Wie Elternsein wirklich ist
Mental Load, Stress, Schlafmangel, Einsamkeit: Dinge, die sich Eltern mit Kind anders vorgestellt haben
VonNatalie Hull-Deichselschließen
Mit einem Baby und dem Elternwerden beginnt ein komplett neuer Lebensabschnitt. Zwar informieren sich viele Mütter und Väter darüber, was auf sie zukommt, doch die Realität verläuft meist anders.
„Alltag mit Kindern ist immer eine Frage der Organisation“, „Ich werde mein Baby nur stillen, wenn es Hunger hat, nicht nur zur Beruhigung“, „Ich möchte rechtzeitig abstillen“, „Jedes Mal hinlaufen, wenn das Baby einen Ton von sich gibt, das werde ich eher nicht“ – Was sich werdende Mütter und Väter überlegen, bevor das Baby auf der Welt ist, unterscheidet sich nicht selten komplett von dem, was dann tatsächlich eintritt. 24vita.de ist im Austausch mit verschiedenen Müttern und Vätern immer wieder auf die gleichen Themen und Herausforderungen gestoßen, die der Nachwuchs für Eltern mit sich bringt. Letztlich betonen alle Eltern, mit denen 24vita.de sprach, wie sehr sie ihr Kind lieben und dass sie es nicht missen möchten, doch sie betonen auch, wie schwierig und anstrengend Elternsein ist – trotz aller Liebe zum eigenen Kind.
Kindheit im Wandel der Zeit: Was der Nachwuchs heute kaum mehr kennt und frühere Generationen feiern




Erziehung: 10 Dinge, die sich Eltern mit der Geburt des Babys anders vorgestellt haben
Letztlich ist es schwer, sicher zu sein, was auf einen selbst als Mutter oder Vater zukommt, da dies nicht nur vom Wesen des Kindes und seinem Verhalten abhängt, auch von dem Befinden und Empfinden der Eltern. Da können vermeintlich kleine Dinge zum echten Problem werden, wie:
- Ihr Kind lässt sich zum Schlafen nicht ablegen und wacht immer wieder auf
- Ihr Kind ist ein High-Need-Baby und weint pausenlos
- Schlafmangel, der einen verzweifeln und fast nicht mehr klar denken lässt
- Nicht wissen, wie man richtig auf Wutanfälle des eigenen Kindes reagieren kann
Für viele Eltern ist die erste Zeit nach der Geburt mit Baby sehr schön, doch für manche auch ein Realitätsschock, wie sich anhand des Feedbacks der Mütter und Väter abzeichnet, mit denen die 24vita-Redaktion sprach. Und es gibt auch die Beispiele, denen es besonders schwerfällt. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich zu den Müttern gehöre, die nach der Geburt depressiv sind. Es hat mich echt Zeit gekostet, bis ich mein Kind annehmen konnte, bis ich Gefühle für mein Kind spürte. Bis dahin habe ich mich nur wie eine Hülle gefühlt.“
Ein Unterschied zwischen den Müttern aus früheren Generation und heute: Es scheint kein absolutes Tabu mehr zu sein, über die Herausforderungen des Elternseins offen sprechen zu können. Dabei war es gerade für Mütter früher in vielerlei Hinsicht noch schwieriger, das Familienleben zu bewältigen, im Zeitalter fehlender Gleichberechtigung zu Vätern.
Rubriklistenbild: © Kzenon/Imago










