Die perfekte Wurst vom Grill
Mit diesen Tipps wird jeder zum Bratwurst-Profi, der nichts anbrennen lässt
Keine Grillparty ohne Bratwurst – und kein Genuss ohne die richtigen Grilltricks! Einfach Tasty verrät das Erfolgsrezept für saftige und knackige Würste.
Sie ist der unumstrittene Klassiker, der jedem BBQ-Fan leuchtende Augen beschert und jedem leidenschaftlichen Wurst-Anhänger das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt: die Bratwurst. Ob kurz oder lang, dick oder dünn, grob oder fein, die Wurst ist ein wahrer Genuss, der schon bei der Zubereitung beginnt. Wenn sie auf dem Rost vor sich hin brutzelt, steigt die Vorfreude auf die perfekte Wurst. Aber die richtige Technik beim Grillen will gelernt sein!
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Wer weiß, worauf er bei der Zubereitung am Holzkohle-, Gas- oder Elekrogrill achten muss, kann das Beste aus jeder Wurst herausholen und sicherstellen, dass die Bratwürste nicht nur gut, sondern perfekt gelingen. Beim gemütlichen Sommerabend mit der Familie oder der großen BBQ-Fußball-EM-Party mit allen Freunden lässt der begeisterte Ausruf „Nachschlag, bitte!“ dann nicht lange auf sich warten und ruckzuck sind alle Würstchen vergriffen, noch bevor ein Tor gefallen ist.
Bratwurst einschneiden oder nicht, das ist hier die Frage
Der Kartoffelsalat von Oma mit reichlich Mayo steht schon bereit und die aromatischen Knoblauchknoten sind noch ofenwarm. Höchste Zeit also für eine Wurst vom Grill! Im Supermarkt oder beim Metzger des Vertrauens hat man zu einer klassischen Thüringer Rostbratwurst, Berner Würstchen oder doch einer roten Bratwurst gegriffen, die jetzt auf den Grill wandern darf. Hier sollte zwischen gebrühten Würsten und rohen Bratwürsten unterschieden werden.
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Während sich die gebrühte Variante über mehrere kleine Einschnitte für eine gleichmäßige Röstung freut, landet die rohe Wurst lieber im Originalzustand auf dem Rost, damit sie schön saftig bleibt und nicht austrocknet. Etwa 15 Minuten, bevor es losgeht, wird das Grillgut aus dem Kühlschrank geholt. Der Grill sollte zudem immer vorgeheizt werden, auf einem kalten Rost fühlt sich keine Wurst und auch kein Stück Grillfleisch wohl.
Auf die passende Grilltechnik kommt es an
Außen knusprig und innen saftig ist die perfekte Bratwurst, an dieser Stelle kommt das Zauberwort „indirektes Grillen“ ins Spiel. Hierfür wird die Grillfläche in zwei Zonen, eine direkte und eine indirekte, geteilt. Profis sprechen vom „Reverse Sear“, dem Rückwärtsgaren, das auch bei Steaks Verwendung findet. Als praktischer Helfer für die indirekte Grillzone kann auch eine geeignete Grillschale aus Edelstahl zum Einsatz kommen, die zum Beispiel bei einem kleinen Kugelgrill Abhilfe schafft und einfach auf die Grillfläche gesetzt wird.
Der Grill wird auf etwa 180–200 °C vorgeheizt, bevor die Bratwürste im indirekten Bereich des Grills platziert und bei geschlossenem Deckel etwa zehn bis 15 Minuten unter Wenden langsam gegart. Wenn doch etwas dazwischen kommt, sei es ein ausgiebiger Torjubel oder die Zubereitung der selbstgemachten Barbecuesauce, können die Würste auch problemlos etwas länger in der indirekten Zone bleiben.
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Zum Abschluss folgt das große Finale, auf das alle hungrigen Gäste schon ungeduldig warten. Die Würste werden über direkter Hitze in der direkten Grillzone unter Wenden etwa vier bis fünf Minuten geröstet, bis sie eine knusprige, goldbraune Kruste und wunderbare Röstaromen entwickelt haben. Der Grill hat ganze Arbeit geleistet und die Bratwürste dürfen auf dem Teller neben Nudelsalat mit Fleischwurst oder einer Folienkartoffel vom Grill Platz nehmen. Guten Appetit!
Rubriklistenbild: © Panama Pictures/IMAGO

