleiten lassen.
2. Lösungen für Hähne finden
Wer Küken aufzieht, darf eines nicht vergessen: Etwa die Hälfte von ihnen wird zu Hähnen. Doch die wenigsten wollen sie, weil sie keine Eier legen und krähen können. Das ist ein großes Problem, wenn es nicht bedacht wird, deshalb sollte man sich bereits im Vorhinein Lösungen überlegen, erklärt Höck. Sie an andere abzugeben, klappe nur bedingt, weiß er.
3. Hühner nach Farbe des Gefieders aussuchen
Als Anfänger sollte man nicht danach gehen, welche Hühnerrasse man am schönsten findet, so der Hühnerprofi. Hühner nur nach der Farbe ihres Gefieders auszusuchen, kann böse enden. Viel wichtiger sind die Nutz- und Wesenseigenschaften, die für den Erfolg ausschlaggebender sind.
4. Hühner auswählen, die viele Eier legen
Viele halten Hühner aus einem bestimmten Grund: Sie träumen vom täglichen frischen Frühstücksei. Besonders für Anfänger scheint das verlockend. Doch Höck warnt davor, sich sogenannte Hybridhühner zuzulegen. Diese seien Hochleistungsnutztiere, die extra für die Eierproduktion gezüchtet werden und im Hobbybereich viele Probleme machen können. Sie legen nicht nur zu viele Eier, sondern haben schnell gesundheitliche Probleme und nur eine kurze Lebenserwartung.
5. Unpassende Hühnerrasse
Alte Hühnerrassen wie Barnevelder, Zwerg-Barnevelder oder Marans haben ebenfalls ein tolles Gefieder, findet Höck, legen recht passabel und sind zahm. Deshalb sind sie für Höck für Neueinsteiger die richtige Wahl. Diese ist entscheidend, sonst verlieren Anfänger schnell das Interesse, weil die Hühner etwa zu flatterhaft sind oder nicht zahm werden.
6. Zu kleine Ställe
Wer denkt, dass Hühner nicht so viel Platz brauchen, der irrt, warnt der YouTuber. Große Ställe mit überdachten Frischluftbereichen sind nicht nur artgerecht, sondern auch heute wichtiger denn je, betont er. Zudem sollten sie für den Winter geeignet sein, da in verschiedenen Regionen immer wieder wochen- bis monatelange Stallpflichten verordnet werden. Dann dürfen Hühner nicht mehr ins Freie bzw. in den Garten und müssen im Stall bleiben.
7. Nicht genügend Legenester
Worauf Anfänger auch achten sollten, ist, dafür zu sorgen, dass im Stall immer genügend Legenester zur Verfügung stehen. Diese sollten an einem ruhigen Ort sein, damit sich die Hühner ungestört zurückziehen können. Pro drei Hennen sollte es ein Legenest sein, betont Höck.
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8. Nicht das richtige Futter
Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung fressen Hühner nicht nur Körner. Höck gibt ihnen auch gerne frisches Gemüse wie Kopf- oder Feldsalat, Proteine und Mineralstoffe aus Rübenschnitzel, diversen Heilkräutern oder Mineralpellets. Auch frische Möhren, Hirseflocken mit hartgekochtem Ei und ab und an ein Apfel stehen auf dem Essensplan seiner Hühner. Mit Erfolg. Sie danken es ihm mit „mehr Gefiederglanz und besserer Fruchtbarkeit“, erklärt der Hühnerprofi stolz.
9. Kein Wissen über die Gesetzeslage
Bevor man Hühner hält, sollten sich alle Neueinsteiger über die derzeitige Gesetzeslage in ihrem Land bzw. Region informieren, betont Höck. Nicht überall darf man etwa Hühner halten, zudem gibt es diverse Impfpflichten und auch die Meldepflicht darf nicht vergessen werden. So macht man sich nicht angreifbar und das Risiko, eine Anzeige von der Nachbarschaft zu kassieren, ist geringer, so der Profi.
10. Kein Gehölze im Auslauf
Das sei zwar kein Muss, so Höck, aber er findet, dass blühende und ungiftige Gehölze im Hühnerauslauf viele Vorteile bringen. Zum einen sehen sie im Garten nicht nur schön aus, sondern spenden den Hühnern Schatten im Sommer. Darüber hinaus sorgen sie für Verstecke, wo sich das Federvieh stets zurückziehen kann.
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