Einfach nur erschöpft?

Erschöpft und ausgebrannt? Was Betroffene über Burnout wissen müssen

Viel Stress im Job und Zeitdruck, Herausforderungen im Privatem – das kann an den Kräften zehren. Erschöpfung und Ausgebranntsein kann die Folge sein.

Die eigene Psyche kann einem schon mal Streiche spielen, manchmal sogar so, dass man nicht mehr arbeitsfähig ist. Eine Erhebung der Krankenkasse DAK hat ergeben, dass Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen im Jahr 2022 einen neuen Höchststand erreicht haben. Demnach verteilten sich rund 301 Fehltage auf 100 Versicherte. Im Vergleich zum Vorjahresbericht sei ein Anstieg vor allem bei jungen Frauen und Männer im Alter von 25 bis 29 Jahren auffällig gewesen. Was Betroffene über Burnout wissen müssen.

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Was genau ist eigentlich ein Burnout?

Einfach nur ein bisschen erschöpft oder ist es bereits ein Burnout?

In Medizin und Wissenschaft wird übereinstimmend darüber berichtet, dass ein Burnout drei Kriterien aufweist, informiert ZDF heute.

  • Erschöpfungsgefühl
  • Distanzierung (geistig) von Job und Pflichten
  • Verringerte Leistungsfähigkeit

Damit sind die Obergruppen beschrieben, die sich konkretisieren lassen. Beispielsweise kann sich das Erschöpfungsgefühl emotional und physisch bemerkbar machen, informiert die Techniker Krankenkasse. Betroffene fühlen sich in dem Zusammenhang müde oder geschwächt, aber auch körperliche Anzeichen, wie Verdauungsbeschwerden können auftreten. Allgemein ändert sich Ihre Haltung zu der Arbeit und Kollegen. Sie können Ihre Aufgaben als große Herausforderung wahrnehmen, weshalb Ihnen auch der Antrieb dafür fehlen kann. Welche körperlichen Anzeichen Sie noch bemerken können:

  • Kopfschmerzen
  • Benommenheit
  • Tinnitus
  • Zahnbeschwerden (Knirschen, Verspannung der Kaumuskulatur)
  • Herzprobleme
  • Magenbeschwerden

Im Krankheitsfall: Zehn Dinge, die Sie über die Krankschreibung wissen müssen

Frau meldet sich per Mail krank.
Kalender mit einem Feiertag eingezeichnet.
Mann hält einen Smartphone, darauf die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Ein Paar in der Online-Sprechstunde bei einem Arzt.
Im Krankheitsfall: Zehn Dinge, die Sie über die Krankschreibung wissen müssen

„Lieber zu früh als zu spät“ – Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Haben Sie länger mit Herausforderungen zu kämpfen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. „Wer zum Beispiel länger anhaltend erhebliche Probleme hat, Leistungsanforderungen im Arbeitsalltag zu bewältigen, und an stark ausgeprägten Symptomen leidet wie z. B. Anspannung, Erschöpfung, Leistungsminderung oder Schlafstörungen, sollte sich professionelle Hilfe suchen. Lieber zu früh als zu spät“, sagt Brunna Tuschen-Caffier, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie, gegenüber ZDF heute.

Krankschreibung bei Burnout

Im ersten Schritt können Sie sich an Ihren Hausarzt wenden und dort nach Unterstützung fragen. Dieser kann Sie dann gegebenenfalls an einen Facharzt verweisen und Sie krankschreiben. Wie bei den meisten anderen Krankheitsgründen auch, muss Ihr Arbeitgeber nicht wissen, warum Sie krankgeschrieben sind. Es kann allerdings sein, dass Sie aufgrund des Burnouts lange ausfallen, weshalb die Kommunikation mit Ihrem Arbeitgeber langfristig sinnvoll sein kann. Wurde ein Burnout diagnostiziert, kann die Heilung unterschiedlich lange dauern. Je nach Schwere kann eine ambulante oder stationäre Behandlung erforderlich sein, berichtet Advocard.de. Bei leichten Auswirkungen kann aber beispielsweise autogenes Training helfen, informiert ZDF heute. Sind Sie sechs Wochen mit der Diagnose arbeitsunfähig geschrieben, bekommen Sie in dieser Zeit ganz normal von Ihrem Arbeitgeber das Gehalt. Werden Sie weiterhin krankgeschrieben, erhalten Sie von der Krankenkasse Krankengeld. Das sind 70 Prozent des Bruttogehalts, schreibt Stiftung Warentest.

Rubriklistenbild: © Ok Shu/Westend61/Imago

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