Tragisch

Killer-Bakterien: 66-Jähriger geht baden - 48 Stunden später wird ihm das zum Verhängnis

Miami Beach - einer der bekanntesten Strände in Florida. Doch das Plantschen im Meer birgt viele Gefahren, wie eine Familie schmerzlich erfahren musste.
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Miami Beach - einer der bekanntesten Strände in Florida. Doch das Plantschen im Meer birgt viele Gefahren, wie eine Familie schmerzlich erfahren musste.

Der US-Amerikaner William Bennett genoss seinen Urlaub in Florida - inklusive ausgiebigen Strandtagen. Doch das Plantschen im Meer endete für den Familienvater tragisch.

Schmerzhafter Kontakt mit den Nesseln einer Qualle, ein Seeigel-Stachel im Fuß oder sogar Haiangriffe: Tropische Gewässer bergen bekanntlich so einige Gefahren. Doch was einen 66-jährigen Mann aus dem US-Bundesstaat Tennessee nach einem Florida-Urlaub ins Krankenhaus brachte, war winzig klein - und extrem gefährlich.

Schwarzer Punkt am Rücken: Fleischfressende Bakterien infizierten Strandurlauber

William Bennett plagten schlimme Beinschmerzen, als er mit seiner Familie den Weg in die Heimat antrat. Wie die Bild berichtete, ließ er sich, zuhause angekommen, sofort in einer Klinik untersuchen. Dort staunten die Ärzte nicht schlecht, als sie einen großen dunklen Fleck an Bennetts Rücken entdeckten. Kurze Zeit später kamen zwei weitere, fast schwarze Hautveränderungen dazu, die die Ärzte im ersten Moment nicht zuordnen konnten. Bennetts Schmerzen wurden immer schlimmer, er litt an Fieber, Schüttelfrost und Krämpfen.

Nach einigen Untersuchungen war klar: William Bennett hatte sich mit fleischfressenden Bakterien infiziert! Die Mediziner gingen davon aus, dass sich der Familienvater diese im Meerwasser eingefangen hatte. Die Infektion war bereits soweit fortgeschritten, dass die Therapien nicht mehr anschlugen: Bennett verstarb an den Folgen einer durch Bakterien ausgelösten nekrotisierenden Fasziitis.

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Nekrotisierende Fasziitis - kleinste Hautverletzungen lassen Keime eindringen

Bei einer nekrotisierenden Fasziitis dringen Bakterien in den Körper ein und lösen eine heftige Infektion von Haut und Gewebe aus. Kleinste Hautverletzungen sind in der Regel die Einlasspforte der Erreger, die im schlimmsten Fall zum Absterben der betroffenen Areale führen. Bemerkbar macht sich eine nekrotisierende Fasziitis durch Schmerzen und Fieber, im weiteren Verlauf kommt es zur Schwellung, die betroffenen Stellen werden heiß und rot und können Blasen werfen. Eine dunkle Färbung der Hautstellen spricht dafür, dass das Endstadium erreicht ist: Das Gewebe stirbt ab.

Video: Killer-Bakterien aus dem Meer - Mann stirbt nach 48 Stunden

Damit es erst gar nicht soweit kommt, muss das infizierte Gewebe so schnell wie möglich vom Arzt operativ entfernt werden. Bei Bennett kam jedoch jede Hilfe zu spät. Seine Tochter Cheryl möchte nicht, dass ihr Vater umsonst gestorben ist. Sie warnt andere auf Facebook und schreibt: "(…) Es gibt nicht genug Aufklärung über die Bakterien im Wasser. An jedem Strand, in jeder Stadt, in jedem Staatspark (…) muss es Schilder geben, die besagen, dass aufgrund von natürlich vorkommenden Bakterien im Wasser Menschen mit offenen Wunden oder geschwächtem Immunsystem nicht ins Wasser gehen sollen." Bennett hatte zwar seiner Tochter zufolge keine offenen Wunden, doch sein Immunsystem war wegen einer langjährigen Krebserkrankung geschwächt.

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Infektionen mit tödlichem Keim in Deutschland? Diese Risikogruppen sind besonders gefährdet

Auch in Deutschland sind Infektionsfälle bekannt, die zum Tode führten. So sind in weiten Teilen der Ostsee Vibrionen verbreitet: Bakterien, die mit dem Cholera-Keim verwandt sind und zu lebensgefährlichen oder sogar tödlichen Infektionen führen können. Vibrionen können über kleine Wunden in den Körper eindringen, warnt Dr. Monika Sautter, Internistin in der Notfallpraxis an der Rettungsstelle des Sana Klinikums Berlin-Lichtenberg. Der Bild sagte sie: "Ob ein aufgekratzter Mückenstich oder eine kleine Schnittwunde zwischen den Zehen: Jede Wunde ist eine potenzielle Eintrittspforte für Keime und kann gefährlich werden".

Gesunde Menschen können ohne Bedenken im Meer oder im Badesee schwimmen gehen. Doch Vorsicht ist bei Wunden geboten. Generell gilt: Je größer die Wunde, desto größer das Risiko von Entzündungen - weshalb vor allem für frisch Operierte striktes Badeverbot gilt. Auch anderen Risikogruppen raten Ärzte zu besonderer Vorsicht, wenn sie mit einer Wunde ins Wasser gehen, dazu zählen Menschen mit Diabetes, HIV, Dialyse- und Rheumapatienten oder aufgrund anderer Krankheiten geschwächtem Immunsystem.

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jg/Video: glomex

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
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