Große Ansteckungsgefahr

Zecken-Alarm: Lebensmittel soll mit FSME-Viren verseucht sein

Zecken können schwere Krankheiten wie Hirnhautentzündung übertragen.
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Zecken können schwere Krankheiten wie Hirnhautentzündung übertragen.

Sie sind lästig, fast überall und können der Gesundheit schaden: Zecken übertragen schließlich FSME. Dieses Lebensmittel soll betroffen sein.

Hunde, Katzen oder Menschen: Zecken kennen kein Pardon, wenn es um den Wirt geht. Doch während die kleinen Biester nicht nur lästig sind, können Sie bei manchen Betroffenen ernsthafte Erkrankungen auslösen. Darunter die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch bekannt als Hirnhautentzündung, die durch Zeckenstiche übertragen wird.

Zecken übertragen gesundheitsschädigende FSME-Viren

Der blutsaugende Parasit breitet sich bedingt durch den warmen Frühling nun auch zunehmend früher und schneller aus. Doch dadurch entsteht das Problem, dass sich Mensch und Tier nun durch neue, ungewöhnliche Wege mit FSME-Viren anstecken können.

Während die Ansteckungsgefahr früher oftmals in Wald und Wiesen groß war, betrifft es nun sogar die unmittelbare Lebenswelt des Menschen. In den vergangenen Jahren sollen sich bereits zwei Personen mit FSME-Erregern infiziert haben, nachdem sie Ziegen-Rohmilch getrunken haben.

Ziegen-Rohmilch mit FSME-Viren verseucht

Zuerst bekommen viele Betroffene grippeähnliche Symptome, bei rund 50 Prozent führt diese schließlich zu einer Entzündung der Hirnhaut. Mit der Folge, dass Sie schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen wie langfristige Lähmungen, Sprechstörungen oder Atemschwäche erleiden müssen.

Wer frühzeitig reagiert und bereits im Kindesalter eine FSME-Impfung erhält, kann dafür sorgen, dass trotz Zeckenbiss die Erkrankung nicht ausbricht. Falls eine Hirnhautentzündung schon fortgeschritten ist, ist sie kaum mehr rückgängig zu machen.

Dann kann mittels Medikamente der Leidensdruck nur noch erträglicher gestaltet werden, so Priv. Doz. Dr. med. Gerhard Dobler, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Leiter der Abteilung für Virologie und Rickettsiologie am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr München.

Von Jasmin Pospiech

Aufgepasst: Das sind die acht häufigsten Irrtümer über Zecken

Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf.
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
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