Erziehungsstil
Von Abschlepper bis Helikopter: Elf Elterntypen – und ihr Erziehungsstil
VonJudith Braunschließen
Wie Eltern ihre Kinder erziehen, bleibt ihnen überlassen. Dabei kristallieren sich immer neue Elterntypen heraus, deren Methoden Folgen haben können.
Helikopter-Eltern ist den meisten Menschen inzwischen vermutlich ein Begriff. Dieser Erziehungsstil zeichnet sich durch Überfürsorglichkeit aus und wird von vielen Experten kritisiert. So entwickeln sich die Sprößlinge von Helikopter-Eltern meist zu „schwachen Persönlichkeiten“, wie es der Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsforscher Prof. Klaus Hurrelmann formuliert. Denn Kinder wachsen normalerweise an Herausforderungen und die Aufgabe der Eltern sollte es sein, ihren Nachwuchs auf das Leben vorzubereiten – und sie nicht vor jeglichen Misserfolgen oder Widrigkeiten zu bewahren. Nur dadurch können sie schließlich Erfahrungen machen und für das Leben lernen. Helikopter-Eltern wirken zwar wie die fürsorglichsten und liebevollsten Eltern, sind es jedoch nicht. Stattdessen ist dieser Elterntypus meist überfordert mit der Erziehung des Nachwuchses.
Nun gibt es neben dieser bekannten Elterngattung inzwischen allerdings noch viele weitere Typen von Eltern. Eine Erweiterung der Helikopter-Eltern stellen beispielsweise sogenannte Rasenmäher-Eltern dar. Sie wachen nicht nur ständig über ihre Kinder, sondern greifen auch aktiv in deren Leben ein, indem sie jegliche Hindernisse aus dem Weg räumen, bevor das Kind überhaupt darüber stolpern könnte. Durch diese Form der Rasenmäher-Erziehung entwickeln sich junge Menschen laut Familientherapeutin Anette Frankenberger zu „unselbständigen Tyrannen“. Auch Kinder sogenannter Tiger-Eltern haben es nicht leicht, da sie zu Ausnahmetalenten erzogen werden sollen. Panda-Eltern hingegen sollen wohl vieles richtig machen, was die Erziehung ihrer Kinder angeht.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
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