Tipps der Verbraucherzentrale

Vier günstige Geschenke zu Weihnachten, mit denen Sie clever Energie sparen

Wer etwas Praktisches verschenken will, muss nicht viel Geld ausgeben. Vom Strommessgerät bis zum Thermohygrometer gibt es einfache technische Hilfen.

Technische Geräte, dank derer man die Energiekosten besser im Blick hat – das ist nicht nur im eigenen Haushalt hilfreich. Die Verbraucherzentrale hat ein paar Tipps parat, welche energiesparenden Geräte sich auch gut als Geschenk unterm Weihnachtsbaum eignen. Die technischen Hilfen seien nicht teuer, könnten aber dabei helfen, die Strom- oder Heizkosten in der Wohnung auf lange Sicht zu senken, betonen die Verbraucherschützer.

Oft spart man beim Heizen an der falschen Stelle. (Symbolbild)

1. Thermohygrometer

In geschlossenen Räumen ermitteln die kompakten Messgeräte Luftfeuchtigkeit und Zimmertemperatur. Und können bei nicht optimalen Werten „entsprechende Gegenmaßnahmen wie gezieltes Lüften und die korrekte Anpassung der Heiztemperatur“ vornehmen, wie es auf Verbraucherzentrale.de heißt. Bei schlechter Belüftung kann sich in Räumen leicht auch Schimmel bilden. „Viele Thermohygrometer haben daher eine eingebaute Alarmfunktion, die rechtzeitig vor zu hoher Feuchtigkeit warnt“, so die Verbraucherzentrale. So lasse sich durch gezieltes Lüften und Heizen langfristig Heizenergie sparen und die Schimmelgefahr bannen. Thermohygrometer mit entsprechenden Funktionen seien für unter 20 Euro erhältlich, erklären die Verbraucherschützer. „Auch die analoge Variante liefert bei korrekter Kalibrierung zuverlässige Messwerte – sie warnt nur nicht aktiv.“

2. Smarte Heizungsthermostate 

Die programmierbaren Thermostate können das Heizkörperventil entsprechend eingestellt automatisch steuern. Die smarten Geräte sorgen laut der Verbraucherzentrale dafür, dass es zu den gewünschten Zeiten warm ist und können, verknüpft mit einer Anwesenheitserkennung, sogar feststellen, wann man die Wohnung betrete oder verlasse. „Die meisten smarten Thermostatköpfe erkennen ebenfalls, wann Fenster zum Lüften geöffnet sind und schalten bedarfsgerecht die Heizung an und aus“, heißt es weiter in dem Beitrag. „Wenn die analogen Thermostate in diesen Fällen vorher nicht konsequent heruntergedreht wurden, hilft die digitale Variante dabei, nicht mehr zu heizen als nötig.“ Die smarten Thermostate könnten über eine App programmiert und digital vernetzt werden. Die Geräte lassen sich „mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst anbringen“ und kosten pro Stück, „je nach Funktionsumfang, 30 bis 100 Euro“, schreibt zudem die Verbraucherzentrale. „Für die smarte Variante benötigen Sie in aller Regel eine Smart Home Zentrale und gegebenenfalls noch zusätzlich Sensoren.“

11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?

Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
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3. Funk-Steckdosen

Smarte Steckdosen zeigen in Verbindung mit Smartphone-Apps, welche Geräte gerade aktiv sind und teilweise auch, wie viel Strom sie verbrauchen, erklärt die Verbraucherzentrale. „Sie lassen sich ebenso wie klassische analoge Zeitschalt-Uhren nutzen, um Geräte zur selben Uhrzeit an- und auszuschalten.“ Somit könnten Funk-Steckdosen auf lange Frist dabei helfen, die Stromkosten zu senken, betonen die Verbraucherschützer. Aber, so heißt es in dem Beitrag: Zunächst einmal würden sie selbst zusätzlichen Strom verbrauchen. „Deren Eigenstromverbrauch unterscheidet sich dabei je nach Modell“, berichtet die Verbraucherzentrale. „Vor dem Kauf ist daher zu beachten, wie die Energieaufnahme im Stand-By und im geschalteten Zustand ist, um das passende Modell je nach Einsatzort auszuwählen.“ Einfache Funk-Steckdosen seien „bereits für unter 20 Euro“ erhältlich. „Technisch aufwändigere smarte Steckdosen, die sich im Smart Home über den Internetrouter steuern lassen, gibt es für rund 50 Euro.“ Die smarten Steckdosen ließen sich über vorhandene Wandsteckdosen installieren.

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4. Strommessgeräte

Einfach zu bedienen sind Strommessgeräte. „Ob Fernseher oder Spielekonsole im Stand-By-Betrieb, Kühlschrank oder WLAN-Router – die kleinen Geräte messen deren Stromverbrauch exakt und bieten die Möglichkeit, intensive Stromverbraucher zu identifizieren und Einsparpotentiale zu entdecken“, heißt es auf Verbraucherzentrale.de. Dabei gibt es entweder die „klassischen digitalen Messgeräten, die zwischen Steckdose und elektrische Geräte gesteckt werden“, wie es dort heißt. Oder „smarte“ Steckdosen mit Strommessfunktion, die die Messergebnisse per App an das Smartphone übermitteln. „Strommessgeräte in guter Qualität sind bereits für unter 20 Euro erhältlich“, so das Fazit der Verbraucherzentrale.

Rubriklistenbild: © CHROMORANGE/Imago

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