Teure Adria
Preisexplosionen in Kroatien: Wo können Urlauber jetzt noch sparen?
In diesem Jahr müssen sich Kroatien-Urlauber auf saftig gestiegene Preise einstellen – Schuld sind Inflation und die Einführung des Euro. Wo lässt sich jetzt noch sparen?
Kroatien gilt eigentlich als beliebtes und preiswertes Reiseziel in Europa – doch seit der Einführung des Euro Anfang des Jahres sind die Preise enorm gestiegen. Wirtschaftsexperten vermuten laut dem Bayerischen Rundfunk (BR), dass auch die Inflation sowie die Nachwirkungen von Corona eine Rolle spielen. Während Urlaubsdestinationen wie Italien und Spanien mit einem hohen Infektionsgeschehen zu kämpfen hatten, blieb das Land an der Adria vergleichsweise verschont – was viele Reisende nach Kroatien getrieben hat.
Fünf Euro für Kugel Eis – saftige Preise im Urlaubsland Kroatien
Aktuell sind die kroatischen Zeitungen voll von Berichten über dramatische Preiserhöhungen: Eine Kugel Eis in Dubrovnik soll 5 Euro kosten, in Rovinj blättern Einheimische wie Touristen 22 Euro für einen Burger hin und im dalmatinischen Šibenik schenkt man 0,1 Liter Aperol Spritz für 11 Euro ein. Nahrungsmittel und Dienstleistungen sollen laut BR im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 15 bis 20 Prozent teurer geworden sein. Zudem beläuft sich die Inflation in Kroatien bei acht Prozent, während der EU-Durchschnitt bei sechs Prozent liegt.
Die gestiegenen Kosten – insbesondere für Urlaubsunterkünfte – sorgen inzwischen sogar dafür, dass zahlreiche Urlauber ihre Reise storniert haben, wie das österreichische Nachrichtenportal Kosmo berichtete – allen voran im Bereich der Luxusdomizile. Die Gastgeber reagierten darauf, indem sie Preise um teilweise 50 Prozent senkten, was jedoch nicht den gewünschten Effekt nach sich zog. Kroatiens Finanzminister Marko Primorac bezeichnete die Preisentwicklung Ende Juni sogar als „beunruhigend“ und befürchtet, dass auf lange Sicht die Gäste wegbleiben würden: „Die Preise sind zu hoch“, so sein Fazit laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeine (FAZ).
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Teures Kroatien: Lässt sich überhaupt noch sparen?
Wer jetzt noch in Kroatien sparen will, sollte sich in seinem Urlaub nicht zu sehr auf die touristisch geprägten Küstenstädte konzentrieren – in beliebten Hotspots wie Dubrovnik, Split, Rovinj oder auf begehrten Inseln wie Hvar sind die Preise oft höher, während sie im Landesinneren moderat geblieben sind. Last-Minute-Buchende könnten sogar Glück haben: Um die Betten voll zubekommen, haben einige Gastgeber auf der Halbinsel Istrien mittlerweile ihre Preise um bis zu 60 Prozent gesenkt, wie das Online-Portal InFranken unter Berufung auf das kroatische Nachrichtenportal Danas berichtet. „Alle Vermieter, die ihre Preise unrealistisch in die Höhe getrieben haben, lassen sie derzeit rapide purzeln“, heißt es demnach.
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Eine günstige Alternative zu Kroatien stellt außerdem Albanien dar – lange Zeit als Geheimtipp gehandelt, macht es inzwischen immer mehr auf sich aufmerksam. Im Vergleich zu den klassischen Urlaubszielen ist es weniger überlaufen und daher schonender für den Geldbeutel. Und zum Entspannen und Entdecken gibt es hier genug – von traumhaften Stränden, über malerische Dörfer bis hin zu ursprünglichen Landschaften.
Rubriklistenbild: © Yay Images/Imago
