Stärkstes Minus seit 2000

Preise für Immobilien sind 2023 um 8,4 Prozent gesunken

Die Preise für Immobilien sind laut Statistischem Bundesamt so stark gefallen wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Woran das liegt und welche Unterschiede es gibt.

Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, muss in Deutschland oft tief in die Tasche greifen. Doch im vergangenen Jahr sind die Immobilienpreise im Durchschnitt um 8,4 Prozent gesunken, informiert das Statistische Bundesamt. „Das war der stärkste Rückgang im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000 und der erste Rückgang seit dem Jahr 2007“, heißt es in der Mitteilung. Bestandsimmobilien sind um 7,8 Prozent günstiger geworden, Neubauten lediglich um 3,2 Prozent. Der Rückgang zeige sich in Städten, aber auch auf dem Land. Was dahintersteckt.

Kaufpreise für Immobilien gesunken: größter Rückgang seit rund 60 Jahren

Die Preise für Immobilien sind im Jahr 2023 um 8,4 Prozent gesunken. (Symbolbild)

Das Statistische Bundesamt (DESTATIS) teilt auf X (vormals Twitter) die Preisentwicklung von Immobilien im Jahresvergleich. Auf dem Zeitstrahl ist der Zeitraum zwischen den Jahren 2010 und 2024 erkennbar.

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Anhand der Statistik wird deutlich, dass die Preise lange kontinuierlich gestiegen sind. Erst seit Mitte 2022 ist ein Abwärtstrend im Immobilienmarkt erkennbar. Aus einer Mitteilung der Deutschen Presseagentur (dpa) geht hervor, dass es in Deutschland im Jahr 2023 den stärksten Preisrückgang bei Wohnimmobilien seit rund 60 Jahren gab. Die dpa beruft sich dabei auf eine Einschätzung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Die gesunkenen Preise haben sich auch auf Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf ausgewirkt. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sanken die Preise zum Jahresende durchschnittlich um 9,1 Prozent binnen Jahresfrist, bei Eigentumswohnungen um 5,8 Prozent. Dabei handelt es sich allgemein um Durchschnittswerte – geringere Preise für Immobilien gebe es vor allem bei älteren Immobilien, bei modernen und energieeffizienten Immobilien könne das anders aussehen, informiert ZDF heute.

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Bei Immobilien kommt es daher nicht nur auf die Lage, sondern auch auf den Zustand der Wohnung oder des Hauses an. Wer seine Immobilie jetzt verkaufen muss oder möchte und diese nicht auf dem neuesten energetischen Stand ist, muss vermutlich mit einem geringeren Verkaufspreis rechnen. Sollten Sie eine Immobilie vererbt bekommen, müssen Sie auch auf mögliche Sanierungsbedingungen und die Erbschaftssteuer achten.

Grund für gesunkene Preise bei Immobilien: gestiegene Zinsen und Auflagen für Sanierungen

Die Immobilienpreise sind zwar gesunken, allerdings muss man dies in Relation sehen. Ein Grund können die gestiegenen Zinsen sein, die Kredite stark verteuert haben, informiert die dpa. Viele Menschen können sich die eigenen vier Wände nicht mehr leisten. Neben der Finanzierung müssen auch die Auflagen bei der Sanierung von Bestandsbauten miteinkalkuliert werden. Beispielsweise, wenn an der Heizung oder Dämmung der Immobilie gearbeitet werden muss, informiert der Podcast Finanzen und Immobilien der FAZ. Weiter heißt es in dem Podcast, dass die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni gesenkt werden sollen, damit berufen sich die Verantwortlichen auf eine Aussage von Christine Lagarde, Präsidentin der EZB. Das könnte sich langfristig auch auf die Bauzinsen auswirken. Wenn die Zinsen schneller fallen als gedacht, könnten die Immobilienpreise wieder steigen, berichtete die Tagesschau Ende Dezember unter Berufung auf die DZ Bank. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Uwe Umstätter/Westend61/Imago

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