Auslöser verstehen

Schuppenflechte behandeln: Kim Kardashian verzichtet auf säurehaltiges Gemüse wie Tomaten

Wer die eigenen, individuellen Schuppenflechte-Trigger kennt, kann Schüben entgegenwirken. Auch Stars sind nicht vor der Krankheit gefeit. Dazu zählt Kim Kardashian.

Schuppenflechte, auch als Psoriasis bekannt, ist eine weitverbreitete chronische Hauterkrankung. Millionen von Menschen weltweit sind betroffen. Alleine in Deutschland leiden schätzungsweise zwei Millionen Menschen an der Hautkrankheit, so das Robert Koch-Institut. Typische Symptome sind rote und entzündete Hautstellen. Häufig geht Schuppenflechte auch mit der Bildung silbrig-weißer Schuppen an diesen Hautstellen einher. Juckreiz und Schmerzen können bei Betroffenen so stark ausgeprägt sein, dass Psyche und Alltag immens beeinträchtigt werden.

Die Behandlung von Schuppenflechte ist vielschichtig und hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Cremes, die Corticosteroide oder Vitamin-D-Analoga enthalten, werden häufig bei leichteren Fällen angewendet. Bei schwereren Formen kommen systemische Medikamente wie Methotrexat oder Biologika zum Einsatz, um die Symptome zu kontrollieren und Entzündungen zu reduzieren.

Psoriasis-Schüben durch entzündungshemmende Ernährung vorbeugen

Betroffene und Mediziner sprechen von Psoriasis-Schüben, wenn die Krankheit nach einer Phase mit keinen oder leichten Beschwerden verstärkt aufflammt. Um diesen Schüben entgegenzuwirken, hilft nachgewiesenermaßen entzündungshemmende Ernährung. Auch Unternehmerin und Influencerin Kim Kardashian leidet an Schuppenflechte und klärt auf ihrem Instagram-Kanal über die Krankheit auf. Sie achtet demnach auch stark auf ihre Ernährung, um Schuppenflechte-Schübe nicht zu fördern.

Schuppenflechte äußert sich in der Regel durch gerötete und schuppige Stellen.

Antientzündliche Ernährung ist für Schuppenflechte-Patienten besonders zu empfehlen, wie das NDR-Format „Die Ernährungs-Docs“ informiert. Auf den täglichen Speiseplan würden Gemüse, zuckerarme Obstsorten, Nüsse und Hülsenfrüchte gehören. Auch hochwertige pflanzliche Öle wie kaltgepresstes Leinöl und Weizenkeimöl werden antientzündliche Eigenschaften zugesprochen, da sie Omega-3-Fettsäuren enthalten.

Kim Kardashian soll dem Portal E! News zufolge aufgrund ihrer Schuppenflechte-Krankheit unter anderem auf säurehaltige Gemüsesorten wie Tomaten verzichten. Viele säurehaltige Lebensmittel können entzündungsfördernd wirken und so Schuppenflechte-Schübe begünstigen, dazu zählen:

  • Alkohol
  • Kaffee
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Käse
  • Fleisch und Wurst
  • Fisch
  • Süßigkeiten und Kuchen
  • Weißmehlprodukte
  • Softdrinks
  • Stark verarbeitete Fertigprodukte

Da Zucker Entzündungen fördern und so auch Schuppenflechte triggern kann, sollten Betroffene bei Obst und Gemüse auf zuckerarme Sorten zurückgreifen. „Die Ernährungs-Docs“ empfehlen Psoriasis-Patienten daher, eher selten zu AnanasBanane, Birne, Honigmelone, Kaki (Sharon), Mango, Weintrauben, Süßkirsche, Mais und Süßkartoffeln zu greifen.

Die richtige Pflege je nach Hauttyp: Wie Sie trockene, fettige oder sensible Haut am besten versorgen

Junge Frau am Strand
Frau blickt in Spiegel
Trockene Haut eincremen
Frau trägt Lippenstift auf und schaut in den Spiegel
Die richtige Pflege je nach Hauttyp: Wie Sie trockene, fettige oder sensible Haut am besten versorgen

Individuelle Behandlung ist bei Schuppenflechte wichtig

Allerdings ist zu beachten, dass Schuppenflechte-Trigger sehr verschieden sein können. Nur der behandelnde Dermatologe kann entscheiden, welche Therapien für den jeweiligen Patienten Erfolg versprechen. Wenn Sie ausprobieren möchten, welche Lebensmittel Sie eher schlecht vertragen, kann Ihnen Ihr behandelnder Arzt mehr Informationen zur sogenannten Auslassdiät geben. Hier wird zeitlich begrenzt auf die Lebensmittel verzichtet, die in Verdacht stehen, Psoriasis zu fördern.

Nichts verpassen: Alles rund ums Thema Gesundheit finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24vita.de.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Imago

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare