Kilos verlieren

Entspannt abnehmen: So nutzen Sie den Nachbrenneffekt optimal aus

Schwitzen und Salat essen - kann man nur so Gewicht verlieren? Zum Glück nicht. Wer den Nachbrenneffekt ausnutzt, könnte sich sogar eine kleine Trainingseinheit sparen.

  • Wer ein paar Kilos abnehmen möchte, sollte Sport treiben und sich ausgewogen ernähren.
  • Doch was den Sport anbelangt, kann man so einiges falsch machen.
  • Wer etwa zu wenige Trainingspausen macht, tut seiner Muskulatur nichts Gutes - und nutzt zudem den Nachbrenneffekt nicht aus. Und der hat es in sich.

Vom Nachbrenneffekt profitieren - mit diesen Tricks

Je intensiver wir gesportelt haben, desto länger hält der Nachbrenneffekt an - bis zu 48 Stunden. Dabei verbrennt der Körper nach dem Sport weiterhin Energie, weil die Körpertemperatur, die Herzfrequenz und die Sauerstoffaufnahme erhöht sind. "Richtig ist: Je höher die Störung der Homöostase ausfällt – also des Gleichgewichtszustands organischer Systeme wie Kreislauf, ­Körpertemperatur, des Hormon- oder Wasser- und Elektrolythaushalts – oder je länger die intensive Belastung anhält, desto ­größer sind die EPOC-Werte (Anmerkung der Redaktion: EPOC steht für Excess Post-Exercise Oxygen Consum­tion, zu deutsch soviel wie Nachbrenneffekt)", zitiert das Portal fitforfun Professor Theodor Stemper von der Bergischen Universität Wuppertal, der sich mit dem Nachbrenneffekt befasst.

Abnehmen auch nach dem Sport - mit Hilfe des Nachbrenneffekts.

Zu diesem kommt es in den Regenerationsphasen nach dem Sport: Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren und verbrennt Energie. Um den Nachbrenneffekt optimal auszunutzen und so Kilos zu verlieren, sollte man Ernährungsberater Steffen Lüdcke zufolge zwei Stunden vor dem Training nichts essen, was den Blutzucker in die Höhe treibt. Dazu zählen unter anderem kohlenhydratreiche Speisen, Energy-Drinks oder Müsli-Riegel. Der Körper würde zu viel Energie brauchen, um diese zu verdauen, zitiert der Focus Lüdcke.

Nachbrenneffekt verbrennt zusätzliche Kalorien

Wer abnehmen möchte, sollte deshalb auf energiereiche Snacks vor dem Training verzichten. Nur so kann der Körper auf seine Kohlenhydratspeicher zugreifen und diese leeren. Je leerer der Speicher, desto mehr Energie verbrennt der Körper nach dem Sport.

Sind die Kohlenhydratspeicher leer, zapft der Körper Fettreserven an. Deshalb sollte man auch nach dem Training erstmals nichts essen, um den Nachbrenneffekt optimal zu nutzen. Wer kurz nach dem Sport etwas isst, dessen Körper verbrennt die frisch zugeführten Kalorien - nicht die Fettreserven. Alleine durch den Nachbrenneffekt würde man allerdings nicht schlank, wie Forscher der University of South Australia in einer Studie ableiten. Es bedarf immer einer Mischung aus Bewegung und ausgewogener Ernährung, um abzunehmen und das neue Gewicht dauerhaft zu halten.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Imago

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