Nesseltiere
Mallorca-Urlauber berichten von Quallen-Plage: Was ist nach einem Stich zu tun?
Aktuell häufen sich auf Mallorca Berichte von schmerzhaften Begegnungen mit Quallen. Wie gefährlich sind die Meerestiere und was ist nach einem Stich zu tun?
Zuerst wurden sie von Fischen gebissen, jetzt müssen sich Mallorca-Urlauber um Quallen an den Stränden Sorgen machen. Betroffen war vor allem Cala Millor an der Ostküste der Baleareninsel. In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Touristen in der Facebook-Gruppe „Cala Millor 2.0“ über Begegnungen mit den Nesseltieren beklagt, wie die Mallorca Zeitung berichtete. „In der Apotheke sagte man uns heute Nachmittag, dass elf Personen diesbezüglich Medikamente verschrieben wurden“, schrieb ein Nutzer in dem sozialen Netzwerk. Außerdem heißt es, dass es „viele weinende Kinder am Strand“ gegeben habe.
Welche Quallen treiben auf Mallorca ihr Unwesen?
Im Mittelmeer treten am häufigsten die Leuchtquallen, auch Feuerquallen genannt, auf, weshalb es sich bei den Vorfällen wohl auch um Begegnungen mit diesen Nesseltieren gehandelt haben dürfte, wie die Mallorca Zeitung vermutet. Normalerweise tauchen diese eher im Frühjahr oder Herbst auf, weshalb ihr Auftreten im Sommer eher ungewöhnlich ist.
Der Meeresbiologe Daniel Ottmann, welcher an einem Meeresforschungsinstitut in Dänemark tätig ist, erklärte im Mai noch, dass es eher unwahrscheinlich sein wird, die Quallen im Hochsommer zu sehen – aber nicht unmöglich: „Mit unseren aktuellen technischen Möglichkeiten ist es sehr schwierig, zu bestimmen, wie die Strömungen und damit auch wie die Quallenbewegungen in ein, zwei Monaten sein werden“, sagte er damals laut Mallorca Zeitung.
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Was ist nach einem Quallenstich zu tun?
Ein Stich durch eine Feuerqualle ist schmerzhaft und kann zu Hautrötungen, Brennen und Quaddeln führen. In der Regel geht aber keine weitere Gefahr aus, sofern Sie nicht allergisch auf die Tiere reagieren. Um die Wunde zu versorgen, sollten Sie diese laut Mallorca Zeitung mit Salzwasser auswaschen – nicht Süßwasser – und anschließend die Quallenreste mit einer Pinzette entfernen. Sollte keine vorhanden sein, gibt es auch die Möglichkeit, die betroffene Stelle mit Sand einzureiben und die getrocknete Schicht später mit einer Kreditkarte abzukratzen.
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Anders als oft empfohlen wird, ist es aber keine gute Idee, den Quallenstich mit Urin, Alkohol, Essig oder Süßwasser zu bearbeiten. Üblicherweise platzen laut Mallorca Zeitung nur 20 Prozent der Nesselkapseln sofort auf und sorgen dafür, dass das Gift austritt. Derartige „Hilfsmittel“ würden aber dafür sorgen, dass auch die restlichen Kapseln sich öffnen. Daher ist von ihnen abzusehen.
Generell ist es zudem empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen – für den Fall, dass tatsächlich eine allergische Reaktion auftritt.
Rubriklistenbild: © Rolf von Riedmatten/Imago
