Studie veröffentlicht

Luft anhalten, anstatt Maske tragen? Forschende mit skurril anmutender Empfehlung

Sie fragen sich, ob sie wieder zum Mund-Nasen-Schutz greifen sollten? Keine schlechte Idee, vor dem Hintergrund, dass Covid-19-Viren die aktuell vorherrschenden sind.

Es sind mehr SARS-CoV-2-Viren als „normale“ Erkältungsviren in Umlauf. So eine Information, die aus dem ersten November-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. In der 43. Kalenderwoche 2023 war der Covid-19-Erreger SARS-CoV-2 das am häufigsten in den Proben nachgewiesene Virus, so das RKI. Doch die Infektionsschutzmaßnahmen, die in den letzten Jahren unsere ständigen Begleiter waren, sind nicht mehr. Keine Maskenpflicht und fehlende Abstandsregelungen tragen dazu bei, dass sich Covid-19 vermehrt verbreiten kann.

FFP2-Masken haben sich als wirkungsvolles Mittel erwiesen, Virenkontakt zu meiden. Jedem steht es frei, einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach rät dazu, in bestimmten Situationen freiwillig zur Maske zu greifen. Volle U-Bahnen wären ein Beispiel.

Auch wer den Atem bei einer Begegnung einige Sekunden anhält, soll sein Infektionsrisiko senken – so ein Team um Professor Dr. Takeshi Asai von der University of Tsukuba in Japan.

Mithilfe von Puppe ermittelt, wie hoch die Corona-Ansteckungsgefahr ist

Um herauszufinden, wie ansteckend infizierte Menschen sind, haben die Forschenden eine lebensgroße Puppe umgerüstet. Diese kann sich wie ein Mensch bewegen und dabei virenähnliche Mikropartikel „ausatmen“, wie die Pharmazeutische Zeitung (PZ) informiert. Die Forschenden leiteten von der gemessenen Viruslast ab, wie infektiös ein Mensch je nach Dauer der Begegnung mit einem anderen ist.

Maske tragen oder nicht? Eine Frage, die sich im Herbst und Winter viele Menschen stellen.

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Die Wissenschaftler leiteten aus ihren Ergebnissen ab, dass das Ansteckungsrisiko durch Luft anhalten effektiv gesenkt werden kann. Sie empfehlen, fünf Sekunden lang die Luft anzuhalten und dann (falls die Begegnung draußen stattfindet) in Windrichtung einzuatmen. Außerdem solle ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen eingehalten werden, informiert die PZ weiter. Zu berücksichtigen sei allerdings, dass der Zustand des eigenen Immunsystems und auch die tatsächliche Viruslast in der Atemluft eine wesentliche Rolle spielen, so die PZ weiter.

Schwerem Covid-19 durch Impfung vorbeugen

Die Coronaschutzimpfung gilt aber immer noch als wichtigste Präventionsmaßnahme. So nimmt die Krankheit bei gesunden Erwachsenen, die gegen Corona geimpft sind, in der Regel keinen schweren Verlauf. Auch immunschwache und alte Menschen seien durch die Coronaschutzimpfung vor schweren Verläufen geschützt, sollten diese allerdings jährlich auffrischen lassen, so die aktuelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Oleksandr Latkun/Imago

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