Immer schön höflich sein?

Drei Gründe, warum Unhöflichkeit im Job einen weiterbringt

Immer höflich und nett bleiben – dann kommt man gut durchs Leben, oder? Warum es nicht sinnvoll ist, sich selbst im Job zurückzunehmen.

Hilfsbereit, höflich und zuvorkommend, das sind manche Kolleginnen und Kollegen im Job. Wer allerdings nicht aneckt oder seine Meinung sagt, kann leicht übergangen werden, wenn es um spannende Aufgaben oder eine Beförderung geht. Was passiert, wenn Sie zu nett im Job sind.

Nett sein schadet der Karriere – man wirkt inkompetent

Immer nett sein, anderen Platz machen und sich selbst zurücknehmen? Das ist nicht der beste Rat für die eigene Karriere.

Im Job braucht man einerseits Hard Skills, also fachliches Wissen, und andererseits Soft Skills. Das sind unter anderem persönliche Werte und individuelle Fähigkeiten. Daraus ergibt sich ein Gesamtbild, das mit Weiterbildungen und Selbstreflexion geformt werden kann. Besonders gefragt sind Kommunikation, Belastbarkeit und Eigenverantwortung. Doch nicht nur die eigenen Fähigkeiten sind dafür ausschlaggebend, wie es im Job läuft. Manche neigen dazu, lieber höflich als kompetent zu agieren – das schadet der eigenen Karriere, informiert arbeitsabc.de.

  • Immer Ja und Amen sagen? Wer recht hat oder etwas weiß und aus vermeintlicher Höflichkeit nichts sagt, wird mit seinem Können nicht ernst genommen. Das kann auch bei Gehaltsverhandlungen schwierig sein, schreibt Karriereberater Martin Wehrle bei spiegel.de.
  • Immer zur Seite gehen? Man macht selbst Platz für andere und zieht den Kürzeren.
  • Immer die Etikette wahren? Wer immer höflich sein will, kann übersehen und übergangen werden.

Lieber nett sein – Menschen werden in der Kindheit geprägt

Dass man Streitigkeiten aus dem Weg gehen will und lieber höflich Platz freimacht, kann den Ursprung in der Kindheit haben. Man tut alles dafür, dass man als ‚unauffällig‘ oder ‚artig‘ gilt, um positive Rückmeldungen beispielsweise von Erzieherinnen und Erziehern zu bekommen. Im Arbeitsleben tritt man damit aber leicht auf der Stelle – wer sich immer höflich im Hintergrund hält, tut auch nichts dafür, Initiative zu zeigen und das Unternehmen weiterzubringen.

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Bringen schlechte Manieren weiter?

Die Art von Unhöflichkeit, die einen im Job weiterbringt, hat nichts damit zu tun, im Büro die Füße auf den Tisch zu legen, Kolleginnen und Kollegen zu unterbrechen oder den falschen Ton anzuschlagen. Das sollten Sie lieber lassen. Sie sollten stattdessen: Etwas sagen, wenn Sie was zu sagen haben, die eigenen Grenzen kennen und sich dafür einsetzen und zeigen, was Sie können.

Rubriklistenbild: © Andrey Popov/Imago

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