Schutz vor schweren Verläufen

Corona-Patienten mit Grippe-Impfung seltener auf Intensivstation: US-Forscher mit neuen Studienergebnissen

Nicht nur die Corona-Impfung, auch die Grippeschutzimpfung bietet Forschern zufolge Schutz vor schweren Corona-Verläufen.
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Nicht nur die Corona-Impfung, auch die Grippeschutzimpfung bietet Forschern zufolge Schutz vor schweren Corona-Verläufen.

Die Corona-Impfung gilt als bester Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. Doch auch die Grippe-Impfung entfaltet Schutzwirkung, wie eine neue Studie belegt.

Die Corona-Impfung bietet Schutz vor schwerem Covid-19. Doch auch wer Übergewicht meidet* und sein Immunsystem durch gesunde Ernährung und Bewegung fit hält, beugt schweren Krankheitsverläufen vor. Wissenschaftler haben jetzt einen neuen vorbeugenden Faktor gefunden: Die Grippeschutzimpfung. Das berichteten US-Forscher auf dem „European Congress of Clinical Microbiology & Infectious Diseases“, der dieses Jahr online stattfand, wie der Bayerische Rundfunk informiert.

Für die Studie hatten Forschende der Miller School of Medicine der Universität Miami die elektronischen Patientenakten von über 74.000 Menschen aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Italien, Israel und Singapur verglichen. Sie teilten die Akten in eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe auf. Alle Patienten waren an Covid-19 erkrankt, jedoch wurde die erste Gruppe 14 Tage bis sechs Monate vor der Infektion gegen Influenza geimpft. Die zweite Gruppe hatte sich nicht gegen Grippe impfen lassen, so der BR. Die Forscher hatten in ihrer Studie verglichen, wie oft es in den Gruppen zu 15 schwerwiegenden Corona-Folgen kam. Darunter Sepsis, Schlaganfall, tiefe Venenthrombosen, Lungenembolien, Nierenversagen, Herzinfarkt, Lungenentzündung und Aufnahme auf der Intensivstation.

Schlaganfall-Risiko durch Corona um 58 Prozent erhöht

Die Analyse ergab, dass diejenigen, die keine Grippeimpfung erhalten hatten, signifikant häufiger (bis zu 20 Prozent wahrscheinlicher) in die Intensivstation eingewiesen worden waren, heißt es vonseiten des Fachportals Eurekalert. Die Gruppe ohne Grippeschutzimpfung hatte außerdem ein bis zu 58 Prozent höheres Risiko für einen Besuch der Notaufnahme und ein 45 Prozent höheres Risiko eine Blutvergiftung zu entwickeln. Die Schlaganfall-Wahrscheinlichkeit war um 58 Prozent erhöht und das Venenthrombose-Risiko um bis zu 40 Prozent. 24vita.de* berichtet von einer weiteren US-Studie, die herausgefunden hat, dass die Grippeimpfung das Risiko senkt, an Demenz zu erkranken.

Wie genau die Grippeimpfung vor Covid-19 schützt, sei Eurekalert zufolge zwar noch nicht klar, aber die meisten Theorien gehen davon aus, dass sie das angeborene Immunsystem stärkt. Dabei handelt es sich um die körpereigene, angeborene und unspezifische Abwehr. Die Autoren der Studie sagen, dass ihre Ergebnisse stark darauf hindeuten, dass der Grippeimpfstoff vor mehreren schweren Covid-Folgen schützt. Allerdings müsste noch mehr Forschungsarbeit folgen, um den Zusammenhang zu beweisen und besser zu verstehen. „Die Influenza-Impfung könnte sogar Personen zugute kommen, die aufgrund der Neuheit der Technologie zögern, einen Covid-19-Impfstoff zu erhalten“, so Susan Taghioff von der University of Miami Miller School of Medicine: „Trotzdem ist der Influenza-Impfstoff kein Ersatz für den Covid-19-Impfstoff, und wir plädieren dafür, dass jeder seinen Covid-19-Impfstoff erhält, wenn es ihm möglich ist“, zitiert Eurekalert Taghioff weiter. (jg) *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Impfschäden Jahre nach der Corona-Impfung? Das sagen Experten

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013)
RENTE: Ab 2014 sollen Erziehungszeiten für Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, mit einem zusätzlichen Rentenpunkt belohnt werden. Das entspricht bei zwei Kindern durchschnittlich 650 Euro mehr Rente im Jahr. Die Finanzierung - mehrere Milliarden Euro pro Jahr - sei durch die gute finanzielle Lage der Rentenversicherung und Mittel aus dem Zuschuss des Bundes möglich. Ferner sollen Armutsrenten verhindert werden. Jeder, der 40 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt und privat vorgesorgt hat, soll einen Zuschuss zur Rente auf 850 Euro erhalten. Für die 2,6 Millionen Selbstständigen soll eine Altersvorsorgepflicht eingeführt werden.
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen.
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen.
Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

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