Erste Einschätzung

Wann Sie für Weihnachtsbäume 2023 etwas tiefer in die Tasche greifen müssen

Das Wetter hat es gut mit dem Nadelgrün gemeint. Trotzdem werden Exemplare aus heimischem Anbau teilweise teurer als im Vorjahr – davon geht der Branchenverband aus.

Heiligabend rückt langsam näher. Von den Christbaum-Produzenten kommt allerdings eine weniger frohe Botschaft: Für Weihnachtsbäume aus heimischem Anbau muss in diesem Jahr wohl etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Denn höhere Löhne und gestiegene Transportkosten lassen das Nadelgrün nach Einschätzung der Erzeuger im Vergleich zum Vorjahr etwas teurer werden. Davon geht der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger aus. Der Preisrahmen für Nordmanntannen liege wohl bei 21 bis 29 Euro pro laufenden Meter, 2022 kostete der Meter in der Spitze gut einen Euro weniger.

Nordmanntannen zum Beispiel sind als Weihnachtsbaum beliebt. (Symbolbild)

Preise vergleichen beim Christbaumkauf

Bei dem Preis handelt es sich jedoch nur um eine Empfehlung. Grundsätzlich kann jeder Betrieb selbst entscheiden, welchen Preis er für den laufenden Meter verlangt. Ein Preisvergleich kann sich also lohnen. Für Großstädter, die im Vergleich womöglich mehr bezahlen, könnte sich zum Beispiel auch ein Einkauf im Umland lohnen.

Weihnachtsbaum kaufen – welche Baumart darf es sein?

Doch nicht nur der Preis spielt beim Christbaumkauf eine Rolle, sondern zum Beispiel auch die Maße und die Baumart. Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stammen rund 90 Prozent der Weihnachtsbäume aus Deutschland. Etwa fünf Prozent der verkauften Bäume würden im Rahmen der Waldbewirtschaftung direkt aus dem Wald entnommen, meist Fichten, Weißtannen und Kiefern.

Christbäume aus der Region – kurze Transportwege

Qualität hat ihren Preis. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt zum Beispiel den „Kauf von heimischen Fichten, Kiefern oder Tannen, die auf sogenannten Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen wachsen“, wie es auf dessen Homepage heißt. „Die Flächen sind Teil der regionalen Forstbetriebe und bei Interesse kann man einfach beim Förster oder Forstamt nachfragen.“ Auch der kurze Transportweg wirke sich positiv auf die Ökobilanz der Bäume aus, so der NABU, der zudem generell auch auf Aktionen hinweist, bei denen man den Baum selbst aussuchen könne.  

Frisch geschlagene Weihnachtsbäume – was zeichnet die Bäume aus?

Ob Bio-Baum oder konventionell: An frisch geschlagenen Weihnachtsbäumen aus der Region hat man erfahrungsgemäß möglichst lange Zeit seine Freude. Dass ein Baum erst vor Kurzem geschlagen wurde, kann man laut Experten übrigens an der hellen Schnittfläche erkennen. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände riet einem früheren Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge zudem, auf gleichmäßig gefärbte und kräftig-grüne Nadeln zu achten, die keine braunen Spitzen haben. Sie sollten auch dann fest sitzen, wenn man sie gegen den Strich bewegt.

Christbaumkauf: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Logisch: Je später der Christbaum geschlagen wurde und je kürzer er lagern muss, desto länger hält er sich in der Regel. Nach dem Kauf sollte der Weihnachtsbaum idealerweise noch im Netz an einem sonnen- und windgeschütztem Ort in der Garage oder im Freien gelagert werden – und nicht in der warmen Wohnung. Wer dagegen auf seine Wohnung als Lagerstätte für den Baum zurückgreifen muss, sollte den Kauf lieber etwas hinauszögern, denn Heizungsluft lässt den Baum schneller austrocknen. Dem früheren dpa-Bericht zufolge rieten die Bayerischen Christbaumbauer dazu, den Baum einen Tag vor dem Schmücken aus dem Netz zu holen und an seinen Platz zu stellen. Weitere Tipps, wie man den Weihnachtsbaum daheim möglichst lange frisch hält.

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Da der Baumbedarf zum Fest nicht vollständig von hiesigen Anbietern gedeckt werden kann, werden jedes Jahr auch Millionen Bäume importiert. Im Jahr 2021 seien das rund 2,4 Millionen Weihnachtsbäume gewesen – 13 Prozent mehr als 2020, teilte das Statistische Bundesamt mit. Etwa 1,9 Millionen sind aus Dänemark gekommen, wie es hieß.

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Auch, wenn es bis Heiligabend noch ein bisschen hin ist: Manche Schnäppchenjäger schauen bereits nach Geschenken. Eines der schönsten Weihnachtsgeschenke landet bei vielen Beschäftigten unterdessen direkt auf dem Konto: das Weihnachtsgeld vom Arbeitgeber, das meistens Ende November beziehungsweise Anfang Dezember mit dem Novembergehalt überwiesen wird. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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