Aus dem Nähkästchen

14 Dinge, die eine Hundetrainerin niemals tun würde: „Kann den Hund gefährden“

Beagle spielt mit Spielzeug.
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Den individuellen Charakter des Hundes ignorieren und nach starren Standards arbeiten: „Jeder Hund ist einzigartig und hat eine eigene Persönlichkeit, Vergangenheit und Lerngeschwindigkeit. Ignoriert man das, wird das Training ineffektiv und frustrierend für Hund und Halter. Vielmehr sollte das Training individuell auf die Bedürfnisse des Tieres abgestimmt sein.“
Hund leckt sich die Nase – ein Zeichen für Nervosität oder Angst.
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Die Körpersprache des Hundes ignorieren: „Hunde kommunizieren ständig über ihre Körpersprache. Wenn man diese Signale übersieht, riskiert man Missverständnisse und potenziell gefährliche Situationen.“
Hund hat sich auf den Boden gelegt und wartet auf eine Streicheleinheit.
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Den Hund dominieren, um Unterordnung zu erzwingen: „Ein kooperatives Verhalten basiert auf Freiwilligkeit und gegenseitigem Respekt, nicht auf erzwungener Dominanz.“
Hund schaut traurig.
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Schnelle Ergebnisse auf Kosten des Hundes erzielen: „Der Fokus sollte auf dem Wohl des Hundes liegen, nicht auf kurzfristigen Erfolgen, die dem Tier schaden könnten.“
Hund schaut in die Kamera.
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Den Hund ohne den Halter trainieren: „Das Training muss im Alltag zwischen Hund und Halter funktionieren; daher ist es essenziell, beide gemeinsam zu schulen.“
Frau spielt mit Hund.
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Den Hund überfordern: „Training erfordert Geduld und schrittweises Vorgehen. Überfordert man den Hund, kann das zu Stress, Frustration und Rückschritten im Training führen.“
Hund mit Tennisball im Maul.
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Hunden Fähigkeiten abverlangen, die sie nicht erbringen können: „Nicht jeder Hund ist beispielsweise für einen Stadtbummel geeignet; es ist wichtig, die individuellen Grenzen des Tieres zu respektieren.“
Älterer Beagle-Hund ruht sich auf einem Hundebett aus.
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Probleme ignorieren, die über das Fachgebiet hinausgehen: „Manche Verhaltensprobleme haben medizinische Ursachen oder erfordern einen Spezialisten, wie einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker. Diese zu ignorieren, kann den Hund gefährden und wird niemals zum gewünschten Erfolg führen.“
Frau spielt mit Hund.
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Die Geduld verlieren: „Hunde – und ihre Halter – brauchen Zeit, um zu lernen.“
Hundehalterin mit Hund an der Leine.
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Den Halter kritisieren, ohne konstruktive Hilfe zu bieten: „Menschen machen Fehler, aber dein Ziel ist es, sie zu befähigen, ihre Beziehung zum Hund zu verbessern. Kritik ohne Lösungsansätze führt zu Frustration und Abwehrhaltung.“
  • Sophie Kluß
    VonSophie Kluß
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Welche Fehler würde ein Hundeprofi nicht begehen? IPPEN.MEDIA hat bei Désirée Scheller, ganzheitliche Hundetrainerin und selbst Hundehalterin, nachgefragt.

Hundetrainerin Désirée Scheller hat viele Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Hunden.

Désirée Scheller ist seit 2011 Hundeverhaltensberaterin und Hundeverhaltenstherapeutin für ganzheitliche und gewaltfreie Hundeerziehung. Gemeinsam mit ihrem Sohn Sean leitet Scheller das Hundezentrum Hundewohl. Darüber sind alle Angebote zu finden, mit denen sie Hundehalter dabei unterstützt, endlich einen entspannten Alltag mit Hund genießen zu können: „Damit Vierbeiner und Zweibeiner harmonisch und zufrieden zusammenleben können“, wie sie selbst über ihre Arbeit sagt.

Ihre Geschichte und wie sie zum Beruf als Hundetrainerin kam, erzählt Désirée so: „Vor vielen Jahren hatte ich meinen ersten Hund, der allerdings aufgrund seiner Vorgeschichte massive gesundheitliche Probleme hatte und verschiedene Verhaltensauffälligkeiten zeigte.“ Die Suche nach einer Lösung sei jedoch frustrierend gewesen und zahlreiche Besuche bei Hundetrainern und Tierärzten hätten sie zwar Unsummen gekostet, aber nicht wirklich weitergeholfen. „Trotz meiner Verzweiflung wusste ich eines ganz genau: Egal was mit diesem Hund passiert, ich übernehme die volle Verantwortung für dieses Tier – komme, was wolle“, erinnert sich die Hundetrainerin, die ihr über viele Jahre aufgebautes Wissen inzwischen auch auf ihrem Instagram-Profil an Hundebesitzer und Hundefreunde weitergibt.

Schließlich sei sie durch zahlreiche Ausbildungen im Bereich Hundepsychologie, Verhaltenstherapie, Hundeernährung und -gesundheit sowie Hundetraining selbst zur Expertin geworden, so Scheller. „Meine wichtigste Erkenntnis: Hunde signalisieren vor allem mit ihrer Körpersprache, wie es ihnen geht und welche Bedürfnisse sie haben.“ Eine ihrer Devisen lautet daher: „Das Verhalten und die Körpersprache des Hundes stehen in direktem Zusammenhang – wir müssen sie nur richtig deuten lernen.“ Schellers Herzensangelegenheit ist es deshalb, Menschen für die Körpersprache von Hunden zu sensibilisieren – auch, um immer wiederkehrende Fehler und Zwischenfälle im Umgang von Mensch und Hund zu reduzieren. „Mein Ziel ist es, Hundebesitzern dabei zu helfen, ihren Hund und seine Sprache wirklich zu verstehen“, so die ausgebildete Hundetrainerin.

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

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