Stiftung Warentest

BPA in Dosentomaten, Thunfisch und Kokosmilch: Erschreckend viele Konserven sind betroffen

Aktuelle Testergebnisse der deutschen Verbraucherorganisation Stiftung Warentest schockieren mit hohen Schadstoffrückständen in zahlreichen Lebensmitteln aus Dosen.

Wenn es um Lebensmittelkonserven geht, denken einige Menschen direkt an Erbsen und Möhren, Dosenravioli und fertige Gulaschsuppe. Doch auch wer täglich frisch kocht, greift wahrscheinlich regelmäßig zu den Konserven im Vorratsschrank. Schließlich lassen sich auch beliebte Kochzutaten wie passierte Tomaten, Thunfisch, Kokosmilch, Kichererbsen sowie Kidneybohnen in Dosen konservieren und so lange im Küchenschrank lagern.

Wo kommt Bisphenol A (BPA) vor und weshalb ist es so schädlich?

Ob in diversen Kunst­stoff­produkten, im Trink­wasser oder zuletzt auch in Pixi-Büchern für Kleinkinder – in den letzten Jahren wurde in den Medien regelmäßig über Rückstände des Schad­stoffes Bisphenol A (BPA) berichtet. Die Chemikalie findet sich in zahlreichen Alltags­gegen­ständen wieder, wird vom Menschen jedoch hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Dabei gehören Lebensmittelkonserven, bei denen die Substanz meist aus der Dosen­beschichtung in den Inhalt übergeht, zu den primären Quellen, warnt Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest untersuchte zuletzt Lebens­mittel-Konserven auf BPA Rückstände. Das erschreckende Testergebnis: 51 von 58 Produkten sind mit dem Schadstoff belastet. (Symbolbild)

Besonders in sensiblen Entwicklungsphasen im Kindesalter kann BPA größere Schäden, wie eine gestörte Geschlechtsentwicklung und Zeugungsunfähigkeit, anrichten. Doch auch für erwachsene Menschen ist Bisphenol A nicht unbedenklich. So soll sich die Chemikalie laut Verbraucherzentrale schädigend auf Leber, Niere und Brustdrüse auswirken.

Sie möchten keine Rezepte und Küchentricks verpassen? Hier geht’s zum Genuss-Newsletter unseres Partners Merkur.de.

Im Januar 2018 wurde der Schadstoff wegen seiner schädigenden Wirkung auf das Hormonsystem in der Liste für besonders besorgniserregenden Stoffe registriert.

Stiftung Warentest: Zahlreiche Lebensmittel aus Dosen beinhalten BPA

Stiftung Warentest untersuchte zuletzt diverse Lebens­mittel-Konserven auf BPA, darunter Eintöpfe, Thun­fisch, Kokos- und Kondens­milch sowie Dosengemüse. Das erschreckende Testergebnis: 51 von 58 Produkten sind mit dem Schadstoff belastet. Mit am stärksten belastet sind Maggi Ravioli in Tomatensauce (mit fleischhaltiger Füllung), Lacroix Spargel Creme-Suppe „Asperge“,
Chili sin Carne (Bio) von dm und Deutsche See Thunfisch (in Aufguss) sowie Ja Thunfisch Filets (in eigenem Saft) von Rewe.

Zehn Lebensmittel, die die meisten Menschen falsch konsumieren 

Es sind gefrorene Erbsen zu sehen.
Es sind gegarte Tomaten zu sehen.
Ein Barista macht einen Kaffee.
Es ist ein roher Brokkoli zu sehen.
Zehn Lebensmittel, die die meisten Menschen falsch konsumieren 

Und auch Dosentomaten von unter anderem Mutti, Oro, Aldi, Dennree, Rewe und Alnatura beinhalten den Schadstoff. Ebenso belastet sind alle getesteten Konserven mit Kokosmilch. Lediglich gezuckerte Kondensmilch von diversen Marken konnte im Test überzeugen. Hier wurde der Schadstoff überhaupt nicht nachgewiesen.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare