Symptome der Zuckerkrankheit

Erste Anzeichen von Diabetes: Zehn Symptome können ein Warnzeichen sein

Frau trinkt Wasser
1 von 10
Diabetes ist im Volksmund auch als Zuckerkrankheit bekannt. Wer zu hohe Blutzuckerwerte mit einem angehenden Diabetes hat, ist verstärkt durstig. Die Niere versucht, den überschüssigen Zucker (Glukose) im Körper auszuscheiden, indem Wasser gebunden wird und somit Flüssigkeit entzogen wird. Die Folge: ein starkes Durstgefühl.
Toilette
2 von 10
Wer vermehrt Harndrang verspürt, insbesondere nachts, sollte seine Blutzuckerwerte überprüfen lassen: Übersteigt der Glukosespiegel im Blut die Kapazität der Nieren, versucht der Körper über die Blase den überschüssigen Zucker loszuwerden. Das führt zu häufigem Wasserlassen.
Frau im Sitzen mit Schmerzen im Unterleib
3 von 10
In der Regel sind vor allem Frauen von ständigem Harndrang und Blasenentzündungen betroffen, auch bei Diabetes. Der überschüssige Blutzucker wird über die Niere in den Urin abgegeben, sodass er einen zusätzlichen Nährboden für Bakterien bietet.
Frau mit Wadenkrampf
4 von 10
Ein Diabetes kann sich bei Betroffenen durch verstärkte und regelmäßige Muskelkrämpfe bemerkbar machen, insbesondere in den Waden oder Füßen. Diese Krämpfe sind ein Hinweis für einen gestörten Mineralstoffhaushalt aufgrund des Flüssigkeitsverlusts. Bei einer fortgeschrittenen Zuckerkrankheit können Muskelkrämpfe auf Nervenschäden hindeuten, so die „Apotheken Umschau“.
Schläfriger Mann am Steuer
5 von 10
Zu den ersten Anzeichen eines Diabetes zählt starke und anhaltende Müdigkeit. Der überschüssige Zucker im Körper hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel und die Energieversorgung, was zum Teil bleierne Erschöpfung zur Folge hat.
Augen eines Mannes
6 von 10
Ein charakteristisches Anzeichen von Diabetes ist verschwommenes Sehen, verbunden mit einer Sehverschlechterung und wechselnden Sehstärke. Insbesondere wenn jemand Menschen morgens verschwommen und nachmittags eher scharf sieht, kann das auf einen noch nicht entdeckten Diabetes mellitus hindeuten. Die schnellen Veränderungen der Sehschärfe sind auf die Blutzuckerschwankungen zurückzuführen, wie es die „Pharmazeutische Zeitung“ erläutert.
Frau juckt sich am Handgelenk
7 von 10
Der Wasserverlust, auch bedingt durch den Harndrang, hat Auswirkungen auf die Haut, die nicht mehr richtig mit Flüssigkeit versorgt wird. Menschen mit Diabetes leiden häufig unter trockener, rissiger und für Verletzungen anfällige Haut.
Fuß mit eingebundenem Zeh
8 von 10
Menschen mit Diabetes haben zusehends eine empfindsame Haut, die zu Rissen und Wunden neigt, insbesondere an den Füßen (sogenannter „Diabetischer Fuß“). Durch die Zuckerkrankheit ist die Funktion der Nerven geschädigt und der Blutfluss gestört, was Druckstellen und Verletzungen begünstigt.
Frau mit Schwindel
9 von 10
Bei einem Diabetes kommt es nicht selten zu einem zuckerbedingten Schwindel, was auf neuronale Störungen vor allem in den Füßen zurückzuführen ist. Dadurch fällt es Betroffenen schwer, gleichmäßig zu laufen, so die „Apotheken Umschau“.
Frau mit Keksen
10 von 10
Hungergefühl und Appetitlosigkeit im Wechsel zählen zu typischen Symptomen, die mit einem Diabetes und dem schwankenden Insulinspiegel einhergehen. Ein abfallender Blutzuckerspiegel fördert den Appetit, wohingegen ein hoher Zuckerspiegel im Blut die Insulinausschüttung anregt und das Sättigungsgefühl beeinflusst.
  • Natalie Hull-Deichsel
    VonNatalie Hull-Deichsel
    schließen

Jährlich so viele Neuerkrankungen, wie in Hannover Menschen leben. Diabetes gilt in Deutschland als Volkskrankheit – insbesondere Typ 2 mit über 95 Prozent der Betroffenen.

In Deutschland erhalten pro Jahr rund 560.000 Menschen die Diagnose Diabetes mellitus, nach Angaben des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Schätzungsweise leiden sieben bis acht Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes. Diese Stoffwechselerkrankung, bei der das Hormon Insulin eine entscheidende Rolle spielt, gilt als eine der ernstzunehmenden Volkskrankheiten. Wenn Diabetes nicht angemessen behandelt wird, kann er zu unumkehrbaren Schäden an Augen, Nieren und Nerven führen. Häufig sind auch Amputationen, wie im Fall des sogenannten Diabetes-Fußsyndroms, eine Spätfolge der Erkrankung. Zudem haben Diabetiker ein dreifach erhöhtes Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle im Vergleich zu Nicht-Diabetikern. Die Lebenserwartung verkürzt sich ebenfalls bei Menschen mit Diabetes. Ein Typ-2-Diabetes entsteht meist schleichend, ohne auffällige Symptome und kann über Jahre unbemerkt bleiben.

Diabetes: Welche Risikofaktoren eine Erkrankung begünstigen

Während bei Diabetes Typ 1 eine in vielen Fällen erblich bedingte Autoimmunerkrankung vorliegt, geht man bei Diabetes Typ 2 von einem sogenannten Wohlstandssyndrom aus. Bis zu 80 Prozent der Fälle werden durch Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Stress sowie regelmäßigem Alkoholkonsum und Rauchen hervorgerufen – Gefahren, die auch zu Tumorerkrankungen und Karzinomen führen können wie bei Darmkrebs und Magenkrebs.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Kommentare