Nicht immer Choleriker

Schlechte Firmenkultur und fieser Chef? Wie sich das zeigen kann

Die Arbeitsatmosphäre ist spürbar gereizt, Mitarbeiter werden ungleich behandelt? Das kann schwierig für das gesamte Klima sein. Wie sich schlechte Chefs zeigen können.

Nicht immer ist es das Gebrüll von Cholerikerinnen und Cholerikern, wodurch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer merken, dass sie in einer Firma mit schlechten Chefs gelandet sind. Die Problematik ist in den letzten Jahren vielschichtiger geworden, informiert der Spiegel und beruft sich dabei auf den Berater Peter Modler.

Schlechte Firmenkultur: Choleriker werden weniger, das Problem größer

Schlechter Chef, schlechte Firma oder trügt der eigene Eindruck?

Die Situation in vielen Unternehmen sei nicht mehr als einziges Bild eines Cholerikers zu reduzieren, informiert der Spiegel. „Es gibt auch Firmen, die scheinen alles richtigzumachen, auch der Umgangston hört sich gut an – und da ist es dann vielleicht besonders schlimm zu arbeiten“, sagt Peter Modler dem Magazin. Das könne unter anderem Unternehmen betreffen, die von sich sagen, dass sie flache Hierarchien haben und eine gute Wertschätzungskultur. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können das durchaus anders sehen und trotzdem ihre Schwierigkeiten mit dem Arbeitsplatz haben.

Modler nennt als Beispiel, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Überstunden machen würden, um die Arbeit zu schaffen – gleichzeitig reden Chefs dann von Wertschätzung. Das könne einen bitteren Beigeschmack haben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen in diesen Fällen dann langsam, dass die Firma sich nach außen anders geben will, als es tatsächlich ist.

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Schlechter Chef: Was können Mitarbeiter tun?

Glauben Sie, dass Ihr Chef oder Ihre Chefin schlecht ist, kann das eine Bandbreite an Begründungen haben, die Ihre Annahme stützen. Bevor Sie unüberlegt etwas unternehmen, sollten Sie Ihre Wahrnehmung überprüfen, berichtet Jürgen Weibler, Professor für Leadership, in der WirtschaftsWoche. Haben Sie beispielsweise Kolleginnen und Kollegen, denen Sie vertrauen? Dann versuchen Sie Ihre Empfindungen abzugleichen.

Im Krankheitsfall: Zehn Dinge, die Sie über die Krankschreibung wissen müssen

Frau meldet sich per Mail krank.
Kalender mit einem Feiertag eingezeichnet.
Mann hält einen Smartphone, darauf die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Ein Paar in der Online-Sprechstunde bei einem Arzt.
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Schlechter Chef? Suchen Sie das Gespräch

Kommen Sie zu dem Schluss, dass Ihr Chef oder Ihre Chefin das Problem ist, wird es heikel. Es kommt ganz darauf an, was für Sie der passende Schritt ist. Ist die Situation allgemein so, dass Sie es aushalten? Dann arbeiten Sie einfach weiter – mit dem Wissen, dass das Arbeitsklima und die Unternehmenskultur schlecht ist.

Sind Sie allerdings bereit, ein Gespräch mit dem Chef oder der Chefin zu suchen und Ihre Empfindungen darzulegen und zu begründen, kann dies ein wichtiger Schritt sein. Sie sollten allerdings bei einem Gespräch darauf achten, Schuldzuweisungen zu vermeiden – wichtig sind konstruktive Vorschläge. Sollte ein Gespräch gelingen, ändert sich im Idealfall die Situation. Wenn nicht, können Sie immer noch entscheiden, ob Sie im Unternehmen bleiben oder dieses verlassen.

Eine Alternative ist es natürlich, keine Energie in Gespräche und Änderungsversuche zu stecken und sich direkt ein neues Arbeitsumfeld zu suchen.

Rubriklistenbild: © SeventyFour/Imago

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