Wutanfällen vorbeugen

Mit Fürsorge erziehen: Wie Eltern willensstarken Kindern begegnen können

Die Kindererziehung kann schwer sein, besonders wenn die Kinder einen ausgeprägten Willen haben. Wie Eltern liebevoll darauf eingehen können.

Die Farbe des Tellers gefällt nicht, das Brot ist auf der falschen Seite durchgeschnitten oder der Deckel des Joghurts schon abgezogen – all das kann unter Umständen einen Wutanfall bei einem Kind auslösen. Was in der Rückschau nach Anekdoten klingt, die schmunzeln lassen, ist in der Gegenwart für die gesamte Familie ein Kraftakt. Solche Wutanfälle können häufiger auftreten, wenn das Kind besonders willensstark ist. Wie Eltern die Kinder dabei liebevoll begleiten können.

Was sind willensstarke Kinder?

Besonders willensstarke Kinder neigen zu Wutanfällen. Wie Eltern damit umgehen können. (Symbolbild)

Sie sind selbstbewusst, entschlossen und wissen genau, was sie wollen und was nicht – das beschreibt willensstarke Kinder, berichtet Tinapichler.com. Wichtig ist ihnen die Unabhängigkeit, Kinder sind Feuer und Flamme bei der Sache, die ihnen im Sinn ist. Jedoch lassen sie sich nur schwer motivieren, wenn ihnen etwas nicht logisch erscheint. An welchen Anzeichen Eltern willensstarke Kinder noch erkennen, weiß Kita.de:

  • Die eigenen Interessen werden durchgesetzt.
  • Sie willigen in Vorschläge nur ein, wenn sie absolute Wahlfreiheit haben.
  • Körperkontakt wird vermieden, wenn dieser nicht von dem Kind ausgeht.
  • Sie achten darauf, dass die eigenen Grenzen respektiert werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass willensstarke Kinder nicht kooperativ sein können. Wie Eltern auf die Wünsche des Kindes eingehen und gleichzeitig ihre Grenzen setzen können. Allerdings hören Kinder nicht immer auf ein ‚Nein‘, woran das liegen könnte.

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Mit willensstarken Kindern umgehen: Diese Tipps können helfen

Herausfordernd ist der Umgang für Eltern hin und wieder, weil diese oft wissen, was nicht gut für ihr Kind ist. Bei solchen Fällen sollten Eltern auch bei ihrer Entscheidung und dem damit verbundenem ‚Nein‘ bleiben, rät Leben-und-erziehen.de. Sollten es keine Entscheidungen sein, die potenziell gefährlich sind, ist es aber wichtig, dass sich Kinder selbst entscheiden dürfen.

Einige Möglichkeiten, wie Eltern handeln können:

  • Ich-Aussagen: Eltern sollten nicht verallgemeinern, sondern Situationen konkret benennen. Man-Konstruktionen sollten dabei vermieden werden.
  • Wahlmöglichkeiten: Wo immer es möglich ist, können Eltern den Kindern die Wahl lassen. So haben Kinder das Gefühl, dass ihre Einschätzung zählt und sie entscheiden können.
  • Ideen des Kindes ernst nehmen: Sinnvoll ist es, wenn Eltern dem Kind zuhören und ihre Vorschläge aufnehmen. Gemeinsam kann dann nach machbaren Alternativen gesucht werden. Will das Kind beispielsweise Sandalen im Winter anziehen, ist das nicht unbedingt eine gute Idee.
  • Positive Sprache: Eltern sollten erklären, was erlaubt ist und einen Rahmen setzen. Die Verbote aufzulisten, ist nicht sinnvoll.
  • Unterstützung anbieten: Wutanfälle können verhindert werden, wenn Kinder das Gefühl haben, selbst entscheiden zu können. Eltern können beispielsweise fragen, ob sie den Joghurt-Deckel schon mal abziehen dürfen oder ob das Kind das machen will.
  • Respekt und Empathie zeigen: Alle wollen respektiert und gehört werden – willensstarke Kinder setzen sich nur ein bisschen mehr als andere dafür ein.
  • Nähe bieten: Eltern können ihrem Kind Verständnis und Zuneigung übermitteln, dabei sollte dies allerdings nicht aufgedrängt werden. Stattdessen kann der Körperkontakt angeboten werden.

Sicherheit können in dem Zusammenhang auch Rituale oder Routinen schaffen – so werden Machtkämpfe verhindert.

Rubriklistenbild: © Yuri Arcurs peopleimages.com/Imago

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